Shein, Ochama, DHL Kleinpaket, Amazon, Wero, Booking.com, Temu, Alibaba, Deflation China, Soziale Medien, Social Studies

Shein, Ochama, DHL Kleinpaket, Amazon, Wero, Booking.com, Temu, Alibaba, Deflation China, Soziale Medien, Social Studies

Aktuelle E-Commerce-News: Shein, Ochama, DHL Kleinpaket, Amazon, Wero, Booking.com, Temu, Alibaba, Deflation China und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025

HANDEL NATIONAL

Shein verdiente 2022 in neun Monaten 54 Mio. Euro
Der chinesische Mode-Händler Shein erzielte in Deutschland von Mai bis Dezember 2022 einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro bei 54 Mio. Euro Gewinn, berichtet Textilwirtschaft.de. Für Großbritannien gibt es Zahlen für 2023: Hier betrug der Umsatz 1,8 Mrd. Euro, womit der britische Markt wahrscheinlich nach den USA und Deutschland der drittgrößte Absatzmarkt des Unternehmens ist. Weltweit wird der Umsatz auf 41 Mrd. Euro geschätzt.

Ochama verkürzt Lieferzeit durch neues Logistikzentrum
Mit einem neuen Logistikzentrum in Polen will der Online-Supermarkt Ochama 80 Prozent seiner deutschen Kunden innerhalb von 48 Stunden beliefern, wie Lebensmittelzeitung.net einen Blogpost von JD.com zitiert. Das 27.000 Quadratmeter große automatisierte Lager der JD.com-Tochter liegt strategisch günstig nahe der deutschen Grenze und steigert die Kommissionierungseffizienz um das Dreifache.

DHL Kleinpaket wird teurer als die Warenpost
DHL ersetzt ab 2025 die Warenpost durch das neue „DHL Kleinpaket“, wobei die Preise deutlich steigen werden, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die neuen Grundpreise für Geschäftskunden staffeln sich nach jährlicher Versandmenge: 3,19 Euro (200-999 Sendungen), 3,09 Euro (bis 2.999 Sendungen) und 2,99 Euro (ab 3.000 Sendungen), während die bisherige Warenpost ab 2,95 Euro erhältlich war. Zusätzlich fallen Energie- und saisonale Peak-Zuschläge an, bei Mengen über 6.000 Sendungen werden die Preise individuell verhandelt.

Amazon: Ein Prozent-Coupon für bis zu fünf Artikel
Amazon ermöglicht laut eines Beitrags auf Sellercentral künftig die Anwendung eines prozentualen Rabatt-Coupons auf bis zu fünf Artikel innerhalb einer Bestellung. Händler können diese Option beim Erstellen des Coupons durch die Einstellung „Nein“ beim Unterpunkt „Kundenbegrenzung“ aktivieren. So soll die Menge an Einzelbestellungen und damit die Versandkosten der Händler reduziert werden. Die Neuerung gilt nicht für Preisnachlass-Coupons mit festem Betrag.


HANDEL INTERNATIONAL

Kaum jemand nutzt Wero
Der europäische Bezahldienst Wero erreicht vier Monate nach Start kaum Nutzer, wie Spiegel.de eine Verivox-Umfrage zitiert: 87,5 Prozent der Deutschen kennen den Dienst nicht und nur zwei Prozent haben ihn genutzt. Der von europäischen Banken entwickelte PayPal-Konkurrent bietet bisher nur Geldüberweisungen für Kunden ausgewählter Banken an. Dies ist noch ein Wettbewerbsnachteil gegenüber etablierten Bezahllösungen, doch für 2025 sind Online-Zahlungen und für 2025 auch Zahlungen im Einzelhandel bei Wero in Planung.

Booking.com plant Stellenkürzungen
Der Reiseportalbetreiber Booking.com prüft – nach einem Anstieg der Betriebskosten um 13,6 Prozent im dritten Quartal – Stellenkürzungen im Rahmen einer Umstrukturierung, wie Reuters.com berichtet. Der Mutterkonzern Booking Holdings beschäftigt insgesamt 23.600 Mitarbeiter und will durch die Reorganisation die Betriebseffizienz steigern sowie Ressourcen für Verbesserungen im Angebot für Reisende und Partner freisetzen.

