The Platform Group, Meta, Tiktok, Frasers + XXL, Thailand, Amazon + Flipkart, Windows 11, digitale Rechtshilfe, Südafrika

The Platform Group, Meta, Tiktok, Frasers + XXL, Thailand, Amazon + Flipkart, Windows 11, digitale Rechtshilfe, Südafrika

Aktuelle E-Commerce-News: The Platform Group, Meta, Tiktok, Frasers + XXL, Thailand, Amazon + Flipkart, Windows 11 und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025

HANDEL NATIONAL

The Platform Group übernimmt Firstwire
The Platform Group übernimmt laut Fashionunited.de mit 50,1 Prozent die Mehrheit an der Kölner Finanzplattform Firstwire, was die erste Ausweitung des Portfolios in den Finanzsektor darstellt. Firstwire bietet seit 2014 digitale B2B-Finanzierungslösungen für namhafte Kunden wie Vonovia, Grammer und TAG Immobilien sowie deutsche Kommunen an. Die Übernahme soll im Januar 2025 abgeschlossen sein.

VZBV reicht Sammelklage gegen Meta ein
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat gestern laut Pressemitteilung eine Sammelklage gegen Meta eingereicht, um zu verhindern, dass Ansprüche aus dem Datenleck im Jahr 2021 verjähren. Damals waren 533 Mio. Nutzer betroffen – davon 6 Mio. bei Facebook in Deutschlan d – deren persönliche Daten gesammelt und möglicherweise für Spam, Phishing und Identitätsdiebstahl missbraucht werden konnten. Das Klageregister wird Anfang 2025 eröffnet, der Bundesgerichtshof hat kürzlich 100 Euro Schadensersatz pro Person als angemessen eingestuft.

Selbständige blicken pessimistisch ins neue Jahr
Die Geschäftsaussichten für Selbstständige bleiben auch 2025 düster, wie eine aktuelle Ifo-Umfrage zeigt: Vier von zehn Selbstständigen erwarten eine weitere Verschlechterung ihrer Geschäftslage, während knapp die Hälfte von einer gleichbleibend schwierigen Situation ausgeht. Der Pessimismus spiegelt sich auch in der Investitionsbereitschaft wider – ein Drittel der Befragten plant Kürzungen, nur jeder siebte will mehr investieren. Immerhin verzeichnet der Jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex im November mit minus 21,3 Punkten einen leichten Anstieg, wobei die aktuelle Geschäftslage etwas besser als befürchtet, die Zukunft jedoch weiterhin pessimistisch eingeschätzt wird.


HANDEL INTERNATIONAL

Tiktok reicht Eilantrag gegen sein Verbot ein
ByteDance und Tiktok haben einen Eilantrag eingereicht, um das US-Gesetz zur Zwangsveräußerung der Video-Plattform bis zum 19. Januar vorläufig zu stoppen, berichtet Reuters.com. Damit wollen die Unternehmen dem Obersten Gerichtshof Zeit für eine Prüfung geben, nachdem ein Berufungsgericht das Gesetz zuvor einstimmig bestätigt hatte. Möglicherweise könnte auch Donald Trump, der am 20. Januar als Präsident in sein Amt eingeführt wird, die Umsetzung des Gesetzes verhindern.

Frasers Group will XXL-Mehrheit
Die britische Frasers Group plant die vollständige Übernahme des norwegischen Sportartikelhändlers XXL und bietet dafür wahrscheinlich 21,72 Mio. Dollar, berichtet Apparelresources.com. Frasers, die bereits 26,8 Prozent der Anteile besitzt, halte den Sanierungsplan des Unternehmens für falsch und rechtlich fragwürdig, denn XXL verfüge nicht einmal über ausreichende Mittel zur Bezahlung seiner Lieferanten.

Thailand verzeichnet 20 Prozent weniger Billigimporte
Thailand verschärft den Kampf gegen billige Wareneinfuhren aus China und verzeichnet seit Juli einen Rückgang „minderwertiger Importe“ um 20 Prozent, wie eine Regierungssprecherin gegenüber Reuters mitteilte. Die neuen Maßnahmen, darunter eine Mehrwertsteuer von sieben Prozent auf Waren unter 1.500 Baht (44 Dollar), haben bereits 707 Mio. Baht (21 Mio. Dollar) an Steuereinnahmen generiert. Trotzdem verdoppelte sich die Zahl der Warensendungen unter der Steuergrenze auf 113,7 Mio. Einheiten. Die Regierung plant weitere Schritte und will ausländische Online-Unternehmen zur Registrierung und Mehrwertsteuerzahlung in Thailand verpflichten.

Indien: Wettbewerbsbehörde will Klagen von Amazon und Flipkart bündeln
Die indische Wettbewerbsbehörde geht in die Offensive und bittet den Obersten Gerichtshof, 23 Klagen gegen ihre laufenden Kartelluntersuchungen in einem einzigen Verfahren zu bündeln, berichtet Indiatimes.com. Amazon, Flipkart und einige ihrer Händler wie Samsung und Vivo würden mit der Vielzahl von Klagen absichtlich das Verfahren blockieren, in dem sie beschuldigt werden, durch die Bevorzugung bestimmter Händler gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben.

