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Aktuelle E-Commerce-News: Social-Shopping, Black Friday, Cookies, IT-Mittelstand, Squarespace, Uber + Expedia, Taobao und weitere Themen im Überblick.
David WöllensteinRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
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HANDEL NATIONAL
42 Prozent shoppen auf Social-Media-Plattformen
Der Trend zum Social-Shopping verstärkt sich laut einer aktuellen Umfrage von Usertesting: 42 Prozent der Befragten kaufen gerne über soziale Netzwerke ein, 75 Prozent suchen dort nach Kaufinspirationen. Kleidung, Schuhe sowie Beauty-Produkte sind besonders beliebt. YouTube (65 Prozent), Instagram (63 Prozent) und Facebook (60,5 Prozent) führen als bevorzugte Plattformen, während TikTok (36,5 Prozent) noch mit einigem Abstand folgt. Nutzer freuen einerseits sich über die einfachere Navigation, aber bemängeln andererseits längere Lieferzeiten und kompliziertere Retouren.
Nordland.Shop: Echte Papierbriefe – digital geschrieben
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Black Friday bleibt beliebtestes Verkaufs-Event
Der Black Friday, dieses Jahr am 29. November, bleibt das beliebteste Shopping-Event in Deutschland, gefolgt vom Cyber Monday am 2. Dezember. Laut einer Yougov-Umfrage planen 30 Prozent der Befragten, am Black Friday einzukaufen, während 19 Prozent den Cyber Monday bevorzugen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten beabsichtigen 44 Prozent der Konsumenten, genauso viel auszugeben wie im Vorjahr, und 11 Prozent planen sogar höhere Ausgaben.
Bundesregierung will Cookies eindämmen
Der Bundestag hat laut Heise.de einer Verordnung zur Eindämmung von Cookie-Bannern zugestimmt, die Nutzern ermöglichen soll, über anerkannte Dienste dauerhafte Zustimmungen zu erteilen. Wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen aber kritisiert, müssen Webseitenbetreiber abgelehnte Entscheidungen jedoch nicht akzeptieren und können weiterhin um Einwilligungen bitten. Hinzu kommt, dass die Teilnahme für Webseitenbetreiber freiwillig ist, da die Regierung auf „Anreize statt Pflichten“ setzt.
IT-Mittelstand bleibt widerstandsfähig
Der IT-Mittelstand in Deutschland zeigt trotz konjunktureller Belastungen Widerstandsfähigkeit. Laut Bitkom-Ifo-Digitalindex liegt das Geschäftsklima mit 0,9 Punkten im August noch im positiven Bereich, doch es hat zum Vormonat 6,1 Punkte eingebüsst. Die Branche schafft weiterhin neue Arbeitsplätze, mit einem Zuwachs von 5 Prozent bei der Anzahl der IT-Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr. Der Bitkom fordert eine anwenderfreundlichere Regulierung beim Datenschutz, den 83 Prozent der Unternehmen als größtes Digitalisierungshindernis sehen.
HANDEL INTERNATIONAL
Österreich: 51 Prozent der Händler sehen die Zukunft online
51 Prozent der in einer Studie des Handelsverbandes und der Österreichischen Post befragten Händler sehen die Zukunft online, 71 Prozent verkaufen bereits im Netz, meldet Elektro.at. So wollen 60 Prozent die Sichtbarkeit ihres Unternehmens erhöhen und 58 Prozent ihr Absatzgebiet vergrößern. Aber auch die Kostenersparnis (49 Prozent) und die Nachhaltigkeit (73 Prozent) sind für die Händler wichtige Argumente für den E-Commerce.
Permira kauft sich Sqarespace
Die Investmentfirma Permira hat die Übernahme der Website-Baukasten-Plattform Squarespace für 7,2 Mrd. Dollar abgeschlossen. Squarespace wird somit von der New Yorker Börse genommen und in ein Privatunternehmen umgewandelt werden. Gründer Anthony Casalena bleibt CEO und Vorstandsvorsitzender, behält einen Großteil seiner Anteile und zählt weiterhin zu den größten Anteilseignern. Permira plant laut Techradar.com, die Produktpalette des Unternehmens zu erweitern.
