Google macht Produktsuche hübscher, HelloFresh, Amazon, Asos

Google macht Produktsuche hübscher, HelloFresh, Amazon, Asos

Im Handelsblatt liest man gerade vom anhaltenden Berater-Boom. Der Zwang zum Wandel ist ein Grund. Hilfe ist da gefragt. Warum aber fragt man nicht die jungen Mitarbeiter, die digital unterwegs sind und TikTok von Tic Tac unterscheiden können? Berater bieten (manchmal auch guten) teuren Rat. Der muss dann ja, so die Logik, was wert sein? Und die Mitarbeiter: Die werden wohl zumeist anders wertgeschätzt.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL


HelloFresh ganz heiß
Kochboxen-Anbieter HelloFresh schickt sich an, auch in diesem Jahr wieder mit extremen Wachstum an der Börse zu punkten. Mit den aktuellen Bilanzzahlen hebt die Aktie jedenfalls wieder ab. Die Zahlen sind auch beeindruckend: Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen um 36% auf 1,8 Milliarden Euro. Besser als erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) liegt mit 45 bis 48 Millionen Euro ebenfalls über den Prognosen. Die entsprechende Marge läge damit zwischen 2,5 und 2,7%. Und: Es gibt keinen Platz auf der Welt, wo es für HelloFresh nicht gut läuft. Bequemlichkeit ist eben ein globales Phänomen.

INTERNATIONAL

Google macht Produktsuche hübscher
Ist das schon eine Revolution oder ist es nur einer von zahlreichen Versuchen von Google, ein brauchbares Shopping-Produkt zu bauen? Jedenfalls bringt Google die Produkte unterschiedlicher Shops zum gefälligen durchscrollen und vergleichen in der mobilen Suche zusammen. Google identifiziert dabei beliebte Produkte aus den Shops und führt sie in dem neuen Feature zusammen. Nutzer können die Produkte nach Faktoren wie Stil und Größe filtern oder sich mehrere Bilder eines Produkts ansehen.

Den Händler kostet das nix - außer vermutlich gute Produktdatenqualität, um in dem aufgehübschten Index gut zu ranken. Damit ist die Antwort klar: Für Google ist das organische Produktlisting ein Revolutiönchen, für den Nutzer eine übersichtlichere Shopping-Suche. Und damit vor allem ein Versuch, den Abstand zu Amazon als Produktsuchmaschine Nummer 1 nicht noch größer werden zu lassen. Zum Trost: Was Google ja wirklich perfekt beherrscht, sind die animierten Erklärbär-Grafiken zu neuen Feature.

Amazon bereitet in Niederlande Voll-Sortiment vor
Amazon, in den Niederlanden bislang nur mit einem Teil-Angebot (E-Books und Kindle) vertreten, will alsbald auf seiner Webseite das volle Marktplatz-Sortiment anbieten. Der lang erwartete Markteinstieg steht kurz bevor. Händler können sich nämlich jetzt für Amazon.nl registrieren. Um Platzhirsch bol.com mit rund 10 Millionen Kunden gefährden zu können, wird Amazon aber wohl einen langen Atem brauchen.

Neuer Pop-up-Store von Amazon
Rätselraten um einen neuen Pop-up-Store, den Amazon in Kürze in Seattle eröffnen wird. Welches Konzept hinter den verklebten Schaufensterscheiben, die “Amazon Pop Up” ankündigen, zu erwarten sein wird: unklar. Bisherige Pop-up-Stores lassen zumindest einen Laden mit einem Themenschwerpunkt erwarten, liest man bei Geekwire.

Asos zeigt Mode mit 16 Models
Bei Asos können Nutzer nun nach eigenen Angaben 800 Kleidungsstücke an den unterschiedlichen Körpern von 16 verschiedenen Modells begutachten. Das Tool "See my Fit" dazu kommt vom israelischen Start-up Zeekit. Das soll bei der Auswahl helfen und so die Retouren verringern. Gute Idee, wäre da nicht die eher lausige und oft schmeichlerische Selbstwahrnehmung der Kunden. Hier kann man das Tool beispielsweise ausprobieren. Gehypt wird das übrigens von Asos als Augmented Reality-Tool. Dabei ist da sogar mein alter Viewmaster noch mehr AR und geboten werden derzeit nur 47 Kleidchen für Frauen. (Multipliziert mit 16 Models sind das dann knapp 800 Stücke). Merke: was Asos kann, ist Augmented-PR, die dann auch noch überall so nachgebetet wird.



Google ist eine Billion Dollar wert
Nach Apple, Amazon und Microsoft erreicht nun auch die Google-Mutter Alphabet dank des Börsen-Höhenflugs erstmal eine Marktbewertung von einer Billion Dollar: 1.000.000.000.000.
Favorit der Leser
Erfolg bei Social Media kommt selten über Nacht. Und wer sich einmal bei Instagram, Facebook und Co etabliert hat, der hat auch den Dreh raus, wie er sich an der Spitze halten kann. Das zeigt unser Ranking der besten E-Commerce-Händler und besten Fashion-Marken in den sozialen Netzwerken.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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