Lieferando, Faire, Booztlet, Shein, Pinterest, Amazon, Meta, Global Fashion Group, Frasers Group, Neukundenrabatte, Kleinanzeigen

Lieferando, Faire, Booztlet, Shein, Pinterest, Amazon, Meta, Global Fashion Group, Frasers Group, Neukundenrabatte, Kleinanzeigen

Aktuelle E-Commerce-News: Lieferando, Faire, Booztlet, Shein, Pinterest, Amazon, Meta, Global Fashion Group, Frasers Group und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Demonstration gegen Lieferando
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatte die Angestellten des Lieferdienstes Lieferando in Frankfurt zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen und so versammelten sich am Tag der Arbeit über 50 Mitarbeiter zu einer friedlichen Demonstration in der Innenstadt, berichtet Hessenschau.de. Gefordert wurden ein Mindeststundenlohn von 15 Euro und ein 13. Monatsgehalt. Das Unternehmen weist darauf hin, dass auch alle Fahrer fest angestellt seien und mit 14 Euro pro Stunde plus etwaiger Boni und Zuschlägen bereits mehr verdienten als bei der Konkurrenz.

Internethandel steigert sich im März um 3,3 Prozent
Der Einzelhandel in Deutschland setzte im März real 1,8 Prozent mehr um als im Vormonat, aber nur 0,3 Prozent mehr als im März 2023. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, lagen die Umsätze im Internet- und Versandhandel im März um 3,3 Prozent höher als im Februar, aber um 1,3 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Geschäftsklima hellt sich weiter auf
Der Ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im April von minus 17,5 Punkten im März auf minus 14,5 Punkte. Auch die Einzelhändler zeigen sich verhalten optimistisch: Während im vierten Quartal 2023 noch 54,4 Prozent über mangelnde Nachfrage klagten, waren es im ersten Quartal 2024 nur noch 47,6 Prozent. Allerdings bleibt der Fachkräftemangel ein drängendes Problem, auch wenn nach 42,6 Prozent im vierten Quartal 2023 nur noch gut ein Drittel darüber klagt. Besonders kritisch bleibt die Situation im Elektrotechnik- und Kfz-Handel.

Deutsche Wirtschaft ein wenig gewachsen
Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im ersten Quartal um 0,2 Prozent gewachsen, nach einem Minus von 0,5 Prozent im Vorquartal. Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem von den Bauinvestitionen und steigenden Exporten, zitiert Businessinsider.de das Bundesamt. Für das laufende Kalenderjahr rechnet die Regierung mit einer Trendwende, aber nicht mit einem viel deutlicheren Aufschwung.

Faire feiert dritten Geburtstag
Der Online-Großhandelsmarktplatz Faire feiert seinen dritten Geburtstag im deutschsprachigen Raum. Das 2017 in San Francisco gegründete Unternehmen konnte in den ersten drei Jahren bereits 140.000 Bestellungen von 30.000 Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbuchen. Faire bietet seinen Geschäftskunden laut Pressemitteilung niedrige Mindestbestellwerte, ein Zahlungsziel von 60 Tagen und kostenlose Retouren bei Erstbestellungen.

Booztlet wächst 73 Prozent
Der skandinavische Online-Outlet-Händler Boozlet meldet für das Jahr 2023 in einer Pressemitteilung eine Umsatzsteigerung von 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vergleiche man nur das jeweils vierte Quartal, habe sich das Wachstum sogar verdoppelt. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen allerdings nicht. Der Outlet-Verkauf findet zunehmend im Internet statt, die Online-Umsätze in diesem Bereich sollen von 17 Mrd. Euro (2017) auf 28 Mrd. Euro im Jahr 2025 wachsen, werden Mckinsey & Company und Statista zitiert.


HANDEL INTERNATIONAL

Shein will mehr als nur Fashion verkaufen
Wie aus Markenanmeldungen in den USA hervorgeht, plant Shein offenbar, sein Angebot über Fast-Fashion-Artikel hinaus zu erweitern, berichtet Onlinemarktplatz.de. Markennamen wie „Shein Beauty“, „Shein Skin“ und „Shein Body“ sprechen natürlich für Produkte aus dem Beauty-Bereich, weitere Anmeldungen deuten aber auch auf Haushaltswaren, Zahnpasta oder Spielzeug hin. Wie Reuters meldete, wirbt der Einzelhändler aktiv um große Marken wie Colgate-Palmolive und Hasbro, um sein Angebot zu diversifizieren und direkter mit Amazon konkurrieren zu können.
Pinterest erreicht eine halbe Milliarde Nutzer
Pinterest meldet für das erste Quartal einen Umsatz von 740 Mio. Dollar, was einer Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Nutzer um 12 Prozent auf 518 Mio. weltweit. Laut Reuters.com profitiert Pinterest im Schatten der großen Plattformen davon, dass Werbetreibende die Plattform vermehrt nutzen, um die Generation Z – 40 Prozent der Nutzerbasis – zu erreichen. So können seit kurzem Anzeigen direkt im Anzeigenmanager von Google geschaltet werden.

Amazon.com verdreifacht Betriebsgewinn
Amazon ist im ersten Quartal um 12 Prozent auf einen Umsatz von 143,3 Mrd. Dollar gewachsen, berichtet Heise.de. Den operativen Gewinn konnte das Unternehmen von 4,8 auf 15,3 Mrd. Dollar mehr als verdreifachen und den operativen Cashflow auf 19 Mrd. Dollar vervierfachen. Die liquiden Mittel betrugen 73,3 Mrd. Dollar, was in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Sri Lankas entspricht. Der größte Umsatzzuwachs kam aus dem Retail-Media-Geschäft, der zweitgrößte von den Amazon Web Services, die auch dank des KI-Hypes einen Quartalsumsatz von 25 Mrd. Dollar erzielten.

