Wefox, Amazon, Media-Markt-Saturn, Google, Amazon, Apple, JD.com, Yahoo, Hasskriminalität, DPD, Substain

Wefox, Amazon, Media-Markt-Saturn, Google, Amazon, Apple, JD.com, Yahoo, Hasskriminalität, DPD, Substain

Aktuelle E-Commerce-News: Wefox, Amazon, Media-Markt-Saturn, Google, Amazon, Apple, JD.com, Yahoo, Hasskriminalität, DPD und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Wefox kaufte sich offenbar gute Bewertungen
Wegen eines schlechten Google-Scores von 2,5 hat der Online-Versicherer Wefox Germany nach Informationen von Procontra-Online.de seine 100-prozentige Tochter Beratungswerk24 beauftragt, sich des Problems anzunehmen. Diese habe in einer Telefonaktion Kunden von 123versichert.de, ebenfalls ein Tochterunternehmen, angerufen, um sie zu guten Google-Bewertungen für Wefox zu bewegen. Tatsächlich versechsfachten sich die Fünf-Sterne-Bewertungen des Unternehmens während der Aktion im Jahr 2022, um danach wieder dramatisch abzufallen. Als Gegenleistung seien den Angerufenen Amazon-Gutscheine im Wert von zehn bis 30 Euro angeboten worden. Dieses Verhalten würde nicht nur eklatant gegen die Google-Richtlinien verstoßen, sondern wäre auch wettbewerbswidrig im strafrechtlichen Sinne, so ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm aus dem Jahr 2010.

Amazon erweitert seine Eigenmarke „by Amazon“
Amazon hat in Deutschland seine neue Eigenmarke „by Amazon“ mit 100 neuen Artikeln bestückt, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Damit positioniere sie diese preislich zwischen der Konsumgütermarke „Essentials by Amazon“ und der Premiumlinie „Our Selection by Amazon“. Vorerst sei die neue Marke vor allem im Drogeriebereich breit aufgestellt, aber auch ein Bier namens Waldenberger werde angeboten.

Media-Markt-Saturn entwickelt neue KI-Tools
Media-Markt-Saturn entwickelt verschiedene KI-Tools für Kunden und Mitarbeiter, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Die Mitarbeiter in der Zentrale in Ingolstadt können mit der „GenAISandbox“ auf Basis von ChatGPT, Google Palm, Llama 2 und Stable Diffusion chatten sowie Bilder und Texte erstellen. Auf Kundenseite sind ein Customer-Care-Bot zur Live-Übersetzung von Telefongesprächen, ein Salesbot für den Online-Shop und die App sowie ein Chatbot geplant, der Bedienungsanleitungen für beratungsintensive Eigenmarkenprodukte wie Waschmaschinen und Küchengeräte interaktiv erklären kann.


HANDEL INTERNATIONAL

Google baut Rechenzentrum in Großbritannien
Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, hat laut IT-Times.de angekündigt, auf einem 33 Hektar großen Gelände in Waltham Cross, Hertfordshire, ein neues Rechenzentrum zu errichten, um Dienste wie Google Suche, Maps, YouTube, Workspace und Google Cloud zu unterstützen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf eine Milliarde US-Dollar.

EU offenbar gegen Übernahme von Irobot durch Amazon
Wie Informanten dem Wallstreet Journal berichtet haben, sei Amazon bei einem Treffen mit Mitarbeitern der EU-Kommission mitgeteilt worden, dass die EU-Kartellbehörde die Übernahme des Staubsaugerroboterherstellers Irobot nicht genehmigen werde. Grund dafür wäre laut Sueddeutsche.de, dass Amazon die Bedenken gegen die 1,4 Mrd. Euro schwere Übernahme bis zum 10. Januar nicht ausräumen konnte.

Apple erlaubt Konkurrenz Zugang zum NFC-Chip
Weil Iphones nur der Zahlungslösung Apple Pay die Nutzung des NFC-Chips zum kontaktlosen Bezahlen erlauben, hatte die EU Apple mit hohen Wettbewerbsstrafen gedroht – nun lenkt der Konzern ein. Wie Lebensmittelzeitung.net berichtet, soll der Zugang jetzt auch anderen Anbietern ermöglicht werden; die EU-Wettbewerbshüter warten nun auf Rückmeldungen der Konkurrenten. Die Zusagen sollen zehn Jahre gelten und von einem Treuhänder überwacht werden.

