3D-Illustration zeigt Immobilien, smarte Städte und E-Commerce-Charts im Überblick
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Immobilienscout24, Visibility Charts, B2B-Handel, smarte Städte, langsame Netze, Alibaba, SMG, Amazon, Personalwesen, KI-Hype

Aktuelle E-Commerce-News: Immobilienscout24, Visibility Charts, B2B-Handel, smarte Städte, langsame Netze, Alibaba, SMG und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Immobilienscout24: Werbung für Bonitäts-Check irreführend
Das Landgericht Berlin verbietet Immobilienscout24 die irreführende Werbung für den kostenpflichtigen Schufa-Bonitäts-Check, meldet Vzbv.de. Die Plattform habe fälschlicherweise suggeriert, Vermieter dürften bereits bei Wohnungsbesichtigungen eine Bonitätsauskunft verlangen. Tatsächlich sei dies erst kurz vor Mietvertragsabschluss rechtmäßig, urteilten die Richter nach einer Klage der Verbraucherzentrale. Zusätzlich untersage das Gericht die Datenverarbeitung durch das Selbstauskunft-Formular der Plattform, da keine wirksame Einwilligung der Nutzer eingeholt werde.

Visibility Charts E-Commerce: Die Social-Media-Pioniere im 3. Quartal
Fleischgeschmack, aber nicht von Tieren, Käsegefühl, aber nicht aus Milch – und Schokolade mit Wurmfüllung: Start-ups zeigen, wie die Ernährung von morgen aussehen kann. Die „Visibility Charts E-Commerce“ im 3. Quartal 2025, erstellt gemeinsam mit den Datenspezialisten von Warehousing1, zeigen, welche Future-Food-Anbieter am sichtbarsten sind. Der Spitzenplatz geht an die Vegane Fleischerei, die vor allem Erbsen, Weizen und Soja verarbeitet. Auf Platz 2 folgt das Start-up Veeze, das „die bessere Version von Käse“ für sich in Anspruch nimmt. Sichtbarster Anbieter von Insektennahrung ist Prime Insects. Die Liste umfasst 22 weitere Start-ups. Das kostenlose Whitepaper enthält die vollständige Liste mit allen Webadressen sowie Porträts der drei Spitzenreiter.

Die Gelben Seiten zum besten Online-Portal gewählt
Das Handelsblatt und die Rating-Agentur Servicevalue ließen auch 2025 Nutzer und Kunden über die besten Online-Portale Deutschlands abstimmen. Nach Auswertung von über 48.000 Bewertungen eroberte Gelbeseiten.de mit der Note 2,10 den Spitzenplatz vor Mobile.de (2,22) sowie Bestfewo.de und Immobilienscout24.de (jeweils 2,23). Weitere Spitzenreiter waren Sofatutor.com (2,24), Shoop.de (2,25) und Doctolib.de (2,26). Die Studie bewertete 352 Portale aus 28 Kategorien von Autoleasing bis hin zu Weiterbildung anhand einer fünfstufigen Skala.

Junge vegane Stadtfamilien shoppen Lebensmittel online
Online-Lebensmitteleinkauf entwickelt sich vom Pandemie-Notbehelf zur dauerhaften Einkaufsroutine, so das „KPMG Consumer Barometer“ des EHI-Instituts. Besonders vegane Kundschaft greife überdurchschnittlich zu: 36 Prozent würden häufig in reinen Online-Supermärkten einkaufen, 32 Prozent nutzten Quick-Commerce-Dienste intensiv. Größere Haushalte ab drei Personen bestellten deutlich häufiger als kleinere. Während 24 Prozent der 18- bis 33-Jährigen Lieferdienste verwendeten, seien es bei den 50- bis 65-Jährigen nur zwölf Prozent. Städter kauften 3,5-mal öfter online ein als Landbewohner. Zeitersparnis motiviere am stärksten, Zweifel an der Frische und fehlende Produktauswahl schreckten eher ab.

B2B-Handel: Flexible Zahlungen unverzichtbar
89 Prozent der für das B2Best-Barometer von ECC Köln und Creditreform befragten Großhändler und Hersteller halten flexible Zahlungsoptionen in ihrem Online-Angebot für unverzichtbar. Darum richteten sich bereits 86 Prozent nach den Vorlieben der Kunden und böten wahlweise Lastschrift, Kreditkarte und Vorkasse als häufigste Optionen; BNPL habe nur rund ein Drittel in der Palette. Durch die Digitalisierung nehme aber auch der Betrug zu: 59 Prozent seien bereits Opfer geworden. Besonders Fake-Identitäten (von 36 auf 46 Prozent gestiegen) und Kreditkartenmissbrauch (von 21 auf 43 Prozent) seien häufig. Trotzdem bewerteten 77 Prozent ihre wirtschaftliche Lage positiv.

München bleibt am smartesten
München verteidigt zum dritten Mal den Spitzenplatz im Smart City Index des Bitkom, der die Digitalisierung städtischer Bereiche wie Verwaltung und Mobilität bewertet. Allerdings habe Hamburg nur noch 0,6 Punkte Rückstand. Stuttgart erklimme das Siegerpodest und verdränge Köln vom dritten Rang. Hannover katapultiere sich spektakulär um 34 Positionen auf Platz sieben und markiere damit den stärksten Sprung der Index-Geschichte. Auch Düsseldorf, Leipzig und Heidelberg eroberten Top-Ten-Plätze, während Freiburg, Dresden und Lübeck aus der Spitzengruppe fielen.

