The Platform Group, Der Handel, Alipay+, Telekom-Netzengpässe, Shein, Social Commerce, China, Muttertag, DHL, Homeoffice Schweiz

The Platform Group, Der Handel, Alipay+, Telekom-Netzengpässe, Shein, Social Commerce, China, Muttertag, DHL, Homeoffice Schweiz

Aktuelle E-Commerce-News: The Platform Group, Der Handel, Alipay+, Telekom-Netzengpässe, Shein, Social Commerce, China und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

The Platform Group erwartet 30 Prozent Wachstum
Der Düsseldorfer E-Commerce-Konzern The Platform Group AG korrigiert seine Jahresprognosen deutlich nach oben, berichtet Fashionunited.de. Das Unternehmen erwarte nun einen Umsatz von 680 bis 700 Mio. Euro statt der ursprünglich veranschlagten 590 bis 610 Mio. Euro. Grund für den Optimismus seien die blendende Geschäftsentwicklung im ersten Quartal sowie Zuwächse bei Partnern und Akquisitionen. CEO Dominik Benner halte ein Wachstum von über 30 Prozent für erreichbar. Das bereinigte EBITDA solle auf 47 bis 50 Mio. Euro klettern.

„Der Handel“ 2/2025 – das E-Paper ist online
Der Handel stöhnt unter dem Fachkräftemangel – wer sich entschließt, Langzeitarbeitslose, Geflüchtete oder Schwerbehinderte einzustellen, erhält umfangreiche Förderung durch öffentliche Stellen. Das neue Heft von „Der Handel“ (2/2025) nennt die Ansprechpartner. Und sagt, wie Händler heute ihre Belegschaft binden, um den Bedarf an neuem Personal zu senken. Außerdem geht es um das Dauerthema Künstliche Intelligenz. Erstens darum, was KI im Marketing leisten kann. Und zweitens darum, wo in den Lieferketten und in der Intralogistik KI-Anwendungen die Prozesse vereinfachen. Technische Innovationen beschließen das Heft: Neue, datengestützte Systeme machen Ladendieben das Leben schwer. Und Smart Stores schicken sich zum Roll-out an, bleiben aber erklärungsbedürftig. Das E-Paper mit allen Inhalten des gedruckten Heftes können Sie kostenfrei hier herunterladen.

40.000 deutsche Händler setzen auf Alipay+
Die Nutzerbasis von Aliipay+ in Deutschland sei im ersten Quartal um mehr als 10 Prozent gestiegen, während die Transaktionszahlen um über 15 Prozent zugelegt hätten, ergeben Zahlen, die Etailment.de zur Verfügung gestellt wurden. Mittlerweile böten über 40.000 Händler die asiatischen Bezahlmethoden an, ein Zuwachs von knapp 40 Prozent. In touristischen Brennpunkten wie Frankfurt und München erklimme das Zahlungssystem bereits den Status einer Standardoption und schlage so eine digitale Brücke zwischen asiatischen Reisenden und dem deutschen Handel.

Die Deutschen sind markentreue Schnäppchenjäger
Preisvorteile bestimmen maßgeblich das Kaufverhalten von Konsumenten, wie eine aktuelle Untersuchung von Group M.de zeigt. Obwohl 71 Prozent der Befragten das Online-Shopping generell Freude bereite, kauften zwei Drittel bevorzugt dort, wo sie das beste Angebot fänden. Besonders Preisnachlässe (63 Prozent) und Versandkostenfreiheit (61 Prozent) lockten die Kundschaft. Trotz Schnäppchenjagd-Mentalität blieben aber 62 Prozent lieber bei vertrauten Marken – nur 39 Prozent experimentierten mit neuen Marken.

Bündnis zieht gegen angebliche Telekom-Barrieren vor
Ein Bündnis aus der Gesellschaft für Freiheitsrechte, der Verbraucherzentrale Bundesverband, Prof. Dr. Barbara van Schewick und Epicenter.works hat Beschwerde gegen die „künstlichen Netzengpässe“ der Deutschen Telekom bei der Bundesnetzagentur eingereicht, berichtet VZBV.de. Die Telekom schaffe absichtlich Datenstaus am Netzeingang und verlange von Online-Diensten Extrazahlungen für ungehinderte Durchfahrt. Betroffen seien besonders kleinere Anbieter und Start-ups, die sich diese „Mautgebühren“ nicht leisten könnten. Bei Telekom-Kunden äußere sich dies durch stockende Videos, langsame Webseiten und abbrechende Verbindungen. Das Bündnis sehe darin einen klaren Verstoß gegen das europäische Netzneutralitätsgesetz und fordere ein rasches Einschreiten der Behörde.


