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Aktuelle E-Commerce-News: Haushaltsfee, Douglas, Midmodern, Konjunkturumfrage, Konsumklima, Alibaba, Zulily, Kaspien und weitere Themen im Überblick.
David WöllensteinRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
HANDEL NATIONAL
Start-up Haushaltsfee: Vom Blog zum Marktplatz
Als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Putzen und Haushaltsplanung, Ausmisten und Ordnunghalten ist haushaltsfee.de gestartet, jetzt hat Claudia Windfelder ihr Portal zu einem Marktplatz ausgebaut. Mehr als 60.000 Haushaltsprodukte aus hunderten Shops sind auf der Affiliate-Plattform bereits zu finden – künftig sollen Händler ihre Produkte auch direkt auf dem Marktplatz anbieten. Etailment stellt Haushaltsfee vor.
Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023
Douglas setzt 4,1 Mrd. Euro um
Die Parfümeriekette Douglas hat in ihrem Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro erzielt, was einem Plus von 12,1 Prozent entspricht. Der bereinigte Konzernumsatz stieg um 9 Prozent auf 883 Mio. Euro und das Unternehmen erzielte einen Jahresüberschuss von 16,7 Mio. Euro. Sowohl das Filial- als auch das Onlinegeschäft trugen zweistellig zum Wachstum bei, so Wallstreet-Online.de. Gute Vorzeichen für den von Douglas-Eigentümer CVC geplanten Wiedereinstieg an der Börse im nächsten Jahr.
Midmodern verklagt Cassina offenbar auf Schadenersatz
Die Starnberger Online-Möbelplattform Midmodern verklagt laut einer Pressemitteilung die italienische Möbeldesignmarke Cassina vor dem Landgericht II in München auf Schadensersatz. Cassina habe zum Weihnachtsgeschäft 2022 Angebote im Shop von Midmodern mit unzutreffenden Behauptungen löschen lassen, worauf der Onlinehändler mit einer Abmahnung und einer einstweiligen Verfügung reagiert habe, der sich Cassina mit einer strafbewehrten Unterlassungsklage unterworfen habe . Midmodern kauft nach eigenen Angaben Designermöbel auf dem europäischen Brokermarkt oder bei autorisierten Händlern ein und bietet diese häufig unter den Preisempfehlungen der Hersteller an.
Preiserhöhungen in den kommenden Monaten zu erwarten
Der Anteil der Unternehmen, die ihre Preise in nächster Zeit erhöhen wollen, ist wieder gestiegen. Der entsprechende Wert der Ifo-Konjunkturumfrage stieg von 18,1 Punkten im November auf 19,7 Punkte im Dezember. Betroffen sind alle Branchen, besonders stark ist der Anstieg aber im Gastgewerbe von 45,9 Punkten im November auf 87,6 Prozent im Dezember. Es ist davon auszugehen, dass die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer an die Kunden weitergegeben wird. Diese Entwicklung könnte bedeuten, dass der Inflationsrückgang der vergangenen Monate wieder ins Stocken gerät, so Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
Verbraucher im Dezember optimistischer
Nach dem GfK-Konsumklimaindex für Dezember hellt sich die Stimmung der Verbraucher leicht auf, der Wert steigt von -27,6 Punkten im November auf -25,1 Punkte. Getragen wird diese Entwicklung von den verbesserten Einkommensaussichten, deren Wert um 9,8 Punkte gestiegen ist, was vermutlich auf erwartete Lohn-, Gehalts- und Rentenerhöhungen zurückzuführen ist. Auch der Konjunkturpessimismus hat abgenommen, der entsprechende Wert steigt um 1,9 Punkte. Trotz dieser positiven Entwicklung fällt der Anstieg nur gering aus, die deutschen Verbraucher bleiben hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung im kommenden Jahr eher zurückhaltend.
HANDEL INTERNATIONAL
Alibabas CEO Eddie Wu leitet nun auch Taobao und Tmall
Die Alibaba Group hat bekannt gegeben, dass ihr CEO Eddie Wu, der auch Geschäftsführer von Alibaba Cloud ist, zusätzlich die Leitung von Taobao und Tmall übernimmt. Die beiden E-Commerce-Plattformen generieren zusammen 40 Prozent des Gesamtumsatzes der Gruppe. Trudy Daidie, die seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1999 zur Führungsriege gehört, wird abgelöst und soll nun beim Aufbau eines neuen Unternehmens helfen, das die Investmentvermögen weltweit überwachen soll.
Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen
Website von Zulily bleibt offline
Die Website des Onlineshops Zulily meldet seit Montag, dass sie wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar sei. Wie Retaildive.com berichtet, ist auch die telefonische Servicenummer nicht mehr besetzt und Nutzer beschweren sich in den sozialen Medien darüber, dass Bestellungen nicht mehr geliefert werden. Das Unternehmen, das Markenprodukte für junge Mütter und ihre Babys anbietet, musste Anfang des Monats drei seiner Büros schließen und 800 Mitarbeiter entlassen. Letzte Woche verklagte das Unternehmen Amazon mit der Begründung, der Marktplatz zwinge die Händler dazu, Preisgleichheit mit den Angeboten auf Zulily zu garantieren, Morning Briefing berichtete.
Kaspien schließt sein Geschäft
Die Kaspien Holdings hat in einem bei den zuständigen Behörden in New York eingereichten Dokument mitgeteilt, dass sie nach einer Bewertung ihrer Liquidität und Schulden einen Plan zur Einstellung ihrer Geschäftstätigkeit zum 1. Mai eingeleitet hat, berichtet Geekwire.com. Kaspien, bis 2020 unter dem Namen Etailz bekannt, entwickelte und baute das Geschäft speziell für erfolgreiche Amazon-Händler aus und war auf den entsprechenden Marktplätzen in den USA, Kanada, Europa und Indien aktiv. Auch andere Unternehmen mit einem ähnlichen Geschäftsmodell, sogenannte „Amazon Aggregatoren“, wie Benitago oder Thrasio haben mit Problemen zu kämpfen; Marketpulse.com zählt derzeit 81 solcher Unternehmen weltweit, 14 weniger als letztes Jahr.
Kartellklage gegen Amazon nicht vor Mai 2026
Die amerikanische Kartellbehörde und Amazon haben gemeinsam mitgeteilt, dass die im September von der FTC und den Generalstaatsanwälten von 17 Bundesstaaten eingereichte Kartellklage frühestens im Jahr 2026 verhandelt wird. Die Kartellbehörde teilte ihre Einschätzung mit, bereits im Mai die nötigen Vorbereitungen abgeschlossen zu haben; laut Retaildive.com sieht sich Amazon jedoch nicht in der Lage, die angeforderten Dokumente vor Dezember 2026 offen zu legen. Das Unternehmen teilte laut Mitteilungstext außerdem mit, dass das Gericht wahrscheinlich mit „erheblichen rechtlichen und sachlichen Fragen“ konfrontiert sein werde, da sich das Verfahren auch auf Konkurrenten von Amazon im Einzelhandel, konkurrierende Fulfillment-Dienstleister und Unternehmen, die ihre Produkte über den Amazon Store verkaufen, erweitern werde.
TRENDS & TECH
Bitpanda integriert Paypal
Bitpanda, eine 2014 in Wien gegründete Online-Plattform für digitale Investitionen, ermöglicht seinen Kunden in Deutschland und Österreich ab sofort die Zahlung per Paypal, wie Blockchainwelt.de berichtet. Zu den bestehenden Zahlungsoptionen gehören bereits Apple Pay, SEPA-Überweisung, Visa und Mastercard. Das Unternehmen bietet seinen vier Mio. Nutzern weltweit mehr als 2.600 Vermögenswerte an, darunter Aktien und Indizes, ETFs, Edelmetalle sowie mehr als 350 Kryptowährungen.
Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen
NACHHALTIGKEIT
Japaner erwärmen sich für Secondhand-Kleidung
Das Marktforschungsunternehmen JapanConsuming schätzt, dass Second-Hand-Kleidung nur sechs Prozent des 75 Mrd. Dollar schweren Modemarkts in Japan ausmacht – trotz eines starken Wachstums in den letzten zwei Jahren. Der Erfolg eines Pop-up-Stores von Uniqlo in Tokio scheint aber zu bestätigen, dass sich die Vorlieben der jungen Japaner ändern. Auch 2nd Street, eine japanische Second-Hand-Kette, betreibt inzwischen 800 Geschäfte im ganzen Land, und der Onlinehandel mit Mode zwischen Privatpersonen über die Plattform Mercari macht bereits ein Drittel der Transaktionen aus. „Wir haben eine Nutzerbefragung durchgeführt. Diese ergab, dass Kleidung die am häufigsten gewählte Kategorie ist“, zitiert Fashionunited.de einen Sprecher von Mercari.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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