Galaxus.de, Smatch, Aldi Sports, Etsy, Rithum, Amazon, Qogita, Inditex, Temu + Shein, BNPL, KI, E/D/E, Woola, Nshift

Galaxus.de, Smatch, Aldi Sports, Etsy, Rithum, Amazon, Qogita, Inditex, Temu + Shein, BNPL, KI, E/D/E, Woola, Nshift

Aktuelle E-Commerce-News: Galaxus.de, Smatch, Aldi Sports, Etsy, Rithum, Amazon, Qogita, Inditex, Temu + Shein, BNPL, KI und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
8 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Galaxus.de erwartet 290 Mio. Euro Umsatz
Der deutsche Ableger von Digitec Galaxus rechnet für 2023 mit einem Umsatz von 290 Mio. Euro, was einem Umsatzsprung von 67 Prozent entspricht – wie auch schon 2022. Wie die Schweizer "Handelszeitung" nach Blick in den Geschäftsbericht von Galaxus.de schreibt, stiegen aber auch die Verluste proportional an und liegen zwischen 60 und 65 Mio. Euro. Der Schweizer Mutterkonzern Migros hat demnach bereits 120 Mio. Euro in die deutsche Expansion gesteckt; erst im Sommer hatte er eine Kreditzusage von 150 Mio. Euro auf 217 Mio. Euro aufgestockt. Ziel der Migros sei es, so Konsider.ch, Galaxus.de auf Platz fünf der größten deutschen Online-Shops zu hieven, wo sich derzeit Apple auf 1,36 Mrd. Euro Umsatz ausruht. Übrigens: In der Schweiz erzielte Digitec Galaxus im Jahr 2022 einen Umsatz von 2,4 Mrd. Franken.

Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023

Smatch versteigert Überbestände anonym
Das Hamburger Start-up Smatch – ein Kofferwort aus „Stock“ und „Match“ – bietet dem Textilhandel eine Plattform zum An- und Verkauf von Restposten, denn derzeit landen in Deutschland noch bis zu 230 Mio. neuwertige Textilien pro Jahr in der Müllverbrennung. Outlets und Großhändler können ihre Lagerbestände auf Smatch mit hohen Rabatten anbieten, statt für die Entsorgung zu zahlen, Kaufinteressenten können auf diese Restposten bieten und das höchste Gebot erhält den Zuschlag. Der Clou: Alles läuft anonym ab, denn in der Modebranche sind hohe Lagerbestände schlecht fürs Image. Smatch kümmert sich laut Businessinsider.de auch um die Echtheit der Ware, wickelt den Kaufprozess ab und organisiert auf Wunsch auch die Logistik.

Neue App „Aldi Sports“ integriert McFit
Aldi Süd hat sich mit der Fitnessstudio-Kette McFit zusammengetan, um seine Marke Aldi Sports über eine neue App bekannter zu machen, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Die gleichnamige App bietet Workouts, Videos und mehr als 200 gesunde Rezepte sowie Zugang zu mehr als 200 McFit-Filialen mit vergünstigten Abonnements für ein, drei, sechs und zwölf Monate. Natürlich ist auch ein Link zum Aldi Online-Shop integriert, um sich mit Sportlernahrung und Sportartikeln auszustatten.


HANDEL INTERNATIONAL

Etsy entlässt 225 Mitarbeiter
Der New Yorker Handmade-Marktplatz Etsy entlässt laut Heise.de elf Prozent seiner Mitarbeiter, was 225 Stellen betrifft, darunter auch im Management. Etsy hat 8,8 Mio. aktive Verkäufer und 97,3 Mio. aktive Käufer, ist aber nach einem Boom während der Pandemie nicht mehr stark gewachsen, vielmehr sinkt die Zahl der Verkäufe langsam. Für das vierte Quartal prognostiziert das Unternehmen trotz Inflation einen Rückgang des Bruttowarenumsatzes um ein bis zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen

Commercehub heißt jetzt Rithum
Das Ergebnis der Fusion von Commercehub, Channeladvisor, Dsco und Cadeera ist ein neues E-Commerce-Unternehmen mit dem Namen Rithum. Neben einer reinen Plattform bietet Rithum auch Zugang zu einem Netzwerk von 40.000 Marken, Einzelhändlern und Lieferanten sowie die Verwaltung von Produktlisten, Marketing, Verkauf und Lieferung. Es verarbeitet jährlich einen Bruttowarenwert von 50 Mrd. Dollar und ein Marketingbudget von 500 Mio. Dollar. Mit Cadeera hat das Unternehmen auch eine multimodale KI-Plattform erworben, deren Tools in den gesamten E-Commerce-Lebenszyklus integriert werden sollen.

Amazon streicht Hermes Paketshops aus den Optionen
Bis mindestens Anfang nächsten Jahres haben Amazon-Kunden keine Möglichkeit mehr, sich ihre Pakete in einen Hermes-Paketshop liefern zu lassen. Die Streichung erfolgt auf Wunsch des Kurierdienstes, der sich derzeit mit dem hohen Aufkommen an Amazon-Sendungen überfordert sieht. Im Amazon-Forum wurde laut Techbook.de im Vorfeld beobachtet, dass sich die Lieferzeiten vervielfachen, wenn man bei Amazon einen Hermes-Shop als Lieferort angibt. Die Lieferung an Paketshops und Packstationen von DHL und DPD, an Amazon-Locker oder Filialen ist von der Änderung nicht betroffen.

Qogita erhält 80 Mio. Euro in Finanzierungsrunde
Die Großhandelsbeschaffungsplattform Qogita hat in einer Serie-B-Finanzierungsrunde weitere 80 Millionen Euro eingeworben und damit das eingesammelte Kapital auf 119 Millionen Euro erhöht. Qogita bietet laut Tech.eu kleinen und mittelständischen Online-Händlern einen vereinfachten Zugang zum Großhandel mit Fokus auf die Segmente Gesundheit und Beauty. Die Oberfläche ist intuitiv bedienbar wie ein normaler Online-Shop, die Arbeit der Algorithmen beginnt erst, wenn der Warenkorb voll ist. Dann findet die Software den optimalen Verkäufermix in Bezug auf Kostenersparnis, Qualität und Liefergeschwindigkeit – manuell eine fast unlösbare Aufgabe, da sich Preise, Mengen und andere Parameter im Großhandel rasend schnell ändern können.

Inditex meldet elf Prozent Wachstum
Der spanische Textilkonzern Inditex meldet für die ersten Quartale des Jahres ein Umsatzwachstum von elf Prozent auf 25,6 Mrd. Euro, der Gewinn stieg auf 3,1 Mrd. Euro. Wie Konsider.ch erklärt, gehören zum Konzern neben den Marken Massimo Dutti, Pull & Bear und Bershka auch die Fast-Fashion-Kette Zara, die allein im DACH-Raum 113 Filialen betreibt und in direkter Konkurrenz zu den boomenden Online-Shops von Shein und Temu steht. Zara hatte, nachdem es durch die Pandemie in die roten Zahlen gerutscht war, hunderte Filialen geschlossen, gleichzeitig aber die Flächen vergrößert und das Onlinegeschäft ausgebaut.

Temu verklagt Shein wieder
Nachdem sich die beiden chinesischen Plattformen Temu und Shein im Oktober scheinbar darauf geeinigt hatten, das Kriegsbeil zu begraben und alle gegenseitigen Klagen einzustellen, liegt laut Fashionunited.com nun eine neue Klageschrift vor. Ein Temu-Sprecher sagte gegenüber Bloomberg: „Wir haben Shein verklagt, weil ihre Aktivitäten in letzter Zeit eskaliert sind. Sie haben Händler gewaltsam gezwungen, ihnen ihre Telefone zu geben, Konten und Passwörter entwendet, unsere Geschäftsgeheimnisse gestohlen und Händler gezwungen, unsere Plattform zu verlassen“. Dies entspricht in etwa den Vorwürfen, die Temu schon im Juli dieses Jahres erhoben hatte.