HANDEL INTERNATIONAL

Shein: US-Preise steigen um bis zu 377 Prozent
Shein hat die Preise für US-Kunden um bis zu 377 Prozent angehoben, berichtet Retailgazette.co.uk. Die Preiserhöhungen seien, wie angekündigt, am 25. April in Kraft getreten, wodurch sich manche Produkte über Nacht vervierfacht verteuert hätten. So sei zum Beispiel das 10er-Pack Spültücher von 1,28 auf 6,10 Dollar gestiegen. Die drastischen Preissprünge seien eine Reaktion auf die von der Trump-Administration verhängten Importzölle von bis zu 145 Prozent auf chinesische Waren und die Abschaffung der 800-Dollar-Zollbefreiung.

Social Commerce in jedem fünften Kleinunternehmen
Fast jedes fünfte Kleinunternehmen im DACH-Raum nutzt Social Media als primären Vertriebskanal, zitiert Onlinehaendler-News.de eine Umfrage von GoDaddy. Bei den betreffenden „Social-First-Unternehmern“ handle es sich mit 53 Prozent überwiegend um Digital Natives unter 35 Jahren. Diese Gruppe blicke besonders optimistisch in die Zukunft – 62 Prozent erwarteten Wachstum in den kommenden drei bis fünf Jahren.

China: US-Zölle zwingen zu kreativen Lösungen
Chinesische Exporteure entwickeln Ausweichstrategien, nachdem US-Zölle den Handel massiv beeinträchtigen, berichtet Techinasia.com. Laut Analysten und Branchenvertretern hätten Unternehmen Produktionen gestoppt, Mitarbeiter beurlaubt und alternative Absatzmärkte gesucht. Besonders Spielzeug- und Sportartikelhersteller seien betroffen. Nach Goldman-Sachs-Schätzungen hingen 10 bis 20 Mio. chinesische Arbeitskräfte am US-Exportgeschäft. Einige Firmen wie Woodswool schwenkten auf Inlandsverkäufe via Livestreaming um, während andere in Europa und Australien neue Kundenkreise erschlössen.

Muttertags-Rekord in Östereich
Für ihre Mütter wollen die Österreicher am 11. Mai so viel Geld in die Hand nehmen wie noch nie, prophezeit der Österreichische Handelsverband. Männer planen 102 Euro an Ausgaben, Frauen um die 69 Euro. Blumen und Pflanzen führen mit 33 Prozent die Beliebtheitsskala der Geschenke an, darauf folgen auf Platz zwei Süßigkeiten. Der stationäre Handel profitiere am stärksten, da 30 Prozent der Schenkenden ihre Präsente in Supermärkten oder Discountern besorgten.

Zollpoker gewonnen: DHL versendet wieder in die USA
DHL nimmt Lieferungen an US-Privatkunden nach kurzzeitigem Versandstopp wieder auf, berichtet Onlinehaendler-News.de. Der Logistiker habe am vergangenen Montag zunächst einen Lieferstopp für Pakete über 800 Dollar verkündet. Grund sei eine verschärfte US-Zollregelung gewesen, die seit 5. April eine formelle Zollabfertigung für Waren ab diesem Wert vorschreibe – statt wie zuvor ab 2.500 Dollar. Nach Verhandlungen mit amerikanischen Behörden habe man dank ungenannter „Anpassungen der Zollregelungen“ den Versand wiederaufnehmen können.


Schweizer Stellenmarkt setzt auf das Homeoffice
Der Anteil der Stellenangebote mit Homeoffice-Option hat in der Schweiz mit 13,8 Prozent ein Rekordniveau erreicht, berichtet Handelszeitung.ch. Diese Zahl habe sich seit der Corona-Pandemie nahezu vervierfacht. Die Schweiz rangiere damit vor den USA und Italien, aber hinter Österreich und Deutschland. Besonders in Bürojobs wie IT, Rechtswesen und Finanzwesen locke fast jede dritte Stellenausschreibung mit heimischem Arbeiten.

Europäer gönnen sich mehr und sparen trotzdem
Der reale Pro-Kopf-Konsum der Privathaushalte stieg im vierten Quartal 2024 in der EU um 0,4 Prozent, meldet Eurostat. Das reale Pro-Kopf-Einkommen habe gleichzeitig um solide 0,6 Prozent zugelegt. Nominal sei das Brutto-Haushaltseinkommen um 1,3 Prozent gestiegen, hauptsächlich getrieben durch höhere Arbeitnehmerentgelte. Die Sparquote der EU-Haushalte habe sich um 0,1 Prozentpunkte erhöht.

Datenschutz: Deutschland bleibt im grünen Bereich
Deutschland reduzierte seine Datenschutzverstöße 2024 um beachtliche 13 Prozent, bleibt mit 27.829 Fällen trotzdem ein Sorgenkind in Europa, berichtet Heydata.eu. Die Niederlande hätten mit 33.471 Vorfällen (+65 Prozent) den fragwürdigen Spitzenplatz erobert. Von 15 untersuchten EU-Ländern seien nur vier im grünen Bereich - neben Deutschland auch Dänemark (-41 Prozent), Irland (-17 Prozent) und Polen (-1 Prozent). Besonders besorgniserregend entwickelten sich Spanien (+47 Prozent) und Italien (+42 Prozent).

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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