JD.com mit Rabattaktionen zum chinesischen Neujahr
Wie in den vergangenen Jahren feiert JD.com das chinesische Neujahrsfest vom 17. Januar bis 17. Februar mit zahlreichen Aktionen. Beispiele sind laut Onlinemarktplatz.de der „100 Milliarden Yuan Rabatt Tag“, ein Tag mit kostenlosem Versand oder die „Super Xiaonian Live Streaming Night“, die Live-Streaming mit exklusiven Angeboten kombiniert. Über die App des Unternehmens können Verbraucher in fünf europäischen Ländern die Angebote zu den gleichen Preisen wie chinesische Kunden kaufen.

Yahoo muss 10 Mio. Euro Strafe wegen Cookies zahlen
Wie die französische Datenschutzbehörde laut Heise.de mitteilte, wird gegen Yahoo wegen zweier Verstöße gegen das Datenschutzgesetz ein Bußgeld in Höhe von 10 Mio. Euro verhängt, so Heise.de. Zum einen hatte die Website von Yahoo rund 20 Cookies auf den Rechnern der Nutzer gespeichert, obwohl diese dem ausdrücklich widersprochen hatten, zum anderen wurde Nutzern von Yahoo Mail mitgeteilt, dass sie den E-Mail-Dienst nur nutzen könnten, wenn sie Cookies akzeptieren. Bei Ablehnung wurde der Zugang zum Mailpostfach gesperrt.


Googles Suchergebnisse werden schlechter
Eine einjährige Studie der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Leipzig und des Zentrums für skalierbare Datenanalyse und künstliche Intelligenz kommt nach dem Auswerten von 7.392 Suchergebnissen von Produktrezensionen zu dem Ergebnis, dass die Treffer immer schlechter werden. Im Rennen zwischen von Google immer neu angepassten Algorithmen und SEO-Speziallisten kommt der Konzern langsam ins Hintertreffen: In der Regel waren die am höchsten bewerteten Seiten stärker optimiert, enthielten mehr Affiliatelinks und schlechtere Informationen.

EU-Parlament macht Hasskriminalität zum Straftatbestand
Mit einer Mehrheit von 397 zu 121 Stimmen hat das Europäische Parlament beschlossen, Aspekte der sogenannten „Hasskriminalität“ in den Katalog der EU-Straftatbestände aufzunehmen, berichtet Heise.de. Besonders wichtig war dem Parlament der Schutz der von Hass betroffenen Gruppen und Gemeinschaften, weshalb die Kommission aufgefordert wurde, einen Ansatz zu verwirklichen, bei dem Hass und Hetze „auf der Grundlage sozialer Dynamiken“ bewertet werden. Entsprechende Rechtsverstöße sollen demnach EU-weit strafrechtlich verfolgt werden.

DPD-Chatbot nennt sich nutzlos und empfiehlt die Konkurrenz
Zu beträchtlichem viralen Erfolg führte der Dialog zwischen dem Chatbot der britischen DPD und einem Kunden, dem es nicht gelungen war, den Verbleib ausstehender Pakete zu erfahren. In seiner Enttäuschung veranlasste er die künstliche Intelligenz dazu, die eigene Nutzlosigkeit einzugestehen oder Haikus darüber zu dichten, wie schlecht der Service von DPD sei – jeder andere Lieferdienst wäre zu bevorzugen. DPD gibt laut Informationen von Theguardian.com einem Update die Schuld, die Päckchen aber blieben – Stand 20. Januar, 15:00 Uhr – verschwunden.


NACHHALTIGKEIT

Substain bietet ESG-Management für den Mittelstand
Ursprünglich von der Unternehmensberatung Conclimate als Softwarelösung für den Mittelstand entwickelt, ist Substain nun als eigene GmbH ausgegliedert worden, um seinen Kunden das ESG-Management (Environmental, Social and Corporate Governance) zu erleichtern, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Angelegt als SaaS ermöglicht die Software die Erfassung und Auswertung sämtlicher ökologischer, ökonomischer und sozialer Verbrauchs- und Aktivitätsdaten und die Umrechnung in verschiedene, vorgeschriebene Kennzahlen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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