Wayfair, Girocard, Ebay, Temu, Shein, Aritzia, Pandion, Amazon Retail Ad Service, Bewertungen, Alibaba Cloud, DHL Supply Chain

Wayfair, Girocard, Ebay, Temu, Shein, Aritzia, Pandion, Amazon Retail Ad Service, Bewertungen, Alibaba Cloud, DHL Supply Chain

Aktuelle E-Commerce-News: Wayfair, Girocard, Ebay, Temu, Shein, Aritzia, Pandion, Amazon Retail Ad Service, Bewertungen und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Wayfair gibt in Deutschland auf
Der Online-Möbelhändler Wayfair zieht sich nach 15 Jahren vollständig aus dem deutschen Markt zurück und streicht somit 730 Arbeitsplätze. Die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter kann in andere Standorte wie London oder Boston wechseln, berichtet CNBC.com. Das Unternehmen aus Boston will die freiwerdenden Mittel in erfolgreichere Märkte wie Großbritannien und Kanada sowie in den Ausbau des stationären Handels investieren. Der Umbau wird Wayfair nach eigener Schätzung bis zu 111 Mio. Dollar kosten und soll bis Ende März abgeschlossen sein.

„Ohne Girocard hätte der Handel viel höhere Kosten“
Die Konkurrenz internationaler Payment-Dienstleister wird härter, doch das rein deutsche Zahlungsmittel Girocard soll für hiesige Händler erste Wahl bleiben: „Mehrere hundert Mio. Euro Transaktionskosten spart die Karte dem Einzelhandel“, führt Christopher Kirsch als handfestes Argument an und verweist auf eine Studie des CFin - Reseach Center for Financial Services. Doch finanzielle Vorteile sind es nicht allein, die für den Leiter der Produktentwicklung Girocard bei der Euro Kartensystem GmbH zählen. „Deutschland muss auf dem Feld der Zahlungsmittel souverän bleiben“, warnt Kirsch. Mit welchen innovativen Merkmalen er die Marktstellung der Girocard festigen will, erläutert der Payment-Experte in der neuen Folge des Podcast „Achtung, Handel!“.

Amazon stellt „Erst probieren, dann zahlen“ ein
Amazon beendet in den USA und Deutschland sein Prime-Angebot „Erst probieren, dann zahlen“ zum 31. Januar , berichtet Golem.de. Der Versandhändler setze stattdessen auf neue KI-gestützte Lösungen wie virtuelle Anproben und personalisierte Größenempfehlungen. Der seit 2017 bestehende Service hatte Prime-Mitgliedern ermöglicht, bis zu sechs Kleidungsstücke zu bestellen, sie anzuprobieren, ungewollte Artikel kostenlos zu retournieren und danach nur die behaltene Ware zu bezahlen.

Ebay stellt neue GPSR-Piktogramme vor
Der Online-Marktplatz Ebay hat seit dem 6. Januar vier Piktogramme für die rechtssichere Produktkennzeichnung nach der Produktsicherheitsverordnung (GPSR) zur Verfügung, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die Zeichen umfassen die CE-Kennzeichnung sowie „Enthält eine Knopfzelle“, „Nicht für Kleinkinder geeignet (0-3)“ und „Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren“. Händler kritisieren auf Seller-Central jedoch die späte Bereitstellung und den geringen Umfang der Hinweise. Das Ebay-Team antwortete, dass „in absehbarer Zeit keine weiteren Piktogramme oder Sicherheitshinweise geplant“ sind.

87 Prozent kaufen bei Temu, Shein, Action oder Pepco
87 Prozent der Deutschen haben schon einmal bei Temu, Shein oder bei den stationären Discountern Action und Pepco eingekauft, zitiert Wiwo.de eine Studie von Oliver Wyman. Dabei lag Action mit 70 Prozent Kundenreichweite noch vor den Online-Anbietern Temu (59 Prozent) und Shein (47 Prozent), Newcomer Pepco erreichte nur 18 Prozent. Der Hauptgrund war für drei Viertel der Befragten: der Preis. Obwohl 61 Prozent der Befragten die mangelnde Qualität, fehlende Nachhaltigkeit und langen Lieferzeiten der chinesischen Händler kritisieren, planen 79 Prozent trotzdem weitere Einkäufe.


