Geschäftsklima, Online-Apotheken, Mobile.de, Ikea, Farfetch, Einzelhandel Schweiz, Amazon, Bring, Meta, Colossyan, Rabot Charge

Geschäftsklima, Online-Apotheken, Mobile.de, Ikea, Farfetch, Einzelhandel Schweiz, Amazon, Bring, Meta, Colossyan, Rabot Charge

Aktuelle E-Commerce-News: Geschäftsklima, Online-Apotheken, Mobile.de, Ikea, Farfetch, Einzelhandel Schweiz, Amazon, Bring und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Geschäftsklima im Januar verschlechtert
Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich laut Ifo-Institut im Januar verschlechtert. 54,4 Prozent der Einzelhändler klagen über eine schleppende Nachfrage, 32,7 Prozent finden nicht die benötigten Fachkräfte und 20,5 Prozent leiden unter Lieferengpässen. Besonders betroffen ist der Handel mit Möbeln, Lebensmitteln, Unterhaltungselektronik, Bekleidung und Fahrrädern. Etwas optimistischer sind die Händler von Computern, Software und Zubehör und Spielwaren sowie Drogerie- und Baumärkte.

Online-Apotheken in den Startlöchern für das E-Rezept
Seit Einführung des E-Rezepts am 1. Januar wurden laut Deutsche-Apotheker-Zeitung.de bereits 36 Millionen Verschreibungen ausgestellt. Sie können derzeit über die Gesundheitskarte, per Ausdruck oder über die E-Rezept-App der Telematikgesellschaft Gematik eingelöst werden. Große Online-Apotheken wie Redcare Pharmacy, Shop Apotheke oder Docmorris entwickeln jedoch eigene Lösungen. So ist die App-Lösung mit Card-Link-Verfahren von Docmorris bereits getestet und wartet nur noch auf die Zertifizierung, die für Februar oder März erwartet wird. Kunden können dann ihr Rezept noch in der Arztpraxis einlösen und Medikamente bestellen, in vielen Regionen mit der Möglichkeit einer Lieferung am gleichen Tag.

Mobile.de startet Werbekampagne
Mobile.de startet heute eine mehrmonatige Werbekampagne mit fünf 25-sekündigen TV-Spots und mehreren Online-Videos, um auf seine Angebote aufmerksam zu machen. Dabei geht es laut Pressemitteilung nicht nur um den Autokauf, sondern darum auf die Möglichkeiten des Online-Autokaufs allgemein hinzuweisen und darüber zu informieren, dass dieser auch Finanzierungs- und Leasingangebote umfasst.


HANDEL INTERNATIONAL

2024: 32.000 Big-Tech-Entlassungen
Nach Informationen des Start-ups Layoffs.fyi wurden in den USA in diesem Jahr bereits über 32.000 Menschen von Technologieunternehmen entlassen. Google, Amazon, Meta und Microsoft führen die Liste an, wenn es um die Anzahl der Kündigungen geht, und Snap, die Macher von Snapchat, die 10 Prozent ihrer Belegschaft entlassen haben, wenn es um die Aktualität geht. Ob es sich dabei um den Abbau von Überkapazitäten aus der Zeit der Pandemie handelt oder ob die Unternehmen einfach ihren Fokus auf die KI-Forschung verlagern, geht aus der Tabelle nicht hervor. Offene Stellen sind nicht berücksichtigt.

Ikea stellt KI-Planungstool vor
Ikea hat in den USA ein neues KI-Planungstool vorgestellt, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Es kann im neuen GPT-Store von OpenAI kostenlos heruntergeladen werden und auf Fragen wie: „Kannst du mir zeigen, wie meine Küche mit diesen Schränken aussehen würde“, auf die aktuellen Wohnmaße zugeschnittene Bilder wie aus dem Katalog generieren, Artikel auf Wunsch in den Warenkorb des Ikea-Onlineshops legen und einen Link dorthin anzeigen. Das Einkaufstool soll noch in diesem Jahr auch in anderen Ländern zur Verfügung stehen.

Streit um Farfetch-Übernahme nicht beendet
Auch nach der abgeschlossenen Übernahme der Luxusmode-Plattform Farfetch durch Coupang geht der Streit mit einer Gruppe von Gläubigern in die nächste Runde, berichtet Textilwirtschaft.de. Dieser „Wilmington Trust“ hält mehr als die Hälfte der 2027 fälligen Schuldscheine von Farfetch und ist der Meinung, dass das Unternehmen, das noch im August verkündet hatte, das Jahr mit 800 Mio. Dollar Cash abzuschließen, zu billig verkauft worden sei. Aus diesem Grund hat die Gruppe bei einem Gericht auf den Cayman Islands beantragt, dass Farfetch unverzüglich von einem unabhängigen Konkursverwalter abgewickelt werden muss.

