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Das Ladensterben geht weiter. Dieses Jahr werden Deutschlands Städte rund 9.000 weitere Geschäfte verlieren, prognostiziert der HDE, vor allem „Kleinbetriebe des Nonfood-Fachhandels“. In den Corona-Jahren 2020 bis 2022 waren es mit jährlich 11.000 sogar noch mehr. Daran ist der Onlinehandel gewiss nicht unschuldig, aktuell drücken aber vor allem Mieten und Energiepreise. Der HDE fordert eine unbürokratische Gründungsoffensive. Denn „stirbt der Handel, stirbt die Stadt", heißt es.
HANDEL NATIONAL
Management-Buy-out bei Kfzteile24
Das Management von Kfzteile24 hat durch einen Buy-out das Unternehmen vom bisherigen Mehrheitseigentümer EQT Mid Market ("EQT") übernommen. Im Zuge der Transaktion beteiligen sich die Investorengruppe SB21, der langjährige Investor Project A Ventures sowie die Koehler Group am Unternehmen. Kfzteile24 gehört zu den Großen der Branche und hatte 2019 laut Deutsche-startups.de einen Umsatz von 169 Mill. Euro erwirtschaftet. Koehler-Chef René Marius Koehler wurde vor 20 Jahren als jugendlicher Gründer der Internetstores-Gruppe bekannt, zu der Bike-Shops wie Fahrrad.de sowie mehrere Fahrrad-Marken gehören.
Zalando öffnet virtuelle Umkleide für Jeans
Zunächst für ein ausgewähltes Jeans-Sortiment mit 22 Artikeln hat der Online-Modehändler eine virtuelle Anprobe freigeschaltet. Kunden erstellen mittels Größe, Gewicht und Geschlecht einen 3D-Avatar. Die Visualisierung zeige dann im Stile eines Wärmebilds an, wo die Jeans eng sitze, und wo locker, heißt es von Zalando. Der Pilot wurde in allen 25 Märkten gestartet. Erst vor wenigen Tagen hat Zalando einen Fashion-Assistenten auf Basis von ChatGPT vorgestellt.
Amazon Marketing Stream: Die ultimative Antwort auf verlorene Werbegelder?
Je nach Tageszeit kann das Kaufverhalten von Kunden stark variieren. Das neue Amazon-Produkt Amazon Marketing Stream gibt Sellern und Vendoren neue Möglichkeiten, die Effektivität ihrer Ad-Kampagnen über den Tagesverlauf nachzuvollziehen. Auf Etailment.de erklärt Experte Christian Kelm, wie Amazon Marketing Stream funktioniert und wie Händler es nutzen können, um mit Dayparting-Strategien ihre Anzeigenstrategien zu verbessern.
Amazon bietet Kunden Geld gegen Daten
Nach den USA ist das Amazon Shopper Panel nun auch in Deutschland gestartet, wie Golem.de berichtet. Wer sein Shopping-Verhalten überwachen lässt oder an Umfragen teilnimmt, bekommt monatlich ein paar Euro.
Flink hat 40 Prozent Personal abgebaut
„Still und leise“ habe der Expresslieferdienst in den vergangenen zwölf Monaten 8.000 Jobs abgeschafft, analysiert Manager-magazin.de. Sogar ein Verkauf werde durchgespielt, heißt es.
Nächster Bahn-Streik kommt
Für diesen Mittwoch, 26. April, hat Verdi wieder zum Streik aufgerufen. Neben dem Nahverkehr soll auch der Schienengüterverkehr dran sein. Geplant sind Aktionen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.
HANDEL INTERNATIONAL
Temu expandiert in sechs europäische Märkte
Nur acht Monate nach dem Start in den USA ist der chinesische Shein-Wettbewerber Temu auch in Europa gestartet – in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden. Techinasia.com vermutet, dass Afrika und Lateinamerika bald folgen könnten. Andere asiatische Größen wie Shopee und Lazada dagegen waren in Europa bislang nicht erfolgreich.
