Klarna + Sofortüberweisung, KI, Polen + Tschechien, Amazon, Temu, Urban Revivo, Depop, Hyoban, Royal Mail, nachhaltige Lieferungen

Klarna + Sofortüberweisung, KI, Polen + Tschechien, Amazon, Temu, Urban Revivo, Depop, Hyoban, Royal Mail, nachhaltige Lieferungen

Aktuelle E-Commerce-News: Klarna + Sofortüberweisung, KI, Polen + Tschechien, Amazon, Temu, Urban Revivo, Depop, Hyoban und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Klarna integriert „Sofortüberweisung“
Laut Pressemitteilung integriert Klarna „Sofortüberweisung“ in seine Produktlinie „Pay Now“. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Klarna-Konto, das aber 95 Prozent der Sofortüberweisung-Kunden bereits besitzen. So können Nutzer Sofortüberweisungen in der Klarna-App nachverfolgen und ohne erneute Eingabe der Zahlungsdaten durchführen. Die Zahlungsabwicklung ist durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung gesichert. Der Name „Sofortüberweisung“ bleibt aus Gründen der Übersichtlichkeit erhalten.

KI: Alle Branchen verwenden sie
Der Einsatz von KI in Unternehmensprozessen nimmt in allen Branchen zu, berichtet das Ifo-Institut. Besonders hoch ist der Anteil bei Werbe- und Marktforschungsunternehmen (72 Prozent) sowie bei IT-Dienstleistern (60 Prozent). In der Automobil-, Elektronik-, Pharma- und Textilindustrie nutzt gut ein Drittel die neue Technologie, im Handel sind es 22 Prozent, im Baugewerbe nur 11,6 Prozent.

KI: Die Hälfte der Deutschen fürchtet sie
Laut einer Umfrage von Allianz Trade befürchten 47 Prozent der Deutschen, dass KI Arbeitsplätze vernichten wird, während nur 35 Prozent die Schaffung neuer Jobs erwarten. Noch größer ist die Sorge vor wachsender Ungleichheit: 53 Prozent glauben, dass KI die Kluft zwischen Gebildeten und weniger Gebildeten vergrößern wird. Experten hingegen sehen auch Chancen, durch KI den Fachkräftemangel zu lindern und die Produktivität zu steigern.

Polen und Tschechien unter den wichtigsten Handelspartnern
Polen und Tschechien gehören nach Angaben des Statistischen Bundesamtes inzwischen zu den zehn wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. Aber auch insgesamt ist der Handel Deutschlands mit den zehn Staaten der EU-Osterweiterung seit 2004 überdurchschnittlich gewachsen: Der deutsche Außenhandel legte um das 2,5-Fache zu. Die wichtigste Warengruppe im Handel mit den neuen EU-Partnern sind nach wie vor Kraftwagen und Kraftwagenteile.


HANDEL INTERNATIONAL

Rekordumsatz am Prime Day
Amazon hat an diesem Prime Day wahrscheinlich mehr als 14,2 Mrd. US-Dollar eingenommen, was einer Steigerung von 11 Prozent gegenüber 2023 entspricht, zitiert Geekwire.com erste Zahlen von Adobe Analytics. Amazon selbst nannte in seiner Auswertung keine konkreten Zahlen, sprach aber von „Millionen zusätzlichen“ Prime-Mitgliedern. Der Prime Day hat sich seit seiner Einführung 2015 zu einem wichtigen E-Commerce-Event entwickelt, das auch andere Onlinehändler zu Rabatten zwingt.

Schweizer Onlineshops verschärfen die Lieferbedingungen
64 Prozent der 47 umsatzstärksten Schweizer Online-Shops liefern gratis erst ab einem Mindestbestellwert von durchschnittlich 73 Franken, so eine Auswertung von Carpatia.ch. Die Versandkosten liegen im Mittel bei 6,63 Franken. Die Retourenfrist hat sich auf 39 Tage verlängert und immer mehr Shops bieten optional eine 24-Stunden-Lieferung an. Zudem haben einige Händler wie Brack.ch, Zalando und Nespresso ihre Kundenbindungsprogramme um exklusive Versandvorteile erweitert.

