
Inflation, Uber, Paketdienste, Zalando, Mindestlohn, Rücksendeentgelt, Spotify, Produktsicherheit, Youtube, Valentino, Podcasts
Zwischen dem Fantasy-Autor Demetrios Polychrons und den Erben von J. R. R. Tolkien, Tolkien Estate, wandern die Klagen hin und her, in der Mitte steht Amazon. Polychron fordert von den Tolkien-Erben und Amazon 250 Millionen US-Dollar, da sie Passagen aus seinem 2022 erschienen Buch „The Fellowship of the King: The War of the Rings“ kopiert hätten. Tolkiens Buch „Der Herr der Ringe“ ist 1954 erschienen, Amazon hatte 2022 die Serie „The Rings of Power“ auf den Markt gebracht. Polychron erklärt,...
HANDEL NATIONAL
Inflationsrate sinkt auf 6,1 Prozent
Die Inflationsrate hat den Trend nach unten im Mai fortgesetzt, liegt mit 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Im März hatte der Wert bei 7,4 Prozent, im April bei 7,2 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat kommt es hier auf einen Wert von minus 0,1. Nach der Analyse des Statistischen Bundesamts sorgen primär die Lebensmittel mit einem Anstieg um 14,9 Prozent für den hohen Wert, einen schwächeren Anstieg von 2,6 Prozent gab es bei den Energiepreisen. Die Preise für die Waren insgesamt erreichten ein Plus von 7,7 Prozent.
Uber weitet das Abo-Modell auf ganz Deutschland aus
Kunden von Uber haben nun in ganz Deutschland Zugriff auf das Abo-Modell. Bislang lief eine Testphase in Berlin, nun startet Uber One in allen Städten, in denen Uber und Uber Eats unterwegs sind. Das Programm ist in zwei Versionen verfügbar, mit monatlichen Zahlungen oder für ein jährliches Entgelt. Bei jedem Auftrag verspricht Uber eine automatische Gutschrift in Höhe von fünf Prozent des Fahrpreises auf das Nutzerkonto. Das Guthaben könne für Fahrten oder Essensbestellungen eingesetzt werden, Fahrten mit einem Uber Taxi seien ausgenommen. Der Abschluss sei über die Apps von Uber oder Uber Eats möglich
Weniger Paketsendungen 2022
Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) meldet für 2022 einen Rückgang der Paketsendungen um 360 Millionen (minus 7,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Im B2C-Bereich habe der Rückgang bei 10,6 Prozent gelegen. Dies bedeute das Ende des starken Wachstums in den vergangenen Jahren. Insgesamt habe das Volumen 2022 bei 4,15 Milliarden Sendungen gelegen und damit um 14 Prozent über den Zahlen der Vor-Corona-Zeit. Für den Gesamtumsatz errechnet die Branche einen Rückgang um 3,5 Prozent auf 26 Milliarden Euro, die Zahl der Jobs liege um 13.000 höher im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie. Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Verband eine Erholung des Marktes, bis 2027 sei ein Volumen von 4,9 Milliarden Sendungen möglich.
Zalando konkretisiert die Angaben zum Stellenabbau
Vergangene Woche hat der Online-Modehändler die Mitarbeiter über Details des im Februar angekündigten Abbaus mehrerer hundert Stellen (das "Morning Briefing" berichtete) informiert. Nach einem Bericht der Textilwirtschaft stehen Stellen in der Verwaltung oben auf der Liste, die zuvor von Medien gemeldeten Abteilungen B2B und Marketing wurden nicht bestätigt. Die Bereiche Logistikzentren, Kundendienst, Outlets und Zalando Studios seien nicht betroffen. Nicht bekannt sei die genaue Zahl der Stellenstreichungen, es gebe nach Unternehmensangaben eine "einvernehmliche Vereinbarung" mit dem Betriebsrat. Es bestehe für einige Mitarbeiter auch ein Programm zum freiwilligen Ausscheiden und die Zahlung einer Abfindung durch das Unternehmen.
HANDEL INTERNATIONAL
Mindestlohn für Fahrer von Lieferdiensten in New York
Die Stadt New York City führt einen neuen Mindestlohn für Fahrer der Lieferdienste ein. Die Stadtverwaltung nennt einen Betrag von 17,96 US-Dollar pro Stunde, der ab 12. Juli ausgezahlt wird. Bislang hat die Rate bei 7,09 US-Dollar gelegen, meldet Fast Company. Bis zum 1. April 2025 solle der Betrag auf 19,96 US-Dollar steigen, mit Anpassungen an die Inflation. Der neue Stundenlohn gelte nach Angaben der Stadt für rund 60.000 Personen. Die Mitteilung habe zu starkem Widerspruch der Anbieter geführt, Doordash denke über alle Möglichkeiten, auch eine Klage, nach.
