3D-Illustration zu Fake-Shops, Lieferdiensten, KI-Chat und Handelsdaten im E-Commerce
© Black Forest Labs / Flux

Fake-Shops, Google, DPD, Meta + Betrugsanzeigen, ChatGPT, Rufus, Silkfred, Thredup, Selbständige, KI-Zusammenfassungen, Deepl

Aktuelle E-Commerce-News: Fake-Shops, Google, DPD, Meta + Betrugsanzeigen, ChatGPT, Rufus, Silkfred, Thredup, Selbständige und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Webinar: Mitarbeiter entlasten dank Filialmanagement per App
Aufwendige Warenprozesse, manuelle Bestandssuchen und weitere administrative Aufgaben kosten Store-Mitarbeitende Zeit, die letztendlich für die Kundenberatung fehlt. Abhilfe schaffen Apps, die sämtliche Filialprozesse digitalisieren und relevante Daten direkt auf der Fläche bereitstellen. Wie genau das funktioniert und welche Vorteile damit einhergehen, zeigt REMIRA im Webinar am 14.11. um 10 Uhr. Jetzt kostenfrei anmelden


HANDEL NATIONAL

Fake-Shops kaufen sich Reichweite bei Google und Meta
Jeder zweite Fake-Shop schaltet Werbung auf Google oder Meta, meldet der Verbraucherzentrale Bundesverband. Die fünf reichweitenstärksten Betrüger-Shops hätten allein auf Google-Plattformen mindestens 134 Mio. Anzeigenimpressionen erzielt. Zwölf Prozent der Online-Shopper seien in den vergangenen zwei Jahren auf gefälschte Shops hereingefallen. Die Beschwerden bei den Verbraucherzentralen stiegen 2024 um 47 Prozent auf über 10.000 – 2025 lägen bereits über 8.000 vor.

Googles größter Deutschland-Deal kommt nächste Woche
Google wird am 11. November seinen bislang größten Investitionsplan für Deutschland vorstellen, berichtet Golem.de. Der Konzern plane den Bau von Rechenzentren und Infrastruktur sowie Projekte für erneuerbare Energien und Abwärmenutzung. Auch sollten die Standorte München, Frankfurt und Berlin ausgebaut werden. Zuvor waren allerdings zwei Rechenzentrums-Projekte gescheitert: In Mittenwalde sagte Google den Bau im Juni 2025 nach Machbarkeitsprüfung ab, ein geplantes Rechenzentrum in Neuenhagen wurde bereits 2021 verworfen.

Integrierte Versicherungen steigern die Konversionen
Integrierte Versicherungen steigern die Konversionen, zeigt eine Studie von Ontos und den Versicherungsforen Leipzig. Über 75 Prozent der befragten Unternehmen bestätigten, dass „Embedded Insurance“ den Kunden die Kaufentscheidung erleichtere. Zwei Drittel der Befragten – darunter Mediamarkt, Fielmann und BMW Financial Services – erwarteten eine wachsende Bedeutung in den nächsten fünf Jahren. Als entscheidend gelte die nahtlose Einbindung in den Verkaufsprozess sowie die Kundenzentrierung: Die Absicherung müsse als relevant wahrgenommen werden, verständlich sein und im Schadensfall zuverlässig funktionieren.

DPD nennt Weihnachts-Versandfristen
Deutschlands zweitgrößter Paketdienstleister DPD hat die Versandfristen für das Weihnachtsgeschäft veröffentlicht. Nationale Standardpakete müssten bis zum 20. Dezember aufgegeben werden, Express-Sendungen bis zum 23. Dezember – mit Zustellung auch an Heiligabend. Internationale Pakete sollten je nach Zielland spätestens am 17. Dezember verschickt werden. Voraussetzung für alle Fristen sei eine Abgabe bis 12 Uhr in den Pickup-Paketshops.


BLACK FRIDAY

Second-Hand-Verkauf für das Shopping an Black Friday
Jeder dritte Konsument verkauft gezielt vor Black Friday oder Weihnachten Gebrauchtes, um sich besondere Einkäufe zu finanzieren, zitiert Retail-News.de eine Studie des ECC Köln. Bei den 18- bis 29-Jährigen seien es sogar 39 Prozent. Der Wiederverkauf entwickle sich zur Konsumstrategie: 13 Prozent hätten 2024 erstmals auf Ebay verkauft, acht Prozent seien erst seit weniger als sechs Monaten dabei. Parallel kauften 37 Prozent häufiger Second-Hand als noch 2024 – vor allem Kleidung, Technik und Spielzeug. Gebrauchte Markenware ersetze zunehmend billige Neuimporte.


HANDEL INTERNATIONAL

Meta verdient sieben Mrd. Dollar mit Betrugsanzeigen
Meta verdient jährlich etwa sieben Mrd. Dollar mit Anzeigen für Betrug und verbotene Waren, zeigt eine Reuters-Recherche auf Basis interner Dokumente. Täglich würden durchschnittlich 15 Mrd. „High Risk“-Anzeigen an Nutzer ausgespielt – zehn Prozent der Werbeeinnahmen 2024 stammten aus diesem Segment. Seit mindestens drei Jahren versage der Konzern darin, betrügerische E-Commerce-Angebote und Investment-Systeme, illegale Online-Casinos oder verbotene Medizinprodukte zu blockieren. Werbekunden würden erst bei 95-prozentiger Betrugssicherheit gesperrt, wahrscheinliche Betrüger zahlten lediglich höhere Gebühren – was Meta zusätzlich Geld einbringe.