Takko ist jetzt auch in Österreich online
Der Textildiscounter aus dem westfälischen Telgte hat nun auch in Österreich einen Onlineshop eröffnet, wie Fashionunited.de meldet, inklusive App und digitales Kundenbindungsprogramm. In Österreich betreibt Takko bereits 111 Filialen. Noch in diesem Jahr sollen auch Onlineshops in Frankreich, den Niederlanden, Tschechien und der Slowakei starten.
Amazon-Aktie steigt vor Quartalszahlen-Meldung
Am Donnerstag nach Börsenschluss wird Amazon die Zahlen des ersten Quartals 2023 bekanntgeben – inklusive Ausblick. Der Markt traue Amazon eine positive Überraschung zu, glaubt Deraktionaer.de. Denn die Aktie habe in der vergangenen Woche ein Kursplus von rund drei Prozent hingelegt. Seit Jahresbeginn habe die Aktie 27 Prozent an Wert gewonnen.
Getir erhält Kapitalspritze und wird abgewertet
Laut Businessinsider.com hat der türkische Lieferdienst von Abu Dhabis Staatsfonds Mubadala und weiteren eine Finanzspritze von rund 500 Mill. US-Dollar erhalten und ist dabei massiv abgewertet worden – von zueletzt 11,8 Mrd. auf 6,5 Mrd. US-Dollar. Mubadala gehört zu den Bestandsinvestoren des Lieferdienstes, der zuletzt Gorillas übernommen hat.
TRENDS & TECH
Akamai mit Software gegen Phishing und Fälschung
Die neue Software erkenne und unterbindee Phishing-Websites, gefälschte Shops und Markenimitationen, heißt es von Akamai. Dazu analysiere die Cloud-Plattform den weltweiten Webtraffic mit täglich mehr als 600 Terabyte an Daten. Markenmissbrauch werde so oft schon vor Beginn einer Phishing-Kampagne erkannt. Laut Google werden jede Woche mehr als 50.000 neue Phishing-Websites erstellt, heißt es.
Floodlight sammelt frisches Kapital ein
Die 2021 gegründete britische E-Commerce-Plattform hat 5,7 Mill. Euro frisches Kapital eingesammelt, wie Ecommercenews.eu berichtet. Floodlight will kleinere Onlineshops beim Finanzmanagement unterstützen. Die Software wird zwischen Shopsysteme wie Shopify, Paypal und Banken geschaltet.
Mehr Deutsche kaufen Secondhand
Als Reaktion auf steigende Preise kaufen mehr Menschen gebrauchte Produkte, so eine Umfrage von Dynata, über die Ibusiness.de berichtet. Insgesamt 27 Prozent bejahten diese Frage, 2022 waren es erst 24 Prozent. Insgesamt gaben drei Viertel der Befragten an, bei gleichem Preis lieber hochwertige Secondhandprodukte zu kaufen als qualitätsärmere Neuware. Besonders aufgeschlossen ist hier die jüngere Generation.
NACHHALTIGKEIT
Schlechte Noten für Öko-Labels
Unter dem Titel „Die Label-Masche“ hat Greenpeace einen Report über die oft selbstkreierten Öko-Labels der großen Modemarken veröffentlicht. Die bekommen durchweg schlechte Noten. Vom „kaputten Fast-Fashion-System“ ist die Rede. Der Report wurde anlässlich des Einsturzes der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesh vor zehn Jahren veröffentlicht, bei dem über 1.100 Menschen starben. Der 34-seitige Report findet sich hier als PDF.
Freier Journalist
Jürgen Baltes ist Diplom-Volkswirt und arbeitet seit über 20 Jahren als Journalist. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Trier und einem Volontariat bei der Fachzeitschrift FVW war er Redakteur bei „Touristik Aktuell“ und ist seit 2005 Redakteur der Fachzeitschrift „Der Mobilitätsmanager“. Daneben schreibt er als freier Journalist unter anderem über Digitalisierung, Tourismuswirtschaft und Markenkommunikation.
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