Tarifstreit, Flaconi + The Trade Desk, Amazon, Shopee, Prettylittlething, Italien, Live-Commerce, Waymo und Uber, Tencents Yuanbao

Tarifstreit, Flaconi + The Trade Desk, Amazon, Shopee, Prettylittlething, Italien, Live-Commerce, Waymo und Uber, Tencents Yuanbao

Aktuelle E-Commerce-News: Tarifstreit, Flaconi + The Trade Desk, Amazon, Shopee, Prettylittlething, Italien, Live-Commerce und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Deutsche Post und Verdi beenden Tarifpoker
Die rund 170.000 Briefträger, Postboten und Logistikmitarbeiter der Deutschen Post erhalten gestaffelte Lohnerhöhungen von insgesamt fünf Prozent innerhalb der kommenden zwei Jahre, berichtet FAZ.net. Nach mehreren Warnstreiks, die bundesweit Sendungsverzögerungen verursacht hätten, sei in der vierten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt worden. Der rückwirkend ab Januar geltende Tarifvertrag beinhalte neben den Gehaltssprüngen auch zusätzliche Urlaubstage ab 2026 – einen für Alle, zwei für Mitarbeitende mit mindestens 16 Dienstjahren.

Retail-Media: Flaconi und The Trade Desk kooperieren
Flaconi schmiedet eine strategische Partnerschaft mit The Trade Desk für eine präzise Zielgruppenansprache mittels der Retail-Daten des deutschen Beauty-Onlineshops, wie Meedia.de berichtet. Die Integration ermögliche es auch branchenfremden Werbetreibenden, Kunden über den gesamten Marketing-Funnel und auf diversen Kanälen wie z. B. vernetzten TV-Geräten oder über digitale Außenwerbung anzusprechen. Flaconi erschließe sich dadurch zusätzliche Umsatzquellen und biete gleichzeitig eine transparente Alternative zu den abgeschotteten Digitalplattformen.

Amazon verschiebt FBA-Erstattungsreform auf Ende März
Amazon verschiebt die umfassende Änderung seiner FBA-Erstattungsregeln vom 10. auf den 31. März, berichtet Onlinehaendler-News.de. Künftig erstatte der Konzern bei beschädigten oder verlorenen Waren nicht mehr den vollen Verkaufswert, sondern lediglich die Herstellungskosten. Diese Umstellung stelle „wahrscheinlich die größte Gebührenerhöhung aller Zeiten dar, da Verlustschäden unvermeidlich seien“, zitiert Modernretail.co Joel MacPherson von TrueOps. Besonders Händler mit günstigen Produktionskosten und hohen Verkaufspreisen oder mit zerbrechlichen Produkten müssten mit erheblichen finanziellen Einbußen rechnen.


HANDEL INTERNATIONAL

Shopee knackt 100-Mrd.-Marke dank YouTube
Der Technologiekonzern Sea erzielte im vierten Quartal 2024 einen Nettogewinn von 237,6 Mio. Dollar – eine deutliche Wende gegenüber dem Vorjahresverlust, berichtet Businesstimes.com. Der Quartalsumsatz sei um 36,9 Prozent auf fünf Mrd. Dollar gestiegen und habe damit die Analystenprognosen übertroffen. Seas E-Commerce-Plattform Shopee habe mit einem Warenwert von 100,5 Mrd. Dollar im Gesamtjahr die ursprüngliche Unternehmensprognose deutlich überschritten; besonders die YouTube-Partnerschaft hätte dieses Wachstum angetrieben.

Prettylittlething löst sich vom Fast-Fashion-Image
Der britische Online-Modehändler Prettylittlething hat ein umfassendes Rebranding vorgestellt, um sich vom Fast-Fashion-Image zu lösen und als zeitgemäße Damenmodemarke zu positionieren, berichtet Fashionunited.com. Unter der Leitung des zurückgekehrten Mitgründers Umar Kamani habe die Marke ihr visuelles Erscheinungsbild komplett überarbeitet und auch dem Einhorn-Logo eine dezentere Gestaltung gegeben. Die Neuausrichtung spiegele sich auch in zwei neuen Kollektionen wider, die hochwertigere Materialien und zeitlose Designs bieten würden.

