3D-Illustration zu Google Shopping, Handel, Retouren, Überschuldung und Vinted im E-Commerce
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Google + Idealo, JD.com + Ceconomy, Mannol, Überschuldung, Vinted, Alibaba, Google Shopping, KI-Spielzeug, Amazon Leo

Aktuelle E-Commerce-News: Google + Idealo, JD.com + Ceconomy, Mannol, Überschuldung, Vinted, Alibaba, Google Shopping und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Kundenzufriedenheit steigern durch digitales Filialmanagement per App
Administrative Aufgaben, aufwendige Warenprozesse oder manuelle Bestandssuchen kosten Store-Mitarbeitende wertvolle Zeit, die für Kundenberatung fehlt. Abhilfe schafft die Mobile Store Management App, die sämtliche Filialprozesse digitalisiert und relevante Daten auf der Fläche bereitstellt. Wie das funktioniert, zeigt das REMIRA-Webinar am 24.11. um 10 Uhr. Jetzt kostenfrei anmelden


HANDEL NATIONAL

Google muss 572 Mio. Euro an Vergleichsportale zahlen
Das Landgericht Berlin verurteilt Google zu 465 Mio. Euro Schadensersatz an Idealo und 107 Mio. Euro an Testberichte.de, berichtet Zeit.de. Der Suchmaschinenkonzern habe zwischen 2008 und 2023 seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und eigene Shopping-Angebote systematisch bevorzugt. Idealo, mehrheitlich im Besitz von Axel Springer, hatte ursprünglich 3,5 Mrd. Euro verlangt und kündigt weitere juristische Schritte an – auch für die Jahre 2024 und 2025 seien Klagen denkbar. Die noch nicht rechtskräftigen Urteile stützen sich auf eine EU-Kartellstrafe aus dem Jahr 2017.

Ihr Leitfaden für Amazon Ads während der Haupt-Shopping-Saison
Die Feiertags-Shopping-Saison rückt näher und Amazon Ads bietet Lösungen an, die dazu beitragen können, dass deutsche Unternehmen aller Größen zu diesen Haupt-Shopping-Zeiten Kunden erreichen. Shopping-Events in der Feiertagssaison wie Black Friday und Cyber Monday eröffnen Werbetreibenden wertvolle Chancen, Kunden zu erreichen, die aktiv einkaufen und bereit sind, neue Marken zu entdecken. Mehr

JD.com sichert sich über 70 Prozent an Mediamarkt-Saturn
Der chinesische E-Commerce-Konzern JD.com kontrolliert inzwischen 70,9 Prozent an der Mediamarkt-Saturn-Mutter Ceconomy, berichtet Manager-Magazin.de. Darin enthalten seien 25,4 Prozent der Gründerfamilie Kellerhals, die künftig mit den Chinesen stimme. Bis Ende November laufe noch eine zweite Annahmefrist. Während das Bundeskartellamt bereits zugestimmt habe, fehlten noch Genehmigungen des Bundeswirtschaftsministeriums und weiterer EU-Staaten. Zudem prüfe die EU-Kommission mögliche Wettbewerbsverzerrungen durch chinesische Subventionen.

Mannol startet B2B-Webshop
Der Schmierstoffhersteller Mannol hat einen B2B-Webshop eröffnet, über den Werkstätten und Fachhändler ab sofort direkt beim Hersteller bestellen können. Das Sortiment umfasse mehr als 500 Produkte, vom 100-ml-Fläschchen bis zum 1.000-Liter-Container, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Bei Bestellungen bis 14 Uhr erfolge die Auslieferung noch am selben Werktag. Die Plattform biete Merklisten für häufig benötigte Artikel, Bestellhistorien und verschiedene Zahlungsmethoden von Vorkasse bis Apple Pay.

