
Tesla bei Amazon, Delivery Hero, Click & Collect, Google Pay, Relex, Spotify
Liebe Leserin, lieber Leser, zweifeln Sie auch jedesmal an der Zukunft von Alexa, wenn Sie hören, wie schlapp damit die Verkaufe ist? Tun Sie das nicht. Es geht um weitaus größere Pläne und Visionen.
Der Umsatz von Delivery Hero kletterte 2018 ohne das vor dem Verkauf stehende Deutschland-Geschäft (Pizza.de, Lieferheld, Foodora) an den Konkurrenten Takeaway um 65 Prozent auf 687 Millionen Euro. Bereinigt um Währungseffekte lag das Plus bei 77 Prozent. Die bereinigte Marge 2018 (Ebitda) soll bei minus 18 Prozent liegen. 2019 erwarten die Berliner Erlöse von 1,08 bis 1,15 Milliarden Euro. Das Ebitda soll zwischen minus 270 bis minus 320 Millionen Euro liegen. Im Geschäft ist der Lieferdienst nun vor allem in der Türkei, Nahost, Nordafrika und Südkorea.
Sparkassen-Tochter startet Google Pay
Ab dem Frühjahr 2019 will mit 1822direkt, Direktbank-Tochter der Frankfurter Sparkasse, das erste Institut aus den Reihen der Sparkassen seinen Kunden Google Pay anbieten. Das kündigte das Institut via Twitter an. Bislang schworen die Roten exklusiv auf das eigene App-Modell. Von dem hat man schon so viel gehört, da kann man jetzt generös sein.
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INTERNATIONAL
Was Alexa wirklich bedeutet
Aus Gründen mal etwas anderes als eine News an dieser Stelle. Denn den vielleicht wichtigsten Satz der vergangenen Tage, den man sich merken sollte, lesen Sie bei Ben Evans. Er ist einer der ganz schlauen Köpfe von Andreessen Horowitz. Die Risikokapitalfirma hat frühzeitig in etliche der heutigen Tech-Titanen und andere erfolgreiche Start-ups investiert. Evans sagt nun, dass man sich nicht täuschen lassen sollte, wenn Echo und Co sich zwar gut verkaufen, damit aber noch keine gute Verkaufe auf Amazon zu machen ist.
Evans: "Der Endpunkt ist für Plattform-Unternehmen viel strategischer geworden. Alles, was Sie tun können, um einen eigenen Endpunkt zu erhalten, hat einen Wert für die Zukunft, auch wenn es heute niemand für den Kauf von Seifenpulver verwendet." Amazon denkt eben schlicht eine Dekade weiter. (hat tip an meshedsociety)
Tesla mit Merchandising bei Amazon
Kurzzeitig zeigte sich Tesla bei Amazon mit einem eigenen Shop mit Merchandising-Produkten wie iPhone-Hüllen. Kaum von Electrek entdeckt, verschwand die Präsenz auch schon wieder. Muss vermutlich erstmal neu laden.
TRENDS & FAKTEN
175 Millionen Euro für Relex
Die Equity-Gesellschaft TCV investiert 175 Millionen Euro in Relex, einem Anbieter integrierter Lösungen für die Einzelhandelsplanung. Zu den deutschen Kunden der Wiesbadener zählen Marken wie MediaMarkt, real und Rossmann.
Spotify-Zahlen klingen gut
Spotify steigerte die Zahl seiner Bezahl-Abos im 4. Quartal um 36 % auf 96 Millionen und verbesserte sich beim Umsatz auf 1,5 Mrd Euro. Allerdings: Der Durchschnittsumsatz pro Nutzer sank um rund 7 Prozent. Der Rabatte und Spezialtarife wegen. Auch Disruptoren machen also ganz klassische Fehler. Grund genug, derlei hier auch mal zu melden.
Zahl des Tages
Laut einer Bitkom-Umfrage hat mehr als jeder vierte Online-Käufer (26 Prozent) den Service Click & Collect schon einmal genutzt. Vor zwei Jahren waren es erst 22 Prozent. Ein weiteres Fünftel (18 Prozent, 2017: 21 Prozent) will diesen Service in Zukunft gerne nutzen. Hier erklärt etailment, welche Strategien funktionieren.
Start-up des Tages
Das Start-up Drag & Bot hat ein Betriebssystem geschaffen, mit dem sich Roboter flexibel einsetzen lassen, ohne jeweils Experten ans Programmieren setzen zu müssen. Das Prinzip "Drag and Drop" macht's möglich.
Favorit der Leser am Vortag
Mit der steilen These, dass Instagram das neue QVC für Millennials geworden sei, erhielt Dan Seifert, Redakteur beim US-Tech-Blog „The Verge“, regen Zuspruch, aber auch Kritik. Bildernetzwerke befriedigen im Leben ihrer Nutzer vielfältige Bedürfnisse. Und sie sind inzwischen zu groß, um von Händlern ignoriert zu werden.
Schon gewusst? OR - den Podcast von etailment rund um E-Commerce, Transformation, digitales Leben und Arbeiten - gibt es auch bei iTunes, bei Spotify und Soundcloud - kostenlos. Unser Tipp: Den Podcast abonnieren und keine Folge verpassen. Danke, dass Sie den Podcast liken und abonnieren.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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