Klagen über Amazon-Sperrungen, Google weitet Tests mit Buy Button aus, Wenige Händler im Relevant Set

Klagen über Amazon-Sperrungen, Google weitet Tests mit Buy Button aus, Wenige Händler im Relevant Set

Liebe Leserin, lieber Leser, Glühbirnen von Ikea kann man alsbald mit Amazon Echo, Siri und dem Google Assistant vernetzen und so an- und ausschalten. Ganz, ganz sicher ein wichtiger technischer Durchbruch. Und eine bequeme Sache. Aber solange die berühmten Ikea-Teelichter noch nicht Teil des "Internet of Things" sind, bleibt uns immerhin noch ein Rest Gemütlichkeit.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Kunden haben nur wenige Händler im Relevant Set:

Amazon ist auch in den Köpfen der Kunden die Nummer 1. Über alle Branchen hinweg sagen sechs von zehn Befragten, dass sie Amazon für einen Onlinekauf in einer bestimmten Branche interessant finden. Jeder Zehnte hat vor einer geplanten Bestellung im Netz sogar ausschließlich Amazon auf dem Schirm. Das ist umso fataler als Konsumenten über alle betrachteten Branchen online im Schnitt nur 2,7 Händler für einen Kauf in der jeweiligen Branche in Betracht ziehen. Anders gesagt: Einer von drei Plätzen im Relevant Set ist immer schon für Amazon reserviert. Die Zahlen nennt eine Studie des ECC Köln und SAP Hybris.

Klagen über Amazon-Account-Sperrungen:

Bei Amazon häufen sich derzeit offenbar Klagen, dass Amazon Händler-Accounts bei verdächtigen Bewegungen vorschnell schließt. Beispielsweise, wenn sich Händler über eine andere IP-Adressen einloggen wollen, aber noch keine Zwei-Faktoren-Authentifizierung nutzen. Oft dauert es dann Wochen, bis der Account freigeschaltet wird. Tipps und Hilfen bei dem Problem finden sich bei Wortfilter.

Gute Noten für Online-Baumärkte:

Die EHI-Studie „Onlineshop-Maturity-Index 2017 – Baumärkte“ gibt der Mehrheit der deutschen Baumärkte online gute Noten. Am besten schneiden Obi, Hornbach und Norax ab. Details kann man bei etailment nachlesen.

Delivery Hero macht einen gewaltigen Sprung:

Immer-wieder-mal-Börsenkandidat Delivery Hero überzeugt im erstes Quartal mit einem heldenhaften Wachstumsschub. Der Umsatz hat sich auf 121 Millionen Euro fast verdoppelt. Gewinne machen die in 40 Ländern aktiven Lieferhelden gleichwohl nicht. Seit Mai kooperiert Delivery Hero (Pizza.de, Lieferheld, Foodora) auch mit McDonald`s. Der Börsengang, er könnte nun übrigens noch im Sommer möglich werden.

Ex-Porsche-Chef investiert in Shoepassion:

Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking investiert einen hohen einstelligen Millionenbetrag in Shoepassion. Das schreibt die TextilWirtschaft. Der Onlinehändler Shoepassion, 2010 von Tim Keding und Henry Bökemeier gegründet, verkauft rahmengenähte Schuhe aus eigener Produktion im Web. Lesen Sie dazu auch das etailment-Interview: Online-Händler Shoepassion: "Wir verdienen mit jedem Ladengeschäft Geld“

Globetrotter bekommt wieder Luft:

Weniger Umsatz, ein wenig Gewinn und profitable Geschäfte im Web. Das liest Neuhandeln aus der Bilanz von Globetrotter, genauer aus der etwas verschachtelten Bilanz der schwedischen Mutter Fenix Outdoor.

Home24 ist Moebel.de im Nacken:

68 Prozent potentieller Online-Möbelkunden kennen laut einer Umfrage von Ernst & Young das Einrichtungsportal Moebel.de. Das ist für eine generische Domain eher ein mauer Wert. Zumal er nur einen Prozentpunkt über der Bekanntheit von Home24 liegt. Moebelkultur.de stellt die Umfrage vor.

Showroom für Matratzen-Start-up:

Präsenz auf der Fläche wird für Matratzen-Start-ups allmählich zur Gewohnheit. Nach zwei Showroom- Kooperationen in Berlin eröffnet das Start-up Bruno laut Basicthinking eine weitere Fläche im Juni in München. Offensichtlich möchte der Kunden trotz aller Retourenversprechen doch ganz gerne erst einmal probeliegen.

INTERNATIONAL

Google weitet Tests mit Buy Button aus:

Google weitet offenbar seine Testphase mit dem Buy Button in den Suchergebnissen aus und öffnet das Konzept für weitere Händler. Erstmals 2015 frickelte Google an einem Buy-Button in den mobilen Shopping-Anzeigen, der dann für den Einkauf direkt auf eine Landingpage von Google führt. Google gibt die Bestellung später an den Händler weiter. Details erklärt Searchengineland.

Tesco liefert binnen einer Stunde:

Der britische Supermarkt-Riese Tesco testet in London die Lieferung der Online-Bestellung binnen einer Stunde. Tesco Now wird vom Start-up Quiqup ausgefahren. Preislich unterbietet Tesco mit 5,99 britischen Pfund das Angebot Prime Now von Amazon um ein Pfund, schreibt der Mirror. Quiqup hat in einer Finanzierungsrunde gerade übrigens 20 Millionen Pfund eingesammelt, weiß Tech.eu.

Google Attribution macht Customer Journey transparenter:

Mit Google Attribution bietet Google ein neues Produkt auf, mit dem Marketer in einem Tool und ohne zusätzliche Kosten die Wirkung ihrer Werbemaßnahmen geräte- und kanalübergreifend messen und optimieren können. Das soll die Customer Journey transparenter machen.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Der vernetzte Handel wird immer komplexer und dynamischer. Die intelligente Verknüpfung der Kanäle wird zu einer Herkules-Aufgabe. Wie sollen gerade mittelständische Händler da mithalten, ohne vom Schnittstellen-Horror gelähmt zu werden? Und welche Trends dürfen sie dabei nicht verpassen? Felix Kuehl, Head of Sales D-A-CH von ChannelAdvisor, gibt im Interview bei etailment Antworten.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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