Shopify, Kredithürde, Bargeld, UK, Schweiz, „Holiday Beauty Haul“, Amazon, General Motors, Revolut, Meta, Start-ups

Shopify, Kredithürde, Bargeld, UK, Schweiz, „Holiday Beauty Haul“, Amazon, General Motors, Revolut, Meta, Start-ups

Aktuelle E-Commerce-News: Shopify, Kredithürde, Bargeld, UK, Schweiz, „Holiday Beauty Haul“, Amazon, General Motors und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das Flaggschiff-Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025

HANDEL NATIONAL

Shopify hinter 40 Prozent der kleinen und mittleren Shops
Shopify dominiert laut einer Untersuchung von Uptain mit einem Marktanteil von 39,9 Prozent den deutschen Markt für kleine und mittlere Onlineshops. Es folgen Shopware (25,1 Prozent) und JTL (12,3 Prozent). Seit 2018 konnte Shopify seinen Marktanteil um 35,3 Prozent steigern, hauptsächlich auf Kosten von Eigenentwicklungen, die um 13,2 Prozent zurückgingen. Trotzdem haben diese individuellen Shops deutlich mehr Besucher: Shopify-Lösungen generieren nicht einmal halb so viel Traffic.

Nordland.Shop: Echte Papierbriefe – digital geschrieben
Briefe an Tausende Kundinnen und Kunden verschicken? Kleinere Online-Shops kommen da schnell an ihre Grenzen. Die Deutsche Post hat ein Tool entwickelt, um Geschäftspost schneller und kostengünstiger zu versenden – digital und trotzdem auf Papier. Der Nordland.Shop zeigt, wie es geht. Mehr lesen

Händler kommen einfacher an Kredite
Deutsche Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, an Kredite zu kommen. Laut Ifo-Institut berichteten im September 32,9 Prozent, dass ihre Banken sich zurückhaltender zeigten – der höchste Wert seit sieben Jahren. Besonders betroffen sind Dienstleister (von 27,0 auf 35,7 Prozent) und die Industrie (von 26,2 auf 34,3 Prozent). Offenere Ohren fanden dafür der Großhandel (von 24,6 auf 23,2 Prozent) und der Einzelhandel (von 30,0 auf 27,0 Prozent).

Elektronisches Bezahlen wächst schleppend
Im Jahr 2023 zahlte der Durchschnittsdeutsche 304 Mal mit elektronischen Zahlungsmethoden, so der „Global Payment Report“ der Boston Consulting Group. Der Durchschnittsnorweger ist mit 815 Transaktionen deutlich digitaler und der Durchschnittsitaliener mit 194 der analogste Europäer. Trotzdem wurde im stationären Handel nur zu 50 Prozent mit Bargeld bezahlt und damit nur in 25 Prozent aller Bezahlvorgänge. Das bedeutet annähernd eine Halbierung des Bargeldanteils seit 2010.


HANDEL INTERNATIONAL

Britischer Online-Handel blüht wieder auf
Nach fast dreieinhalb Jahren verzeichnete der britische Online-Handel im September wieder ein Wachstum und zwar stolze 3,2 Prozent. Der IMRG Online Retail Index, der die Verkaufszahlen von 220 großen Marktteilnehmern verfolgt, meldet insbesondere in den ersten zwei Septemberwochen ein deutliches Plus. Besonders erfreulich entwickelte sich der Online-Modehandel mit einem Anstieg von 4,2 Prozent, in diesem Segment der erste Zuwachs seit zwei Jahren.

Amazon erstattet verlorene Artikel automatisch
Laut Channex.world kündigt Amazon zum 15. Januar 2025 wichtige Änderungen bei den Rückerstattungen für FBA-Händler in Europa an: Zukünftig sollen in Versandzentren verloren gegangene Artikel automatisch und proaktiv erstattet werden. Allerdings wird die Frist für manuelle Erstattungsanträge von 18 Monaten auf 60 Tage verkürzt. Erfahrungen aus den USA zeigen, dass anfangs nur etwa 20 Prozent der verlorenen Artikel wirklich automatisch erfasst und erstattet wurden.

