
Neonazi-Artikel bei Amazon, DHL, Prime Day, Mymuesli, Facebook, Ladensterben
Liebe Leserin, lieber Leser, nun ist er da - der Prime Day. Eigentlich ist es ein FOMO-Day. FOMO steht für "Fear of missing out" (zu deutsch: Angst, etwas zu verpassen). So richtig modern geworden ist der Begriff im Netz. Die Angst, Dinge, Themen, Bekanntschaften zu verpassen. Amazon hat das Bedrohungsgefühl perfektioniert. Es ist ja nicht so, als wäre es danach mit Angeboten gewesen.
HANDEL NATIONAL
Neonazi-Artikel bei Amazon
Nazi-Dreck und Neonazi-Zeug bei Amazon verkaufen? Geht gar nicht. Man darf Amazon auch ohne gesetzliche Pflicht da nicht aus der Verantwortung entlassen, auch wenn es um den Marktplatz geht, wo der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, T-Shirts und Aufkleber beklagt, die "NS-Größen oder rechtes Gedankengut verherrlichen oder den Hass auf Minderheiten schüren". Zu haben sind auch Propagandaschriften wie "Der Jude als Weltparasit" oder "Judas: Der Weltfeind". Inzwischen wurden die Artikel teilweise entfernt.
Amazon zeigt sich als Job-Maschine Amazon plant 2019 mehr als 2.800 neue Stellen in Deutschland. Die Zahl der Mitarbeiter wächst damit bis Ende des Jahres bundesweit an über 35 Standorten auf mehr als 20.000. Die Botschaft von Amazon als Jobmaschine meldet der Online-Riese sicher auch gerne vor dem Hintergrund der Dauerfehde mit Verdi. Die hat zum Prime Day wieder Streiks angekündigt.
DHL will Lieferung auf die Viertelstunde genau vorhersagen
DHL sagt künftig genauer, wann das Paket kommt. Kunde erhalten künftig vorab eine E-Mail mit der voraussichtlichen Zustellzeit, etwa 15 Minuten vor Ankunft des Pakets folgt eine weitere Meldung. Derzeit laufen Tests. 2020 soll es bundesweit klappen. Präziser kann das DHL derzeit nicht sagen.
Mymuesli vor Verkauf? Die Eigentümer des Müslianbieters Mymuesli sondieren Optionen für einen Verkauf ihres Unternehmens. Nach Informationen der LZ haben sie eine Investmentbank beauftragt, Kaufangebote zu prüfen. Mymuesli-Mitgründer Max Wittrock sagte indes "Wir wollen unsere Anteile derzeit nicht verkaufen." Aber man testet eben zumindest mal die Wassertemperatur.
INTERNATIONAL
Ladensterben in den USA geht weiter
Die Zahl der Ladenschließungen in den USA gewinnt offenbar an Tempo. Mit mehr als 12.000 Schließungen in 2019 rechnen Marktbeobachter, laut CNBC.
TRENDS & TECH
Facebook zahlt für Datenschutz-Skandale
Facebook muss für den Missbrauch persönlicher Daten von Nutzern in den USA eine Strafe von rund 5 Milliarden Dollar zahlen. Das sieht ein Vergleich mit der amerikanischen Verbraucherschutzbehörde FTC vor. Für Facebook ist es ein kleiner Griff in die Portokasse. An der Börse lautete die Reaktion denn auch: Yippie!.
Favorit der Leser
Das Leben kann heutzutage manchmal ganz schön kompliziert sein. Die Komplexität des Digitalen kumuliert zuweilen dann an der Handelskasse. Und zwar so sehr, dass man an Halluzinationen glaubt. Es kann aber ganz unterschiedliche Gründe haben, dass man seinen Augen nicht traut. Zumindest gilt das für Edeka. Der Händler kann richtig geil sein - außer an der Kasse.
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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