UK: Amazon bleibt Nummer eins, Temu verliert
Amazon behauptet seine Führungsposition im britischen E-Commerce mit 26 Mio. monatlich aktiven Nutzern im Juni, gefolgt von Ebay mit 17,5 Mio. Nutzern. Laut Ecommercenews.eu verzeichnet Shein ein Wachstum auf 10,5 Mio. Nutzer, während Temu nach einem leichten Rückgang bei 16 Mio. Nutzern verharrt – mit einer täglichen Verweildauer von 18 Minuten ist die Low-Cost-Plattfomr allerdings führend bei der Nutzerbindung.

Urban Revivo plant stationäre Expansion
Der chinesische Fast-Fashion-Anbieter Urban Revivo plant eine rasche globale Expansion mit Schwerpunkt auf Europa und den USA, wo er bislang nur online aktiv war. Das Unternehmen will international jährlich 20 Geschäfte eröffnen, darunter in London und New York, und strebt langfristig 50 Neueröffnungen pro Jahr an, berichtet Businessinsider.de. Die neue Strategie unterscheidet sich auffällig von der anderer Modeketten, die ihre physische Präsenz in letzter Zeit tendenziell zurückfahren.

Depop schafft Verkäufergebühr ab
Der Secondhande-Mode-Marktplatz Depop schafft in den USA die zehnprozentige Verkaufsgebühr ab und führt stattdessen eine fünfprozentige Marktplatzgebühr für Käufer ein. (Plus einen Festbetrag von einem Dollar pro Artikel). Diese Änderung, die laut Channex.world einer ähnlichen Maßnahme in Großbritannien folgt, soll Verkäufern höhere Einnahmen ermöglichen und mehr Nutzer zum Verkauf von Second-Hand-Mode motivieren. US-Verkäufer auf Depop verdienen im ersten Jahr durchschnittlich 450 Dollar.


Start-up Hyoban: Mit KI zu besseren Sterne-Ratings
Wer online einkauft, vertraut sehr häufig auf Bewertungen anderer Kunden. Die Online-Reputation entscheidet deshalb maßgeblich über den Erfolg eines Unternehmens. Mit seiner KI-gestützten SaaS-Lösung will das Münchner Start-up Hyoban das Reputationsmanagement von Onlineshops automatisieren. Für Händler soll sich dadurch nicht nur der Arbeitsaufwand rund um Bewertungsplattformen reduzieren, sondern auch ihre Onlinereputation verbessern. Wie das genau funktioniert, erklärt Hyoban-Mitgründer Jan-Philipp Kröll im Etailment-Interview.

Chinas KI muss sozialistische Grundwerte vertreten
China zwingt Tech-Unternehmen wie Bytedance und Alibaba, ihre KI-Systeme einer strengen Prüfung durch die „Cyberspace Administration of China“ zu unterziehen, um sicherzustellen, dass ihre großen Sprachmodelle „sozialistische Grundwerte“ berücksichtigen und politisch heikle Themen vermeiden, berichtet Firstpost.com. Die Unternehmen müssen ihre Chatbots zensieren, sensible Schlüsselwörter filtern und unerwünschte Antworten in Echtzeit ersetzen.

Royal Mail schickt Post per Drohne auf schottische Inseln
Die Royal Mail testet in Schottland zwischen den Inseln Islay und Jura die Postzustellung per Drohne, berichtet Channelx.world. Bei dem bis zum 26. Juli laufenden Versuch kommt eine Multirotor-Drohne mit 6 kg Nutzlast und erweiterten Sichtflugregeln zum Einsatz. Ziel ist es, den Postdienst in abgelegenen Gebieten zuverlässiger, effizienter und umweltfreundlicher zu machen. Dies ist das sechste Mal, dass die Royal Mail die Postzustellung per Drohne testet.


NACHHALTIGKEIT

Digitale Anreize sorgen für nachhaltigere Lieferungen
Kombinierte Interventionen können das Online-Einkaufsverhalten am effektivsten in Richtung nachhaltiger Lieferungen verändern. Zu den wirksamsten Methoden gehören automatische Voreinstellungen für umweltfreundliche Versandoptionen, Informationen über die Umweltauswirkungen der verschiedenen Möglichkeiten und der Vergleich mit dem Verhalten anderer Kunden. Trotz des Potenzials nutzen bisher nur wenige der 65 untersuchten Onlinehändler solche Anreize für nachhaltige Lieferentscheidungen, zitiert IDW-Online.de eine Studie der Salzburg Research Forschungsgesellschaft.

Teilen
Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.