Mega-Gewinn für Amazon, eBay sucht, PayPal, Facebook, Spotify

Mega-Gewinn für Amazon, eBay sucht, PayPal, Facebook, Spotify

Liebe Leserin, lieber Leser, Amazon springt auf eine neue Rekordmarke beim Gewinn und nähert sich der Billionen-Dollar-Bewertung. Mit dem Handel hat das eher wenig zu tun. Doch die Gewinne in anderen Segmenten schaffen Luft für die weitere kostspielige Expansion im Handel.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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eBay sucht visuell:

eBay bietet nun eine verbesserte visuelle Suche. Das Visual-Shopping-Feature ermöglicht es Nutzern, Bilder von eBay-Angeboten mit dem Finger in die Suchleiste zu ziehen, um nach visuell vergleichbaren Produkten zu suchen. Gibt ein Nutzer beispielsweise „Lounge-Sessel“ in das Suchfeld ein, listet die eBay-App zum Suchbegriff passende Angebote auf. Findet der Nutzer an einem Sessel besonderen Gefallen, kann er das Foto dieses Sessels in das Suchfeld ziehen und nur nach Produkten suchen, die diesem optisch ähneln.

INTERNATIONAL

Amazon übertrumpft sich selbst:

Amazon schaffte im zweiten Quartal einen Gewinn von 2,53 Milliarden Dollar. Ein neuer Rekord. Das verdankt Amazon vor allem seinem Cloud- und Werbegeschäft. Allein mit Werbung holte Amazon 2,2 Milliarden Dollar Umsatz in die Kasse. Auch im heimischen Handelsgeschäft konnte Amazon deutlich mehr Geld nach Hause bringen - das international dann teilweise wieder verlorenging. Mit 494 Millionen Dollar blieb da aber weniger Geld auf der Strecke als vor einem Jahr (724 Millionen Dollar). In der Sparte "Gebührendienste", dazu gehört Prime, legte der Riese um 49 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar zu. Der Quartalsumsatz zog zwischen April und Ende Juni um 39 Prozent auf 52,9 Milliarden Dollar an. Für das kommende Quartal erwartet Jeff Bezos ein Plus zwischen 23 und 31 Prozent. Also weniger Wachstum. Doch zum Durchatmen ist das für den Rest der Branche immer noch zuviel.

PayPal wächst und muss bangen:

PayPal hat zwar seine Einnahmen um 23 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar gesteigert, beim Gewinn im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 28 Prozent 526 Millionen Dollar zugelegt, doch an der Börse zeigte der Daumen nach unten. Zumal die weiteren Aussichten weniger optimistisch sind. Da mag mancher auch daran denken, dass Apple Pay künftig bei eBay kassieren darf. Das könnte dem Konkurrenten insgesamt einen deutlichen Schub im Markt verschaffen.

Facebook-Crash an der Börse:

Dunkle Wolke über Facebook. Trotz Werbebooms und eines Gewinnplus von 31 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar war die Börse nicht nur ein bisschen enttäuscht. Angesichts eher mauer Aussichten erlebte die Aktie an der Börse einen regelrechten Crash - minus 23 Prozent. Das kann man historisch nennen. Auch der Rückgang der aktiven Nutzer in Europa hat seinen Teil dazu beigetragen. Auf Dauer erwartet Facebook zudem weniger Marge. Nun sollte man mit mehr Werbung im Messenger und bei den Töchtern Instagram und WhatsApp rechnen. Irgendwo muss das Wachstum künftig ja her kommen.

Anbieter haften nicht für offenes WLAN:

Der Bundesgerichtshof hat die Abschaffung der Störerhaftung jetzt bestätigt. Wer sein WLAN frei zugänglich macht, muss damit nicht mehr für illegale Uploads anderer Nutzer haften. Rechtsunsicherheiten aber bleiben.

Zahl des Tages:

Der Musikstreamingdienst Spotify hat nun 180 Millionen aktive Nutzer, davon 83 Millionen zahlenden Nutzer (plus 8 Millionen). Die Erlöse kletterten um 26 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Dollar und konnte sich weiterhin ordentlich steigern. Trotz Verlusten stieg die Aktie deshalb auf ein Allzeithoch

Start-up des Tages:

Im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln ist der Einkauf von Getränken für Kunden deutlich aufwendiger. Ob Pfandrückgabe oder das Schleppen schwerer Kästen – man hat gute Gründe, sich Getränke in die vier Wände liefern zu lassen. Mithilfe der Durst-App kann nun ganz schnell direkt beim Getränkehändler um die Ecke bestellt werden.

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Läbbe geht weiter - und zwar Volldampf digital: Eintracht Frankfurt investiert nicht nur in das digitale Stadionerlebnis, sondern hat auch als erster Fußballverein der Bundesliga ein Start-up-Programm in die Wege geleitet.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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