Uber will Expedia übernehmen
Uber plant laut Cnbc.com sich durch die Übernahme der Reiseplattform Expedia zu einer „Super-App“ zu entwickeln. Das aktuell mit rund 20 Mrd. Dollar bewertete Expedia bietet verschiedene Buchungsdienste an und steht zur Zeit durch Booking.com und Airbnb unter hohem Wettbewerbsdruck. Ubers CEO Dara Khosrowshahi ist ehemaliger CEO von Expedia und aktuelles Vorstandsmitglied. Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, beide Unternehmen haben sich bisher nicht offiziell dazu geäußert.
Alibabas Taobao wächst in Hongkong zweistellig
Alibabas C2C-Online-Plattform Taobao verzeichnet in Hongkong ein „zweistelliges Wachstum“ bei Bruttowarenwert und Bestellvolumen während ihrer Werbekampagne zum Singles‘ Day, die bereits am 1, Oktober begann. Die Kampagne beinhaltet laut Scmp.com kostenlose Lieferung für Bestellungen über 99 Yuan (12,82 Euro) in den Kategorien Mode, Elektronik und Kosmetik. Mehr als die Hälfte der Hongkonger nutzt Taobao, was die Stadt zu einem der wichtigsten Märkte für Alibaba macht.
Indien: Amazon will 250 Prozent mehr Mofas verkaufen
Amazon India erwartet in der diesjährigen Festivalsaison ein Verkaufswachstum von 250 Prozent im Zweirad-Segment, berichtet Thehindubusinessline.com. Das Unternehmen bietet seit letztem Jahr Elektro-Zweiräder an und hat vor drei Monaten benzinbetriebene Modelle eingeführt. Momentan verkaufen sich auf der Plattform Elektro-Mofas drei Mal häufiger als die Benziner.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Otto: 2.000 Mitarbeiter nutzen täglich den eigenen Chatbot
Die selbst trainierte KI der Otto Group – OG GPT – steht allen 30.000 Mitarbeitern zur Verfügung und 7.000 nutzen sie monatlich, 2.000 sogar jeden Tag, berichtet Textilwirtschaft.de. Der Grund: Sie sparen Zeit. Um die Nutzung zu fördern, biete das Unternehmen verschiedene Schulungsformate an, darunter Videos, eine Online-Community oder Workshops. Trotzdem bleibe die Entwicklung konkreter Vermarktungsideen immer noch ein komplexer Prozess.
Reality Defender entwickelt Tool gegen Deepfake-Videos
Das US-Start-up Reality Defender hat ein KI-Tool zur Echtzeit-Erkennung von Deepfake-Videos entwickelt, das zuerst als Plugin für Zoom auf den Markt kommt, berichtet Wired.com. Laut CEO Ben Colman sei in den kommenden Monaten mit einer „Explosion von Deepfake-Videos“ zu rechnen. Die Dringlichkeit ist aber schon länger gegeben: Im Februar verlor beispielsweise das britische Ingenieurbüro Arup 20 Millionen Pfund durch ein Deepfake-Zoom-Anruf.
NACHHALTIGKEIT
Absatz an E-Autos in der Schweiz sinkt
Die Mehrheit der Schweizer (63 Prozent) hält laut einer Amag-Umfrage erneuerbare Mobilität für wichtig, jedoch ist die Zahlungsbereitschaft dafür gering. Trotz der positiven Einstellung sank der Marktanteil von E-Autos in der Schweiz und Liechtenstein auf 18,7 Prozent. Amag-Chef Helmut Ruhl nennt als Hindernisse für den E-Auto-Boom unsichere Stromversorgung, komplizierte Lademöglichkeiten und den Wegfall der Importsteuerbefreiung. Um gegenzusteuern, plane der Auto-Importeur eine eigene App, die mit einer Abdeckung von 98 Prozent der Schweiz günstige Ladetarife garantiert.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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