Italienischer E-Commerce wächst sechs Prozent
Italienische Konsumenten gaben im vergangenen Jahr 58,8 Mrd. Euro für Online-Einkäufe aus – ein Plus von sechs Prozent gegenüber 2023, berichtet WKO.at. Der E-Commerce-Anteil am gesamten Einzelhandel sei dabei von 12,5 auf 13 Prozent gestiegen. Besonders kräftig hätten die Bereiche Einrichtung, Beauty und Pharmaprodukte mit jeweils zwölf Prozent zugelegt, während der digitale Lebensmittelhandel um sieben Prozent gewachsen sei. Bei Online-Dienstleistungen hätten Tourismus und Transport mit acht Prozent Wachstum die Spitzenposition eingenommen.

Europa: Eine halbe Million weniger Arbeitslose
Die Arbeitslosenquote im Euroraum verharrte im Januar 2025 stabil bei 6,2 Prozent, zeigen aktuelle Zahlen von Eurostat. Im Jahresvergleich seien 547.000 weniger Menschen arbeitslos gewesen; die Gesamtzahl der Arbeitslosen liege nun bei 10,65 Mio. Bei jungen Menschen unter 25 Jahren entspanne sich die Lage allerdings kaum: Hier sei die Quote gerade mal um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 14,1 Prozent gesunken.


Live-Commerce bleibt noch ein chinesisches Phänomen
Asien bleibt – mit prognostizierten Umsätzen von fast 370 Mrd. Dollar in 2024 – das Epizentrum des Live-Commerce, berichtet Statista.com. China dominiere mit 350 Mrd. Dollar den Markt, das Wachstum im Vergleich zu 2023 betrug hier 40 Prozent. Zum Vergleich: In den USA lag der Umsatz der Livestreaming-Angebote bei 17 Mrd. Dollar. Während in China sogar bereits 30 Prozent der Lebensmittel über Douyin, Kuaishou oder Taobao Live bestellt würden, verkaufe sich beim europäischen Primus Großbritannien die Mode mit einem Marktanteil von zehn Prozent am besten.

Robotaxis für Austin – Waymo und Uber kooperieren
Die ehemalige Rivalen Waymo und Uber haben in Austin eine Partnerschaft für autonome Fahrzeuge gestartet, berichtet Theverge.com. Nutzer könnten nun über die Uber-App autonome Taxis bestellen. Die Fahrzeuge würden ausschließlich auf lokalen Straßen verkehren. Uber übernehme das komplette Flottenmanagement einschließlich Reinigung und Wartung. Waymo-One-Fahrzeuge sind laut Website vollkommen fahrerlos und können auch nicht von den Passagieren übernommen werden. In San Francisco beispielsweise koste eine 15-minütige Fahrt ungefähr 7,60 Dollar.

Tencents Yuanbao überholt Deepseek
Tencents KI-Chatbot Yuanbao verdrängt Deepseek als meistgeladene kostenlose App im chinesischen iOS-App-Store, berichtet Scmp.com. Die täglichen Nutzerzahlen von Yuanbao seien Ende Februar auf drei Millionen gestiegen, was hauptsächlich auf eine massive Werbekampagne auf Wechat zurückzuführen sei. In Chinas hart umkämpftem KI-Markt beteiligen sich auch Technologieriesen wie Alibaba, Baidu oder Bytedance am Wettrennen um Marktanteile.

Mehr Vorsicht im Netz zahlt sich aus
Cyberkriminelle haben im vergangenen Jahr 61 Prozent der deutschen Internetnutzer ins Visier genommen, wie eine repräsentative Befragung des Bitkom ergab. Die Zahlen seien somit rückläufig; sie lagen vor zwei Jahren noch bei 75 Prozent, was auf bessere Schutzmaßnahmen der Nutzer hindeute, erklärte Bitkom-Präsident Wintergerst. Am häufigsten würden Betrüger beim Online-Shopping zuschlagen, auf Platz zwei und drei folgen Phishing-Attacken und Schadsoftware. Der durchschnittliche Schaden belaufe sich auf 219 Euro, trotzdem erstatte nur ein Viertel der Betroffenen Anzeige.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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