Schweizer Einzelhandel 2023 mit einem Plus von 0,9 Prozent
Der Schweizer Einzelhandel hat das vergangene Jahr laut GfK-Monitor mit einem Plus von 0,9 Prozent abgeschlossen. Einem Wachstum von 3,3 Prozent im Food-Bereich stand ein Minus von 2,5 Prozent im Non-Food-Bereich gegenüber. Der Rückgang betraf dort fast alle Kategorien von Mode über Haushalt & Wohnen, Heimelektronik, Do-it-yourself bis hin zu Sport. Einzig auf Reisen verzichteten die Schweizer nicht, hier gab es eine Steigerung, die allerdings nicht so deutlich ausfiel wie beim Online-Shopping, das mit einem Plus von 3,5 Prozent aufwarten konnte. Für dieses Jahr rechnet die GfK für die Schweiz mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent.

Britische Regierung fordert Amazon auf, Zahlungsblockade zu beenden
Nachdem bei der Kommissarin für Kleinunternehmen, Liz Barclay, bereits 400 Beschwerden eingegangen sind, hat laut Ecommercenews.eu der Minister für Unternehmen, Kevin Hollinrake, einen Brief an Amazon geschrieben, in dem er das Unternehmen auffordert, die derzeitige Zahlungsblockade aufzuheben. Wie Morning Briefing berichtete, wurden die Einnahmen zahlreicher Verkäufer nicht ausgezahlt, weil sie sich angeblich nicht als in Großbritannien ansässig legitimiert hatten. Amazon bietet hierfür jedoch kein einheitliches Verfahren an und verlangte in einigen Fällen EU-Dokumente, die es seit dem Brexit nicht mehr gibt.

Bring-App jetzt auch in Österreich
Die Schweizer Bring-Labs haben ihre beliebte Einkaufslisten-App Bring nun auch offiziell in Österreich gestarten, wo sie schon von 470.000 Verbrauchern benutzt wurde, meldet Werbewoche.ch. Damit sind jetzt auch Werbekampagnen für den gesamten DACH-Raum möglich. Außerdem soll das Angebot sich in Zukunft nicht nur auf den Food-Bereich beschränken, sondern steht auch Marken aus Bereichen wie Unterhaltungselektronik, Haus und Garten, Mode, Spielzeug oder Gesundheit offen.


Meta kennzeichnet zukünftig KI-erzeugte Bilder und Videos
Meta hat angekündigt, künftig alle Bilder und Videos, die von künstlicher Intelligenz erzeugt werden, eindeutig zu kennzeichnen, berichtet Theguardian.com. Darstellungen, die mit Metas eigener bilderzeugender KI erstellt wurden, tragen bereits einen Eintrag in den Metadaten und unsichtbare Wasserzeichen. Es wird an Verfahren gearbeitet, um auch andere Quellen, die bereits ähnliche Techniken verwenden, deutlicher zu markieren. In diesem Jahr wird außerdem eine Technologie getestet, mit der auch Inhalte gekennzeichnet werden können, die zwar von einer KI erstellt wurden, dies aber verbergen wollen.

Colossyan sammelt 22 Mio. Dollar ein
Das Londoner KI-Start-up Colossyan hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde 22 Mio. Dollar Kapital gesichert, um die Produktentwicklung voranzutreiben. Wie Tech.eu berichtet, hat das Unternehmen ein Tool entwickelt, mit dem Videos durch einfache Texteingabe erstellt werden können. Ursprünglich für die Bereiche Nachrichten und Medien, Finanzen und Bankwesen oder E-Commerce gedacht, hat sich der Bereich Unternehmensschulungen als lukrative Nische erwiesen. Durch die Eingabe eines Drehbuchs und die Definition von Avataren als Protagonisten können die Kosten und die Produktionszeit für Videos mit diesem Tool in der Regel um 70 bis 80 Prozent gesenkt werden, so Colossyan.

Roboter und Bakterien drucken Kleidung aus
Ein Forschungsteam aus Linz arbeitet an neuen, nachhaltigeren Methoden, um Kleidung herzustellen oder zu reparieren, berichtet Ingenieur.de. Entstanden ist zum Beispiel das Electro-Spinning-Verfahren für Textilreparaturen, bei dem ein Roboterarm in einem Hochspannungsfeld ein Polymer auf die gerissenen Stellen sprüht, das Nanofasern bildet und sich mit dem Textil verbindet. Die Reparaturkosten sollen so auf zwei Euro sinken. Ein weiteres, bereits zum Patent angemeldetes Verfahren ermöglicht es, Hosen oder Schuhe sozusagen auszudrucken. Dabei wachsen Bakterienkulturen dreidimensional im Raum, indem sie einer Nährlösung folgen, die ein Roboterarm in der gewünschten Form verteilt.


NACHHALTIGKEIT

Rabot Charge erhält weitere 17,5 Mio. Euro
Das Hamburger Strom-Start-up Rabot Charge hat laut Businessinsider.de in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 17,5 Mio. Euro eingesammelt, um den eigenen KI-basierten Algorithmus weiterzuentwickeln. Rabot Charge bietet den Kauf von dynamischen Ökostromtarifen an und bildet mit seiner App eine Schnittstelle zwischen dem Strommarkt und den Nutzern. Insbesondere Solarstrom unterliegt Preisschwankungen – wenn die Sonne scheint, sinkt der Preis – und so können die Kunden des Unternehmens beispielsweise ihr Elektroauto dann aufladen, wenn der Verbrauch am günstigsten ist.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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