Wachstum 2024, Start-up-Szene, Bauck-Onlineshop, DM, Facebook + Ebay, Indonesien, Taobao, Afrika, digitale Zwillinge, Amazon

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Aktuelle E-Commerce-News: Wachstum 2024, Start-up-Szene, Bauck-Onlineshop, DM, Facebook + Ebay, Indonesien, Taobao, Afrika und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Internet- und Versandhandel wächst 3,9 Prozent
Der Internet- und Versandhandel verzeichnete 2024 ein reales Wachstum von 3,9 Prozent, mit einem besonders starken Anstieg von 7,3 Prozent im November, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Der gesamte deutsche Einzelhandel steigerte seinen Umsatz im Jahr 2024 real um 1,3 Prozent, wobei sich die Entwicklung im zweiten Halbjahr mit einem Plus von drei Prozent deutlich dynamischer zeigte als im ersten. Das traditionelle Weihnachtsgeschäft verschob sich durch Aktionen wie den Black Friday noch weiter in den November, was zu einem realen Umsatzplus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat führte.

Start-up-Szene: E-Commerce mit den meisten Insolvenzen
Mit 16 Prozent der insgesamt 336 Startup-Insolvenzen im Jahr 2024 ist der E-Commerce das Sorgenkind der Szene. Auch bei den Neugründungen bildet er laut Pressemitteilung des Start-up-Verbandes das Schlusslicht. Insgesamt war die Situation aber erfreulich: 2.766 neue Unternehmen gingen an den Start, elf Prozent mehr als 2023. Diese Entwicklung ist vor allem der Softwarebranche zu verdanken, die ein Drittel der neuen Firmen ausmachte. Überraschenderweise entwickelte sich Heidelberg zum dynamischsten Gründungsstandort und überholte München und Berlin, zumindest wenn man die Zahl der Gründungen pro 100.000 Einwohner betrachtet.

Bauck-Onlineshop wird ein eigenes Unternehmen
Der Bio-Hersteller Bauck strukturiert sein Onlinegeschäft neu und gründet dafür die Tochtergesellschaft Bauckonline, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Den bisherigen Vertriebs-Partner Foodoase gäbe es seit September nicht mehr, so dass Bauck nun selbst die Verantwortung für den Vertrieb seiner mehr als 150 Produkte übernehmen wolle.

DM gewährt App-Käufern zehn Prozent Rabatt
Mit einem Rabatt von zehn Prozent über die App legt DM im digitalen Wettrennen mit Rossmann an Geschwindigkeit zu. Die Werbeaktion läuft laut Website vom 7. Januar bis 5. Februar und gilt für Einkäufe im Online-Shop und in den Filialen, wo Kunden durch einen einfachen Scan an der Kasse den zehnprozentigen Preisvorteil nutzen können. Die digitale Kundenkarte in der App ersetzt dabei die physische Plastikkarte vollständig. Als zusätzlichen Anreiz bietet DM einen einmaligen 25-fach-Punktebonus für Neukunden, die ihr DM-Konto erstmals mit Payback verknüpfen.


HANDEL INTERNATIONAL

Facebook Marketplace zeigt testweise Ebay-Angebote
Im Rahmen eines Testprojekts in den USA, Frankreich und Deutschland kann es Ebay-Verkäufern passieren, dass sie ihre Angebote unerwartet auch auf Facebook Marketplace vorfinden, meldet Engadget.com. Eine potenzielle Win-Win-Win-Situation: Die Verkäufer profitieren von der höheren Reichweite, Ebay freut sich über neue Kunden und zusätzlichen Umsatz und Meta hofft, die EU-Kommission zu besänftigen. Die hatte dem Konzern im November eine Strafe von über 797 Mio. Euro wegen Wettbewerbsverzerrung aufgebrummt, weil die Verschränkung von Facebook mit dessen Marketplace andere C2C-Plattformen benachteilige.

Indonesien: Bukalapak gibt auf
Der indonesische Online-Marktplatz Bukalapak stellt heute seinen Handel mit physischen Waren ein und bietet künftig nur digitale Produkte wie Mobilfunkguthaben, berichtet Straitstimes.com. Der einstige Börsenpionier – 2010 gegründet, um den Online-Handel für kleine und mittlere Unternehmen zu erleichtern – weicht damit dem Preisdruck durch Tiktok Shop, Shopee und Lazada. Im dritten Quartal 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 15 Prozent; der Marktwert sank auf 750 Mio. Dollar.

Alibabas Taobao reaktiviert seine Schenken-Funktion
Der chinesische Online-Marktplatz Taobao von Alibaba hat seinen Geschenk-Button wiederbelebt, der es ermöglicht anderen Nutzern Produkte zu schenken, auch wenn man deren Adresse nicht weiß – die kann der Beschenkte nachliefern, wenn er das Präsent noch am gleichen Tag annimmt. Die Auferstehung der Funktion folgt nur wenige Tage nach der Premiere eines ähnlichen Dienstes in der App Wechat von Tencent, berichtet Scmp.com.

Afrikas E-Commerce steht vor großem Wachstumssprung
Der afrikanische Online-Handel steht vor einem großen Wachstumssprung – von 7,7 Mrd. Dollar 2017 auf 46,1 Mrd. Dollar in diesem Jahr und weiter auf 113 Mrd. Dollar bis 2029, berichtet Dmnews.com. Führende Märkte wie Nigeria, Kenia, Südafrika und Ägypten profitieren dabei von funktionierenden digitalen Zahlungssystemen, hoher Internetnutzung und immer mehr mobilen Endgeräten. Das Afrikanische Freihandelsabkommen AfCFTA schafft einen einheitlichen digitalen Marktplatz, dessen Hauptakteure innovative Plattformen wie Jumia, Konga und Takealot mit ihren cleveren Logistik- und Zahlungslösungen sind.


Digitale KI-Zwillinge werden zu neuer Bedrohung
Betrüger werden laut einer Pressemitteilung von Trend Micro künftig verstärkt digitale Zwillinge für personalisierte Angriffe einsetzen. Die Kriminellen nutzen dabei gestohlene persönliche Daten, um mit Künstlicher Intelligenz Sprache, Persönlichkeit und Verhalten ihrer Opfer in Video und Audio nachzuahmen. Unternehmen sollten ihre Cybersicherheit proaktiv anpassen. Wichtige Maßnahme sind, unter anderen, selber KI zur Verteidigung einzusetzen und die eigenen LLMs durch gehärtete Sandbox-Umgebungen vor Prompt-Injections zu schützen.

Amazon lässt Werber Einkäufe der letzten 5 Jahre analysieren
Amazon erweitert seine Marketing-Analysewerkzeuge und ermöglicht Werbetreibenden einen tieferen Einblick in das Kaufverhalten ihrer Zielgruppen, berichtet Adweek.com. Die neue Beta-Funktion der Amazon Marketing Cloud verlängert den Analysezeitraum von bisher 13 Monaten auf fünf Jahre. Besonders Anbieter von langlebigen Produkten wie Laptops oder saisonalen Waren wie Gartenzubehör können von mehrjährigen Vergleichen profitieren.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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