Ghosting nervt 69 Prozent beim Privathandel
Ghosting ist das größte Ärgernis beim Privathandel auf Online-Portalen, zeigt eine Umfrage von Kleinanzeigen.de. 69 Prozent der Befragten bewerteten unvermittelte Funkstille als absolutes No-Go, gefolgt von ungefragtem Feilschen trotz eines Festpreises (50 Prozent) und kurzfristige Absagen, weil andere schneller zahlen (34 Prozent). Sympathie zahle sich aus: Jeder Dritte gebe beim Preis nach, wenn das Gegenüber freundlich wirke. Besonders preisflexibel zeigten sich Verkäufer bei länger eingestellten Artikeln (53 Prozent). Versandstatus-Updates schätzten 77 Prozent, kleine Beigaben wie Schokolade oder Sticker 55 Prozent der Befragten.

Überschuldung in Deutschland nimmt wieder zu
Die Zahl überschuldeter Erwachsener in Deutschland ist erstmals seit 2018 wieder gestiegen, berichtet Manager-Magazin.de unter Berufung auf den Creditreform-Schuldneratlas. Aktuell könnten 5,67 Mio. Menschen ihre finanziellen Verpflichtungen dauerhaft nicht erfüllen – 111.000 mehr als im Vorjahr. Die Überschuldungsquote sei somit auf 8,16 Prozent geklettert. Besonders betroffen seien junge Erwachsene unter 30 und Ältere über 60, aber auch mittlere Einkommen. Pandemie, Energiepreise und Inflation hätten die Reserven vieler Verbraucher aufgezehrt, erklärte Creditreform-Wirtschaftsforscher Patrik-Ludwig Hantzsch.


BLACK FRIDAY

Black Friday bescherte 170 Prozent mehr Transaktionen
Das Transaktionsvolumen am Black Friday 2024 lag in Deutschland 2,7-mal höher als an regulären Freitagen, wie die Zahlungsplattform Adyen mitteilt. Der durchschnittliche Warenkorbwert sei um 15 Prozent gestiegen, die meisten Käufe seien um 16 Uhr erfolgt. Die Rückerstattungsquote bei Online-Einkäufen habe 13 Prozent über dem Jahresdurchschnitt gelegen. Mit diesen Zahlen läge Deutschland weltweit auf Platz neun.


HANDEL INTERNATIONAL

Vinted steuert auf Acht-Mrd.-Bewertung zu
Vinted verhandelt über einen Anteilsverkauf, der die litauische Second-Hand-Plattform mit acht Mrd. Euro bewerten könnte, berichtet Invezz.com unter Berufung auf informierte Kreise. Der Umsatz sei 2025 um 40 Prozent auf über eine Milliarde Euro gestiegen, der Nettogewinn habe sich auf 76,7 Mio. Euro vervierfacht. Das Warenvolumen übersteige zehn Mrd. Euro. Neben Mode verkauften Nutzer inzwischen Elektronik, Bücher und Videospiele in 22 europäischen Ländern. CEO Thomas Plantenga teste bereits US-Handelsrouten zwischen London und New York – der amerikanische Markt sei noch „unreif“.

Schweizer Online-Handel wächst um neun Prozent
Der Schweizer Online-Handel legte in den ersten neun Monaten um neun Prozent zu, schreibt Carpathia.ch unter Berufung auf Nielsen-Daten. Der Distanzhandelsmonitor weise allerdings nur 5,2 Prozent aus, da der Teilmarkt Fashion ein Minus von 7,4 Prozent verzeichne. Zalando, About You, Temu und Shein seien in diesen Zahlen nicht enthalten, hätten aber zugelegt. Tatsächlich wachse Fashion-Online – profitieren würden jedoch internationale Plattformen statt Schweizer Händler.

Alibaba bringt KI-Agenten in den B2B-Handel
Alibaba.com stellt ab Dezember einen „AI Mode“ zur Verfügung, der agentische KI direkt in die B2B-Plattform integriert, berichtet Retail-News.de. Die Funktion interpretiere natürliche Sprache, analysiere technische Spezifikationen und vergleiche automatisch Preise, Zertifikate, Logistik und Kapazitäten verschiedener Lieferanten – alles in Sekunden. Basis sei die multimodale Suchmaschine Accio, die auch Skizzen oder technische Zeichnungen verstehe und bislang „versteckte“ Nischenanbieter sichtbar mache. Außerdem seien Bestellungen europäischer Firmen auf Alibaba.com im Vorjahresvergleich um 57 Prozent gestiegen, die Zahl aktiver Lieferanten um 50 Prozent.