Amazons nächste Aktionstage: Der „Holiday Beauty Haul“
Amazon veranstaltet vom 21. Oktober bis 3. November zum vierten Mal seinen „Holiday Beauty Haul“ mit Rabatten von 10 bis 50 Prozent auf Tausende Beautyprodukte. Namhafte Marken wie Bareminerals, Clinique und Lancôme sind Teil der Aktion und haben zum Teil schon erste Rabatte eingeräumt. Diese Veranstaltung reiht sich in Amazons Verkaufskalender ein, der bereits Beauty-Events im Frühjahr, den Prime Day im Sommer und die Prime Deal Days Anfang Oktober umfasste.

General Motors „OnStar“ wird zur E-Commerce-Plattform
General Motors plant, „OnStar“ in eine E-Commerce-Plattform umzuwandeln, berichtet Evsandbeyond.co.nz. Kunden sollen künftig Produkte wie Super-Cruise-Pläne, Autoversicherungen, SiriusXM-Satellitenradio und Fahrzeugzubehör direkt über das Web & Mobilgeräte, per Sprachsteuerung und Fahrzeugdisplays erwerben können. „OnStar“ ist bislang ein Telematik- und Sicherheitsdienst für Fahrzeuge mit Funktionen wie Notfallhilfe, Fahrzeugortung und -diagnose.

Revolut hat ein Betrugsproblem
Die britische Neobank Revolut steht unter Kritik, nachdem ihr Name im letzten Geschäftsjahr in fast 10.000 Betrugsberichten des „Nationalen Meldezentrums für Betrug und Cyberkriminalität“ genannt wurde, deutlich häufiger als etwa Großbanken wie Barclays. So verlor ein Geschäftsmann laut BBC.com innerhalb einer Stunde 165.000 Pfund an Betrüger, die sich als Revolut-Mitarbeiter ausgaben; das Konto sperren zu lassen dauerte 23 Minuten. Revolut betont, stark in Betrugsprävention investiert zu haben und ein Drittel seiner globalen Belegschaft dafür einzusetzen.


Schweizer E-Commerce wächst trotz Schwierigkeiten
Die „Onlinehändlerbefragung 2024“ der ZHAW und der FHNW zeigt, dass der E-Commerce in der Schweiz weiter wächst. Künstliche Intelligenz etabliert sich als Megatrend: Über die Hälfte der Händler nutzt KI-Tools zur Texterstellung, 42 Prozent für Produktbeschreibungen. Im Zahlungsverkehr gewinnen Twint und Debitkarten weiter Marktanteile. Die Schweizerische und Österreichische Post dominieren mit über 75 Prozent Marktanteil den Paketversand. Deren Preiserhöhungen und die Konkurrenz aus Asien drücken allerdings schmerzhaft auf die Margen der 624 befragten Online-Shops.

Meta: Mehr Wearables, weniger Metaverse
Meta erforscht laut Businessinsider.com intensiv nach Möglichkeiten, KI-Technologie in Wearables zu integrieren. Das Unternehmen untersucht laut Andrew Bosworth, CTO von Meta „nahezu jeden Körperteil auf seine Eignung für KI-gestützte Wearables“. Gleichzeitig werden das Budget und das Personal bei den „Reality Labs“ gekürzt, deren Soft- und Hardware-Entwicklungen ein wichtiger Baustein für das Metaverse sind.

Neue Geschäftsform für Start-ups gefordert
Führende europäische Tech-Unternehmer fordern in einem offenen Brief die Einführung einer neuen EU-weiten Rechts- und Geschäftsform namens „EU Inc“ zur Förderung von Start-ups, berichtet Cnbc.com. Dies soll die fragmentierte Start-up-Szene Europas vereinen und Wachstumshürden abbauen. Zwar werden in Europa mehr Start-ups gegründet als in den USA, allerdings konnten diese letztes Jahr nur 45 Mrd. Euro Risikokapital einsammeln, ihre amerikanischen Kollegen hingegen 120 Mrd. Euro.

Chinas Außenhandel kühlt weiter ab
Der chinesische Außenhandel verzeichnete im September – mit einem Anstieg der Exporte um 2,4 Prozent und der Importe um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – ein geringeres Wachstum als erwartet, berichtet Handelszeitung.ch. Prognostiziert waren sechs und 0,8 Prozent. Die Krise im Immobiliensektor und die hohe Jugendarbeitslosigkeit von 18,8 Prozent belasten weiterhin die chinesische Wirtschaft.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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