Verbraucher optimistischer, Datenschutzabkommen gekippt, Kino auf dem Parkplatz, Amazon feiert Silberjubiläum

Verbraucher optimistischer, Datenschutzabkommen gekippt, Kino auf dem Parkplatz, Amazon feiert Silberjubiläum

Möbel, Elektrogeräte oder sogar Autos: Verbraucher in Deutschland haben nach den jüngsten Zahlen der ARD-Werbung wieder mehr Lust auf Konsum. Nur: Wer kauft welche Produkte wo? Der stationäre Handel in den Vereinigten Staaten sieht derzeit ja sogar Potenzial, die leeren Parkplätze als Autokino zu nutzen. Im Onlinehandel setzt man dagegen ganz offensichtlich auf weiteres Wachstum. Dafür steht unter anderem die Ausweitung der UPS-Auslieferung zu Standardkonditionen auch am Samstag.

PTPeter ThomasRedakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

EuGH kippt Privacy Shield
Gestern hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Datenschutzabkommen "Privacy Shield" zwischen den USA und der EU für ungültig erklärt. Der Verband Bitkom warnt im "Spiegel", durch das Urteil könne für Unternehmen mit Datenverarbeitung in den USA eine massive Rechtsunsicherheit entstehen. Auch wenn die Richter zunächst ein kleines Schlupfloch gelassen haben: Das Thema sollte der E-Commerce genau beobachten. Schließlich wollen sich Soziale Medien wie Instagram künftig noch stärker als bisher im Onlinehandel positionieren.

Glückwunsch nachträglich
Zu diesem Geburtstag müssen wir nachträglich gratulieren. Am 16. Juli 1995 – also gestern vor 25 Jahren – hatte Amazon Online-Premiere. Damals verschickte Jeff Bezos zum ersten Mal ein Buch, das in seinem Onlineshop gekauft wurde. Es war keine leichte Sommerlektüre, sondern „Fluid Concepts And Creative Analogies: Computer Models Of The Fundamental Mechanisms Of Thought“ von Douglas R. Hofstadter. Das Thema: Können Computer wie Menschen denken. Angesichts der Rolle, die künstliche Intelligent künftig im Onlinehandel spielen soll, war das eine inhaltlich wegweisende Bestellung. An den nächsten Geburtstag versuchen wir zu denken: In Deutschland startete Amazon am 15. Oktober 1998.
Deutsche Verbraucher wollen investieren
Die Konsumlaune deutscher Verbraucher zieht nach den ersten Lockerungen des Corona-Lockdowns wieder an. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der ARD-Werbung (AS&S), für die rund 1.000 Verbraucher befragt wurden. 21 Prozent der Teilnehmer planen derzeit konkrete Anschaffungen, die wegen Corona aufgeschoben wurden. Im Fokus stehen Möbel, Elektrogeräte und Autos. Die Umsatzsteuersenkung ist dabei für 42 Prozent der Befragten relevant. AS&S-Geschäftsführerin Elke Schneiderbanger freut sich: „Die Verbraucher wollen investieren.“

Wunsch und Wirklichkeit im E-Commerce
Worauf Unternehmen beim Online-Erlebnis Wert legen, deckt sich nicht immer mit dem, was den Kunden wichtig ist. Was diese sich wünschen und warum sie dabei oft enttäuscht werden, zeigt eine aktuelle Studie.


HANDEL INTERNATIONAL

Parkplätze als Bühnen

Kinos, Theater, Konzertsäle: nicht nur in Deutschland waren sie wegen der Maßnahmen gegen das Coronavirus über Wochen geschlossen. In der Folge erlebte das gute alte Autokino eine unerwartete Konjunktur – auch für Konzerte oder Comedy und auf ganz unterschiedlichen Flächen. Warum uns von Etailment das interessiert? Weil Brookfield Properties, Besitzer von Einkaufszentren in den USA, seine Parkplätze für „Drive-in“-Aufführungen von Theater, Film und Musik nutzen will. Kooperationspartner ist dabei das Event-Unternehmen Kilburn Live. Erst einmal gibt es das Angebot an drei Standorten in Denver, Minneapolis und Dallas, wie der Wirtschaftssender CNBC zuerst berichtete. Das Potenzial ist aber erheblich größer, schließlich besitzt Brookfield mehr als 170 Malls in den Vereinigten Staaten.

UPS bringt es auch am Samstag
In acht europäischen Ländern bietet UPS jetzt eine Samstagsauslieferung ohne Preisaufschlag, nämlich in Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Italien, Spanien, Polen – und Deutschland. Gerade auch kleinere Onlinehändler sollen so ihre Kunden zuverlässig und kosteneffizient am Wochenende erreichen.


Amazon eröffnet Gesundheitszentren

Springt Amazon jetzt auf das Wachstumsthema Telemedizin auf? Nein, die Verbindung zwischen dem E-Commerce-Riesen (der mit „Basic Care“ im Jahr 2018 seine eigene Marke für rezeptfreie Arzneimittel lanciert hat) und dem Thema Medizin geht eher in Richtung medizinische Betreuung für die Belegschaft: In den USA wird Amazon Gesundheitszentren für Mitarbeiter einrichten. Zunächst sind 20 Standorte in fünf Städten geplant, die für 115.000 Mitarbeiter da sein sollen. Und vielleicht, schreibt tamebay, ist es ja der Start für ein neues Geschäftsmodell.

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Geschrieben vonPeter Thomas

Redakteur

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