Zwei von drei Unternehmen haben kein schnelles Netz
Zwei von drei deutschen Unternehmen leiden unter mangelhafter Breitbandversorgung, zeigt laut Heise.de eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft. 64,5 Prozent der Firmen berichten von regelmäßigen Geschäftsbeeinträchtigungen durch Kommunikationsprobleme, bei knapp 31 Prozent seien die Nachteile deutlich spürbar. Besonders Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg klagten über träge Netze, während der Norden weniger Probleme melde – was genau mit dem Glasfaserausbau korreliere. Experten würden unter anderem empfehlen, das Genehmigungsverfahren für den Ausbau zu digitalisieren und zu verkürzen.

Mehr Insolvenzen, weniger Schaden
Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen kletterte im August um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt meldet. Im ersten Halbjahr hätten die Amtsgerichte 12.009 Unternehmensinsolvenzen registriert – ein Sprung von 12,2 Prozent. Allein im Juni meldeten 18,4 Prozent mehr Firmen Insolvenz an. Paradoxerweise sanken dabei die Gläubigerforderungen von 32,4 auf 28,2 Mrd. Euro. Der Grund: Im ersten Halbjahr 2024 warfen wirtschaftsschwerere Kandidaten das Handtuch.


HANDEL INTERNATIONAL

Alibaba holt sich 3,2 Mrd. Dollar für Cloud-Offensive
Alibaba sammelt über eine Wandelanleihe 3,2 Mrd. Dollar zur Finanzierung seiner Cloud-Expansion ein, berichtet Benzinga.com. Der chinesische Tech-Konzern wolle 80 Prozent der Erlöse für den Ausbau von Rechenzentren und Technologie-Upgrades verwenden, die restlichen 20 Prozent sollen internationale E-Commerce-Plattformen wie Aliexpress stärken. Alibaba habe unlängst angekündigt, in den nächsten drei Jahren 53 Mrd. Dollar in KI-Investitionen zu stecken – der Umsatz der Cloud-Sparte wuchs bereits um 26 Prozent auf 4,66 Mrd. Dollar.

Schweizer Wettbewerbshüter prüfen die SMG
Die Schweizer Wettbewerbsbehörde Comco führt eine Vorprüfung gegen die Swiss Marketplace Group durch, berichtet Reuters.com. Die Behörde untersuche, ob SMGs Angebote auf ihren Immobilienplattformen eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung darstellten. Die SMG, Betreiber verschiedener Online-Marktplätze wie z.B. Homegate.ch und Immoscout24.ch, habe Anfang September ihren Börsengang angekündigt. Das Unternehmen beteuere, im Rahmen aller relevanten Vorschriften zu handeln. Eine formelle Untersuchung sei nicht eingeleitet worden.

Amazon startet Zehn-Minuten-Lieferung in Mumbai
Amazon weitet seinen Zehn-Minuten-Lieferdienst „Amazon Now“ auf ausgewählte Stadtteile Mumbais aus, berichtet Freepressjournal.in. Der Service konkurriere direkt mit den etablierten Quick-Commerce-Anbietern Zepto und Blinkit. Amazon habe bereits über 100 Mikro-Fulfillment-Center in Bengaluru, Delhi und Mumbai eröffnet und plane hunderte weitere bis Jahresende. Die täglichen Bestellungen über den Dienst würden in Bengaluru bereits monatlich um 25 Prozent wachsen.


KI verwaltet das Personalwesen
Personalverantwortliche nutzen Künstliche Intelligenz primär zur Automatisierung von Verwaltungsaufgaben, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts und Randstad zeigt. Dies schaffe Raum für strategischere Tätigkeiten und verschaffe Wettbewerbsvorteile im Fachkräftemangel. 44 Prozent sähen den größten Nutzen bei administrativen Aufgaben, ein Viertel aber fokussiere sich aufs Recruiting – von Stellenausschreibungen bis zur Lebenslauf-Analyse. Bis 2028 erwarten Unternehmen eine dramatische Verlagerung: Der Einsatz in der Personalplanung könnte von zehn auf 35 Prozent schnellen, bei der Personalentwicklung von fünf auf 26 Prozent.

Ernüchterung nach dem Hype: KI-Nutzung sinkt erstmals
Die KI-Euphorie zeigt erste Ermüdungserscheinungen, wie eine Umfrage des US Census Bureau unter 1,2 Mio. Unternehmen laut ITMagazine.ch belegt. Großbetriebe mit über 250 Beschäftigten hätten ihre KI-Nutzung zwischen Juni und August von 14 auf zwölf Prozent reduziert. Während der Einsatz bei kleineren Firmen stagniere, stiegen nur noch Kleinstbetriebe mit bis zu vier Mitarbeitern ein. Die Ernüchterung überrascht kaum: Eine MIT-Studie enthülle, dass 95 Prozent aller KI-Pilotprojekte keine messbaren Umsatzeffekte erzielen würden – Morning Briefing berichtete.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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