OpenAI erklärt ChatGPT zur schnellstwachsenden Business-Plattform
OpenAI hat die Marke von einer Million zahlenden Geschäftskunden weltweit überschritten, berichtet Techradar.com. Das Unternehmen bezeichne sich selbst als „schnellstwachsende Business-Plattform der Geschichte“. Man versorge Branchen vom Finanzwesen bis zum Einzelhandel. Die Million errechne sich aus allen Organisationen, die OpenAI für die Verwendung seiner Tools bezahlen – von „ChatGPT for Work“ über die API, die direkte Nutzung des Chatbots oder über die Entwicklerplattform. Zum Vergleich: ChatGPT habe laut eigenen Angaben 800 Mio. wöchentliche Nutzer.

Rufus soll Amazon zehn Mrd. Dollar verdienen
Amazons KI-Shopping-Assistent Rufus steuert auf über zehn Mrd. Dollar inkrementellen Jahresumsatz zu, berichtet Channelx.world. Das nach dem ersten Bürohund benannte Tool habe dieses Jahr 250 Mio. aktive Kunden erreicht, die Zahl der monatlichen Benutzer sei um 140 Prozent gestiegen. Entscheidend: Wer Rufus nutze, schließe seinen Einkauf 60 Prozent häufiger ab. Für diese Zahl gewertet würden alle Käufe, die innerhalb von sieben Tagen nach Rufus-Nutzung getätigt wurden.

Frankreich fordert EU-Verfahren gegen Shein
Frankreich fordert die EU-Kommission zur offiziellen Untersuchung des chinesischen Online-Händlers Shein auf, berichtet Handelsblatt.com. Drittanbieter hätten über die Plattform kindsähnliche Sexpuppen und Waffen verkauft, weshalb Paris eine Website-Sperrung ankündigte. Die französische Regierung vermutet ähnliche Risiken in anderen EU-Ländern und verlangt die sofortige Klärung der Ursachen. Gestern wurden laut Sueddeutsche.de von den französischen Behörden außerdem 200.000 Pakete überprüft, um „die Richtigkeit der Angaben und die Einhaltung der Steuer- und Zollvorschriften“ zu kontrollieren.

Mode-Marktplatz Silkfred meldet Insolvenz an
Der Londoner Mode-Marktplatz Silkfred hat Insolvenz angemeldet, berichtet Express.co.uk. Die Plattform, die unabhängige Damenmode-Marken wie Apricot oder Goddiva mit Kundinnen zusammengebracht habe, sei seit dem 29. Oktober offline. Die beauftragte Finanzberatung versuche zwar, Rückerstattungen für nicht versandte Bestellungen über den Zahlungsdienstleister zu organisieren – in vielen Fällen bleibe das aber aussichtslos. Ausstehende Forderungen würden zu Insolvenzansprüchen, eine Auszahlung sei unwahrscheinlich.

Thredup meldet Rekordumsatz von 82,2 Mio. Dollar
Die US-Second-Hand-Plattform Thredup hat im dritten Quartal einen Rekordumsatz von 82,2 Mio. Dollar erzielt, berichtet Theglobeandmail.com. Das entspräche einem Wachstum von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl aktiver Käufer sei um 26 Prozent auf 1,57 Mio. gestiegen, die Bestellungen hätten um 37 Prozent zugelegt. Der Verlust aus dem operativen Geschäft sei von 10,4 Mio. auf 4,2 Mio. Dollar geschrumpft, das bereinigte Ebitda sei erstmals positiv gewesen.


Bürokratie zermürbt: 40 Prozent der Selbstständigen überlastet
Zwei von fünf Selbstständigen in Deutschland haben bereits erwogen, ihr Geschäft aufzugeben – so eine Händlerumfrage von Sumup. Als größte Stressfaktoren nennen die Befragten wirtschaftliche Rahmenbedingungen und gesetzliche Vorschriften, dicht gefolgt von operativer Arbeitsbelastung und finanziellen Sorgen. Rückhalt fänden sie vor allem bei Lebenspartnern und treuen Stammkunden, die nicht nur motivierten, sondern über Mundpropaganda auch neue Kundschaft brächten. Gegen die mentale Überlastung setzten mehr als die Hälfte auf bewusste Auszeiten, knapp 30 Prozent auf Einbindung ihrer Teams oder sie griffen auf Achtsamkeitstechniken (28,4 Prozent) zurück.

KI-Zusammenfassungen fressen Traffic und Werbebudget
Googles KI-Zusammenfassungen haben die Klickraten im Suchmaschinenmarketing massiv einbrechen lassen, wie eine Untersuchung von Seer Interactive laut Onlinehaendler-News.de zeigt. Zwischen Juni 2024 und September 2025 seien organische Klickraten um 61 Prozent gesunken, bei bezahlten Anzeigen sogar um 68 Prozent. Im Juli 2025 habe sich die bezahlte Klickrate innerhalb eines Monats von elf auf drei Prozent gedrittelt. Marken, die in den KI-Überblicken zitiert würden, könnten allerdings profitieren: Ihre organischen Klickraten lägen um 35 Prozent höher, die bezahlten sogar um 91 Prozent. Ob das an der Zitierung liege oder schlicht an ihrer ohnehin größeren Bekanntheit, bleibe unklar.

Deepl schickt eigenen KI-Agenten ins Netz
Deepl launcht einen KI-Agenten und eine Anpassungsplattform für Unternehmenskunden, wie Golem.de berichtet. Der Agent solle die durchschnittlich elf Wochenstunden, die Angestellte mit Datensuche verschwenden, reduzieren und verknüpfe dafür CRM-Systeme, E-Mail-Programme und Projektmanagement-Tools. Er erstelle eigenständig personalisierte Nachrichten und organisiere Folgetermine. Der parallel eingeführte „Customization Hub“ biete Glossare und Stilrichtlinien, damit Marken-Terminologie konsistent bleibe.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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