So beflügelt der automatisierte Ratenkauf den E-Commerce
"Buy Now, Pay Later" gilt als Bezahloption der Zukunft. Zwar hat das EU-Parlament jüngst die Verschärfung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie beschlossen. Doch insbesondere im Onlinehandel wäre ein Verzicht auf BNPL kaum sinnvoll. Der-Handel-Autor Jürgen Baltes erklärt, warum gerade der digitale Ratenkauf boomt.

Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen

KI ist für 81 Prozent eine Hilfe beim Shoppen
81 Prozent der deutschen Verbraucher finden KI beim Einkaufen hilfreich, nur 14 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Wie eine Studie von Criteo weiter ergab, soll die künstliche Intelligenz für 35 Prozent Preise vergleichen, für 32 Prozent Inspirationen für mögliche Geschenke liefern und für 31 Prozent nach vertiefenden Produktinformationen graben, um eine besser begründete Kaufentscheidung treffen zu können. Befragt wurden im dritten Quartal 1.208 Verbraucher in Deutschland.

E/D/E präsentiert E-Commerce-System „Shopcloud360“
Auf Basis der E-Commerce-Lösungen von Intershop hat das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler „Shopcloud360“ entwickelt, um den mittelständischen Produktionsverbindungshandel zukunftsfähiger zu machen. Wie Baumarktmanager.de berichtet, bietet das System auch den Vertragslieferanten der Einkaufsgemeinschaft die Möglichkeit einer höheren digitalen Vertriebsreichweite und eines professionellen Markenauftritts in den Händlershops. Ein Test der ersten Händlershops mit ausgewählten Endkunden im September wurde bereits erfolgreich abgeschlossen, die allgemeine Verfügbarkeit startet Anfang des Jahres.


NACHHALTIGKEIT

Woola sichert sich 2,5 Mio. Euro Finanzierung
Woola, ein estnisches Start-up-Unternehmen für nachhaltige Verpackungen, hat in einer Finanzierungsrunde 2,5 Mio. Euro erhalten, berichtet Tech.eu. Das Unternehmen stellt Schutzverpackungen aus Wolle her, die Plastikmüll ersetzen sollen. Jährlich werden 141 Mio. Tonnen Kunststoffverpackungen produziert, von denen nur 14 Prozent in Recyclingketten gelangen und ein noch geringerer Teil tatsächlich wiederverwertet wird. Gleichzeitig werden in Europa jährlich 200.000 Tonnen Schafwolle verbrannt oder vergraben – rund 90 Prozent der jährlichen Schurmenge – weil sie für die Weiterverarbeitung zu grob ist. Deshalb konzentriert sich Woola seit 2020 darauf, speziell Luftpolsterfolie durch Wolle zu ersetzen. Mit dem erhaltenen Kapital will das Unternehmen sein Produktangebot für Luxusartikel und E-Commerce erweitern.

Nshift präsentiert „Emissions Tracker“
Das Londoner E-Commerce-Unternehmen Nshift, das auf Software für das Management von Paketzustellungen spezialisiert ist, hat ein neues Tool namens „Emissions Tracker“ vorgestellt, das die CO2-Emissionen für jede Sendung berechnet und Online-Händlern dabei hilft, die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu erfüllen, die Mitte 2024 in Kraft tritt. Darüber hinaus können Shops mit den zertifizierten Zahlen ihre Nachhaltigkeitsbemühungen gegenüber ihren Käufern belegen. Der Emissions Tracker entspricht international anerkannten Standards wie ISO 14083 und dem Global Logistics Emissions Council Framework.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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