EU: Verbraucherschützer finden Rechtsverstöße bei Temu
Europäische Verbraucherschutzbehörden haben bei einer von der EU-Kommission koordinierten Untersuchung mehrere Verstöße gegen EU-Verbraucherrecht auf der Online-Handelsplattform Temu festgestellt, wie die Kommission mitteilt. Die Behörden kritisieren unter anderem irreführende Rabattaktionen, Fake-Bewertungen, versteckte Kontaktdaten sowie fehlende Informationen zu Verbraucherrechten. Temu muss innerhalb eines Monats Stellung beziehen und Vorschläge zur Behebung der Probleme vorlegen, andernfalls drohen Strafzahlungen in den betroffenen EU-Ländern, Belgien, Deutschland und Irland.

China: Alibaba will seine Händler mehr unterstützen
Der chinesische Online-Händler Alibaba setzt statt auf Preiskampf nun verstärkt auf die Unterstützung seiner Händler, wie Scmp.com berichtet. So konnte die Zahl der „88VIP-Mitglieder“ (exklusive Premium-Mitgliedschaft für Kaufkräftige) um 60 Prozent gesteigert werden, wodurch deren Ausgaben um 30 Prozent zunahmen. Darüber hinaus hat Alibaba seine „Rückgabe ohne Rücksendung“-Politik gelockert, den neuen Retourenservice „Tuihuobao“ eingeführt, der die Logistikkosten für Retouren um 30 Prozent reduziert, und kostenlose KI-Tools zur Verfügung gestellt.


China: Kreditkartengroße digitale Geldbörse für Senioren
Die chinesische Zentralbank hat eine Karte mit Display vorgestellt, die als digitale Geldbörse für den Yuan funktioniert, wie auf der Internationalen Finanzexpo in Shenzhen bekannt wurde. Das kreditkartengroße Gerät zeigt QR-Codes, Transaktionen und Kontostände auf dem kleinen Display an und funktioniert ohne App oder Smartphone. Es basiert auf Huaweis Betriebssystem und richtet sich laut Techinasia.com besonders an Senioren, Studenten und ausländische Besucher.

China: Weiter Deflation der Erzeugerpreise
Die chinesischen Verbraucherpreise stiegen im Oktober nur um 0,3 Prozent, während die Erzeugerpreise um bedenkliche 2,9 Prozent sanken. Als Gegenmaßnahme genehmigte die chinesische Regierung ein Konjunkturpaket im Umfang von 10 Bio. Yuan (1,4 Bio. US-Dollar) um die Provinzen bei „versteckten Schulden“ zu entlasten. Goldman Sachs erwartet laut Reuters.com für 2024 eine weiterhin niedrige Inflationsrate von 0,8 Prozent und erst im dritten Quartal 2025 wieder positive Erzeugerpreise.

Soziale Medien dienen der Inspiration, kaum dem Einkauf
Soziale Medien dienen vor allem als Inspirationsquelle für Onlinekäufe, aber nur selten als direkter Verkaufskanal, wie Onlinemarketing.de eine Studie von Getapp zitiert. Während 82 Prozent der Nutzer Instagram für Produktrecherchen verwenden – gefolgt von YouTube (71 Prozent) und TikTok (43 Prozent) – schließen nur acht Prozent ihre Käufe direkt dort ab. Auch der Austausch über private Kanäle wie Messenger und Gruppenchats spielt für 60 Prozent eine wichtige Rolle. 71 Prozent lehnen das Tracking ihrer Kaufgewohnheiten durch Social-Media-Unternehmen ab.


NACHHALTIGKEIT

Social Studies erleichtert nachhaltiges Einkaufen
Der neue Online-Marktplatz „Social Studies“ will laut Teenvogue.com nachhaltiges Einkaufen vereinfachen. Die Plattform bewertet Marken nach ethischen Kriterien wie Nachhaltigkeit, sozialem Engagement und Verwendung von Biomaterialien. Mit Marken wie „Collina Strada“ und „Ganni“ richtet sich der Marktplatz an Verbraucher, die bewusst bei Herstellern einkaufen möchten, die ökologische und soziale Standards erfüllen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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