Österreich: 20 Prozent mehr Kunden in den Läden
Die Kundenfrequenz in österreichischen Einkaufsstraßen und Shoppingcentern lag am zweiten Adventsamstag bis zu 20 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie eine Blitzumfrage des Handelsverbandes zeigt. Besonders die Wiener Innenstadt und die Bezirkshauptstädte profitierten von der Kombination aus Weihnachtseinkauf und Adventmarktbesuch. Elektroartikel, Kleidung und Sportausrüstung waren stark nachgefragt, doch Gutscheine bleiben bei 42 Prozent der Österreicher trotzdem das beliebteste Geschenk.


Warum der Umstieg auf „Windows 11“ bereits jetzt Thema sein sollte
Mitte Oktober 2025 stellt Microsoft den Support für „Windows 10“ ein. In einem Gastbeitrag auf Etailment.de erläutert IT-Experte Thomas Kress, warum Unternehmen die Umstellung auf „Windows 11“ schon jetzt angehen sollten. Zum Beispiel, weil „Windows-11“-fähige Hardware knapp werden könnten und weil ohne Support Sicherheitslücken drohen.

Digitale Rechtshilfe statt Anwalt
Nur rund 15 Prozent der Deutschen würden laut einer Bitkom-Umfrage bei rechtlichen Problemen zuerst ein Online-Tool oder eine App statt einer Anwaltskanzlei nutzen, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es schon 23 Prozent. Die wichtigsten Vorteile sehen die Befragten in der ständigen Verfügbarkeit und Bequemlichkeit der digitalen Angebote, doch fast die Hälfte (47 Prozent) bemängeln den unpersönlichen Charakter von Online-Lösungen und haben Datenschutzbedenken. Darum bevorzugt die Mehrheit weiterhin die klassische Rechtsberatung, wobei 42 Prozent den persönlichen Kontakt vor Ort suchen.

EU: 13 Prozent arbeiten im Rentenalter weiter
13 Prozent der Europäer arbeiten nach ihrem Renteneintritt weiter, meldet Eurostat. In den baltischen Staaten ist die Arbeitsquote nach der Rente am höchsten, angeführt von Estland mit knapp 55 Prozent, während in Ländern wie Rumänien mit 1,7 Prozent die wenigsten Rentner berufstätig bleiben. Als Hauptgründe für die Weiterarbeit nennen 36,3 Prozent der Befragten Freude an der Arbeit, besonders häufig in Dänemark und den Niederlanden, während in Zypern und Rumänien vor allem finanzielle Notwendigkeit den Ausschlag gibt.


NACHHALTIGKEIT

Second-Hand-Geschenke werden beliebter
54 Prozent der Deutschen haben bereits Gebrauchtes verschenkt, im letzten Jahr waren es erst 51 Prozent, so eine Umfrage von Sellpy und HDE. Besonders deutlich stieg die Akzeptanz bei den 55- bis 65-Jährigen, wo der Anteil der Interessierten von 35 auf 45 Prozent zunahm. Während Nachhaltigkeit mit 52 Prozent als Hauptmotiv genannt wird, spielen auch die geringeren Kosten bei 46 Prozent eine wichtige Rolle. Die Mehrheit (55 Prozent) plant, ihre Second-Hand-Geschenke online zu kaufen.


BLACK-FRIDAY-NACHLESE

Technische Konsumgüter mit einem Plus von 4,7 Prozent
Die Umsätze für technische Konsumgüter stiegen während der Black Week 2024 um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Nielseniq.com meldet. Während der stationäre Handel mit sechs Prozent stärker als der Online-Handel mit vier Prozent zulegte, verzeichneten besonders IT-Produkte mit 13 Prozent, Haushaltskleingeräte mit zehn Prozent und Unterhaltungselektronik mit neun Prozent deutliche Zuwächse. Heißluftfritteusen erwiesen sich dabei als Verkaufsschlager mit einem Plus von 65 Prozent, und auch AR-/VR-Brillen legten um 41 Prozent zu, während der Smartphone-Markt als einziger Sektor einen Rückgang von sechs Prozent verzeichnete.

Südafrika meldet Rekordwoche
Südafrikas Einzelhandel verzeichnete in der Black-Friday-Woche trotz schwieriger Wirtschaftslage beeindruckende Zuwächse von bis zu 112 Prozent im Jahresvergleich, wie Zawya.com berichtet. Das Zahlungsunternehmen Ecentric, das 20 Prozent aller Kartentransaktionen im Land verarbeitet, registrierte am Black Friday durchschnittlich 2.185 Transaktionen pro Minute. Besonders auffällig war die verstärkte Nutzung des Online-Handels, wobei Kunden zumeist Produkte erst im Laden prüften und dann online zum besten Preis kauften.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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