HANDEL INTERNATIONAL

Aritzias Gewinn wächst um 72 Prozent
Angetrieben durch ein Online-Wachstum von 14 Prozent in seinem dritten Geschäftsquartal konnte der kanadische Modehändler Aritzia seinen Gewinn um 72 Prozent auf über 74 Mio. kanadische Dollar steigern, berichtet Tipranks.com. Während das Unternehmen in den USA ein Umsatzplus von 23,6 Prozent auf 403,7 Mio. kanadische Dollar erzielt habe, sei der Heimatumsatz leicht um 0,6 Prozent gesunken. Das Unternehmen aus Vancouver arbeite derzeit an einer verbesserten Online-Plattform und einer neuen App.

Pandion findet keinen Käufer
Das US-Logistikunternehmen Pandion, das während des E-Commerce-Booms der Pandemie gegründet wurde, stellt seinen Betrieb mit sofortiger Wirkung ein, berichtet Geekwire.com. Das Start-up, das auch eine universelle Etikettentechnologie entwickelt hat, die flexible Lieferzeiten und Logistik ermöglicht, scheiterte bei der Suche nach einem Käufer. 63 Mitarbeiter und fünf Verteilzentren sind von der Schließung betroffen. Die entwickelte Technologie soll verkauft werden.


Amazon teilt seine Werbetechnologie
Amazon öffnet seine hauseigene Werbetechnologie für andere Online-Händler und führt dafür den „Amazon Retail Ad Service“ ein, berichtet Techradar.com. Der Handelsgigant, der im dritten Quartal 2024 mit Werbung 14,3 Mrd. Dollar umsetzte, überlässt seinen Partnern die volle Kontrolle über Gestaltung, Platzierung sowie Anzahl der Anzeigen und erlaubt Zugriff auf seine Analyse-Werkzeuge. Das System läuft unabhängig von Amazons Handelsplattform, die Kunden verwalten die Daten über AWS-Konten. Die Preisgestaltung ist noch nicht bekannt.

Bewertungen sind für 79 Prozent wichtig Kundenbewertungen spielen für 79 Prozent der Verbraucher eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen, wie eine GfK-Studie im Auftrag von Amazon belegt. Besonders die 18- bis 45-Jährigen nutzen die Bewertungen intensiv: 85 Prozent dieser Altersgruppe informieren sich damit vor dem Kauf, wobei Frauen den Rezensionen stärker vertrauen als Männer. Fast acht von zehn Befragten recherchieren Bewertungen auch dann online, wenn sie später im Laden einkaufen. 70 Prozent geben an, dass sie so bereits Fehlkäufe vermieden haben.

Alibaba Cloud stellt KI-Tool zur App-Entwicklung vor
Alibabas Cloud-Sparte stellt mit „Tongyi Lingma“ ein KI-gestütztes Entwicklungswerkzeug vor, das die Programmierung von Apps erheblich beschleunigt und sie potenziell in wenigen Minuten abschließen kann. Das prompt-basierte Tool basiert auf den hauseigenen Sprachmodellen „Tongyi Qianwen“ und unterstützt die gängige Entwicklungsumgebung Microsoft Visual Studio Code sowie die Developer-Tools von Jetbrains. Unter chinesischen Programmierern stoße die Software laut Techinasia.com bereits auf Interesse.


NACHHALTIGKEIT

DHL übernimmt amerikanischen Retourenspezialisten
Mit der Übernahme von Inmar Supply Chain Solution erweitert DHL Supply Chain laut Pressemitteilung seine Kompetenzen im Retourenmanagement und macht einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Logistik bis 2050. Die Akquisition des amerikanischen Retourenspezialisten, die 14 Rücksendezentren und etwa 800 Fachkräfte umfasst, unterstützt neben der Nachhaltigkeit auch das strategische Ziel der DHL Group, den Umsatz bis 2030 um 50 Prozent zu steigern.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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