Der Schweizer Nationalrat lehnt ein Rücksendeentgelt ab
Nach einer Entscheidung des Schweizer Nationalrats sollen Online-Händler nicht zum Erheben eines Rücksendeentgelts verpflichtet werden. Die große Kammer stimmte einer Entscheidung des Bundesrats zu, berichtet die Handelszeitung. Durch ein solches Entgelt werde die unternehmerische Freiheit eingeschränkt, es verringere den Nutzen für den Konsumenten durch die unklare ökologische Wirkung. Die Online-Händler sollten die Produkte aber so auszeichnen, dass sich die Rücksendungen in Folge falscher Angaben verringerten.
Millionenstrafe für Spotify
Die schwedische Datenschutzbehörde hat eine Geldstrafe in Höhe von 58 Millionen Schwedischen Kronen, rund fünf Millionen Euro, gegen Spotify verhängt. Die europäische Non-Profit-Organisation Noyb mit Sitz in Österreich, die sich für die Einhaltunng von Datenschutz und Privatsphäre einsetzt, war 2019 gegen Spotity wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vorgegangen. Spotify sei der Verpflichtung, das Recht der Nutzer auf die Auskunft zu allen ihren Daten und auf die Information über ihre Verwendung nicht in vollem Umfang nachgekommen. Da Spotify seinen Sitz in Schweden habe, sei der Fall an die dortige Datenschutzbehörde (IMY) weitergeleitet worden. Noyb hatte dann eine Klage gegen die Behörde wegen Untätigkeit eingereicht. Nun habe IMY über die Geldstrafe entschieden, der Fall liege noch vor dem Obersten Verwaltungsgericht Schwedens.
Vorschriften für die Produktsicherheit in der EU in Kraft
Ende März verabschiedete das EU Parlament die neuen Vorschriften zur Produktsicherheit (das "Morning Briefing" berichtete), nun sind sie in Kraft getreten. Die neue Verordnung gilt für alle Produkte aus dem Non-Food-Bereich und für On- und Offline-Verkauf. Die EU Kommission will durch spezifische Produktsicherheitsanforderungen für Online-Plattformen den Schutz der Verbraucher vor gefährlichen Produkten vergrößern. Die Verpflichtung, für alle nicht-harmonisierten Produkte, die in die EU importiert werden, über einen Wirtschaftsakteur der EU zu verfügen, werden verschärft. Die nationalen Behörden werden mit den erforderlichen Instrumenten ausgestattet. Durch einen verbindlichen direkten Kontakt mit den Verbrauchern sollen wirksame Produktrückrufe sichergestellt werden.
TRENDS & TECH
Youtube senkt Bestimmungen für Creator
Youtube senkt die Vorgaben, nach denen Creator mit ihrem Content auf der Plattform Geld erwirtschaften können. In den USA, Großbritannien, Kanada, Taiwan und Südkorea liegen die Schranken für das Youtube Partner Programm (YPP) nun niedriger, weitere Länder, in denen YPP verfügbar ist, sollen folgen. Ab sofort reichen nach Unternehmensangaben 500 Abonnenten, bislang waren es 1.000. Die Zahl der Watchtime innerhalb eines Jahres sinke von 4.000 Stunden auf 3.000, bei den Short Views reichten statt zehn Millionen nun drei Millionen innerhalb von drei Monaten aus. Nach der Realisierung der Ziele verspricht die Video-Plattform den Partnern weitere Funktionen, so könnten sie ihre Produkte dann auf Youtube Shopping anbieten.
Valentino öffnet virtuelle Umkleidekabinen
Maison Valentino startet in Kooperation mit dem Technologieanbieter Wanna eine Testphase für das virtuelle Anprobieren von Kleidung. Die Umkleidekabinen stehen Männern für Produkte aus der Kollektion Urban Flows Autumn 2023 zur Verfügung. Dazu kommt Ware aus der Kollektion Valentie, meldet Fashion United. Die Technologie sei auf Luxusmarken ausgerichtet, Valentino sei der erste Anbieter von hochpreisigen Produkten, der sie einsetze. Die App von Wanna stehe bei Apple zum Download bereit, Unternehmen könnten die Funktion in ihre Online-Systeme einbauen.
Händler-Podcasts: Mit Audioformaten die eigene Marke stärken
Podcasts werden auch bei Handelsunternehmen immer beliebter. Kein Wunder, denn sie bieten ihnen die Chance, auf kreative Weise Expertise zu zeigen, Nähe zur Zielgruppe herzustellen und die Bindung zwischen Händlern und (potenziellen) Kunden nachhaltig zu stärken. Doch wodurch zeichnet sich ein erfolgreicher Podcast aus? Etailment-Gastautorin Saskia da Costa Zuzarte von OSK erklärt, was bei der Erstellung von Audioformaten zu beachten ist.
Redakteur
Wolfram Marx ist Journalist und schreibt für etailment unter anderem das Morning Briefing mit den täglichen Nachrichten aus Handel und E-Commerce. Seine Beiträge erschienen zudem in weiteren Fachtiteln der dfv Mediengruppe wie TextilWirtschaft, ahgz und Food Service sowie in der Rheinischen Post und im Reisefachmedium Travel ONE.
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