EU eröffnet Desinformations-Verfahren gegen Meta
Die EU-Kommission hat laut Zeit.de ein Verfahren gegen Meta eröffnet, weil sich das Unternehmen nicht an die Vorgaben des Digital Services Act halte. Das Unternehmen gehe nicht ausreichend gegen Desinformationskampagnen vor, zeige bestimmte politische Beiträge seltener, ohne die Gründe dafür transparent zu machen, und entspreche mit seinen Beschwerdefunktionen nicht den Anforderungen des EU-Rechts. Insbesondere die bevorstehende Abschaltung der Crowdtangle-Funktion, mit der die Verbreitung politischer Inhalte öffentlich sichtbar gemacht werden kann, wird von der Kommission kritisiert. Meta bleibt nun fünf Tage Zeit, eine Alternative anzubieten.

Global Fashion Group verliert ein Fünftel des Umsatzes
Die E-Commerce-Gruppe Global Fashion Group, zu der Dafiti in Südamerika, Zalora in Südostasien und The Iconic in Australien und Neuseeland gehören, meldet für das erste Quartal einen Umsatz von 152,7 Mio. Euro, 21 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Nettowarenwert sank zeitgleich um 18,6 Prozent und die Erlöse um 18,8 Prozent, berichtet Fashionunited.de. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose fest und erwartet ein Ebitda von minus 25 bis minus 45 Mio. Euro.

Frasers Group kauft Teile von Matches noch einmal
Nachdem die Frasers Group im Dezember die Online-Modeplattform Matches für 60 Mio. Euro übernommen hatte und schickte sie diese bereits im März in die Insolvenz schickte, weil„die im Businessplan gesetzten Ziele systematisch verfehlt wurden“. Nun kauft Fraser laut Textilwirtschaft.de einige immaterielle Werte zurück. Dies betrifft offenbar die Domainnamen, Marken und Datenbanken der Luxusmodeplattform aus Wimbledon, nicht aber die Lagerbestände, die in der Konkursmasse verbleiben.


Default-Passwörter in Großbritannien müssen sicherer werden
Die britische Regierung hat ein Gesetz namens „Product Security and Telecommunications Infrastructure Regime“ in Kraft gesetzt, dass es unter anderem Herstellern untersagt, Geräte, die ein Passwort benötigen, mit Defaults wie z.B. „0000“, „12345“ oder gar „Password“ auszuliefern. Vielmehr müssen diese nun für jedes Produkt eindeutig sein und dürfen nicht auf inkrementellen Zählern und öffentlich zugänglichen Informationen basieren, von eindeutigen Produktkennungen wie Seriennummern abgeleitet oder „auf andere Weise leicht zu erraten“ sein.

Ausnutzung von Neukundenrabatten ist arglistige Täuschung
40 Prozent der Online-Shopper neigen laut einer Ravelin-Studie zu „freundlichen Betrugsmethoden“, Morning Briefing berichtete. Wie Onlinehaendler-News.de ausführt, ist eine dieser Methoden die Inanspruchnahme von Neukundenrabatten durch Bestandskunden – Betrüger hoffen, durch Neuanmeldung mit einer anderen E-Mail-Adresse in den Genuss des Rabatts zu kommen. Dies gilt rechtlich als arglistige Täuschung und macht den Kaufvertrag nichtig. Online-Händler sollten einen Neukundenrabatt also möglichst deutlich kennzeichnen – hippe Anglizismen aus der Marketingabteilung erfüllen diesen Zweck unter Umständen nicht.

Phishing: Mystery Boxes von Shein in der Mail
Nach Angaben der Cybersicherheitsexperten von Harmony Email wurden in der vergangenen Woche mehr als tausend Phishing-E-Mails verschickt, die angeblich von Shein stammen, berichtet Techradar.com. Die Empfänger erhalten die Nachricht, sie hätten eine „Mystery Box“ gewonnen und müssten nur auf die Grafik klicken, um den Inhalt einzufordern. Auf der gefälschten Shein-Seite angekommen, werden sie jedoch aufgefordert, ihre persönlichen Daten preiszugeben. Das Anklicken von Links in Mails ist selten eine gute Idee, in diesem Fall würde sogar die Absenderadresse oder die Ziel-URL verraten, dass Shein nicht der Urheber der guten Nachricht ist – kein Mystery weit und breit.


NACHHALTIGKEIT

Kleinanzeigen verbietet den Handel mit Elfenbeinimitaten
Nachdem Kleinanzeigen schon seit Jahren den Handel mit Produkten aus Elfenbein untersagt, geht die Plattform in Zusammenarbeit mit dem International Fund for Animal Welfare laut Pressemitteilung nun noch einen Schritt weiter. Künftig sind auch die Bezeichnungen „Elfenbeinimitat“, „Elfenbeinoptik“ oder Objekte aus Harz, Plastik oder Knochen, die als „elfenbeinähnlich“ beschrieben werden, unzulässig. Der Ausdruck „Elfenbein“ wird dabei nicht nur als das Zahnbein von Elefanten oder Mammuts verstanden, sondern schließt auch das von Säugetieren wie Walross, Pottwal, Narwal oder Flusspferd mit ein.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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