Washington: Alibaba unterstützt chinesische Cyberattacken
Die US-Regierung wirft Alibaba vor, chinesische Cyberattacken zu unterstützen, berichtet die Financial Times, laut Deutschlandfunk.de. Das Unternehmen liefere demnach Kundendaten wie IP-Adressen, WLAN-Informationen und Zahlungsdetails an das chinesische Militär und Behörden. Weitere Details seien nicht benannt worden. Alibaba bezeichnet die Anschuldigungen als „böswillige PR-Kampagne“ gegen das jüngste Handelsabkommen zwischen Washington und Peking.


Nur jeder Dritte glaubt an pünktliche Lieferung zu Weihnachten
Nur 34 Prozent der Online-Käufer glauben daran, dass ihre Weihnachtsgeschenke pünktlich ankommen, zitiert Retail-News.de eine internationale Umfrage von Blue Yonder. Besonders gering sei das Vertrauen in Großbritannien (26 Prozent), Frankreich (30 Prozent) und Deutschland (31 Prozent). Diese Skepsis führe dazu, dass 78 Prozent ihre Geschenke bereits drei bis vier Wochen vor dem Fest bestellen würden, die Hälfte der Boomer sogar noch früher. Zugleich lehnen 40 bis 43 Prozent Express-Aufpreise ab und bevorzugten stattdessen kostenlose Alternativen wie Abholung im Geschäft oder Packstationen.

Google Shopping durchforstet die Urlaubsfotos
Google baut seine Shopping-Funktionen zu einem digitalen Anprobe-Ökosystem aus, berichtet Googlewatchblog.de. Nutzer könnten Mode virtuell tragen, indem sie Ganzkörperfotos zur Verfügung stellten – diese Try-it-on-Funktion sei für das gesamte Sortiment verfügbar. Die neue App „Doppl“ gehe noch weiter und passe Kleidung realistisch an Körperformen an, inklusive Faltenwurf. Google-Fotos wiederum sortiere künftig Bilder nach Kleidung und schlage passende Kaufoptionen vor. Wer also im Sommerurlaub ein schickes Outfit fotografiert habe, bekäme auf Wunsch die richtigen Shopping-Angebote serviert.

Chatbots im Kinderzimmer: Wenn Spielzeug zu viel verrät
US-Verbraucherschützer warnen in ihrem „Trouble in Toyland“-Report vor KI-Spielzeug mit integrierten Sprachmodellen wie ChatGPT, berichtet T3N.de. Die Organisation „US PIRG Education Fund“ habe bei Tests festgestellt, dass Puppen und Roboter trotz Altersrichtlinien sexuell explizite Themen diskutierten, Kinder zum Weiterspielen drängten oder verrieten, wo diese Messer oder Streichhölzer fänden. Zusätzlich bestehe ein Datenschutzrisiko: Manche Geräte hörten dauerhaft zu, die aufgezeichneten Kinderstimmen könnten für Betrugs- oder Erpressungszwecke geklont werden.

Project Kuiper wird zu Leo: Amazons Weltraum-Internet
Amazon hat sein Satelliten-Internet-Projekt offiziell in „Amazon Leo“ umbenannt, berichtet Wionews.com. Der Name spiele auf den niedrigen Erdorbit an, in dem aktuell 153 Amazon-Satelliten operieren würden. Das Unternehmen wolle mit Tausenden weiteren Satelliten Highspeed-Internet in abgelegene Regionen bringen und damit direkt mit Elon Musks Starlink konkurrieren. Die Produktionsstätte in Kirkland sei in der Lage, bis zu fünf Satelliten täglich zu bauen. Als Startpartner dienten Blue Origin, SpaceX und die United Launch Alliance.
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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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