Wirtschaftserholung, Nicht-EU-Exporte, Staatsverschuldung, Gymshark, Reshop, BundID, Meta, Altitude, Mumsnet, Microsoft, Diskepto

Wirtschaftserholung, Nicht-EU-Exporte, Staatsverschuldung, Gymshark, Reshop, BundID, Meta, Altitude, Mumsnet, Microsoft, Diskepto

Aktuelle E-Commerce-News: Wirtschaftserholung, Nicht-EU-Exporte, Staatsverschuldung, Gymshark, Reshop, BundID, Meta und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Deutsche Wirtschaft erholt sich langsam
Die deutsche Wirtschaft erholt sich langsam, diagnostiziert der aktuelle Monatsbericht der Bundesbank. Trotz schwacher Industrie- und Baukonjunktur wächst das Bruttoinlandsprodukt leicht, getragen vom privaten Konsum und Zuwächsen im Dienstleistungssektor. Für 2024 prognostiziert die Bundesbank ein BIP-Wachstum von 0,3 Prozent. Auf dem Arbeitsmarkt steigen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit leicht an.

Nicht-EU-Exporte um 2,6 Prozent gesunken
Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU sind im Juni voraussichtlich um 2,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken, teilt das Statistische Bundesamt mit. Mit einem Warenwert von 58 Mrd. Euro lagen sie um 8,9 Prozent niedriger als im Juni 2023. Wichtigster Handelspartner blieben die USA, gefolgt von China und dem Vereinigten Königreich, wobei alle drei Märkte Rückgänge verzeichneten. Die Ausfuhren nach Russland sanken im Vergleich zum Vorjahr um 27,1 Prozent auf nur noch 0,5 Milliarden Euro.

Urlauber informieren sich online
64 Prozent der deutschen Urlauber informieren sich online über ihre Ferienziele und besuchen dafür Reise- und Vergleichsportale, wie eine Bitkom-Umfrage ergab. 47 Prozent informieren sich online direkt bei den entsprechenden Dienstleistern, während 40 Prozent Rat bei Freunden und Bekannten suchen. Soziale Medien (13 Prozent) und KI-Tools (3 Prozent) spielen bisher noch keine entscheidende Rolle. Trotzdem besucht auch ein Drittel das Reisebüro vor Ort.


HANDEL INTERNATIONAL

Staatsverschuldung in der Eurozone bei 88,7 Prozent
Die Staatsverschuldung in der Eurozone stieg im ersten Quartal 2024 auf 88,7 Prozent des BIP, wie Eurostat meldet. In der gesamten EU erhöhte sich die Quote auf 82,0 Prozent. Griechenland verzeichnete mit 159,8 Prozent die höchste Schuldenquote, gefolgt von Italien und Frankreich, die niedrigsten Bulgarien (22,6 Prozent), Estland und Luxemburg. Im Vergleich zum ersten Quartal 2023 aber sank die Verschuldung in beiden Wirtschaftsräumen leicht.

Gymshark eröffnet zweiten stationären Shop
Der ursprünglich als reiner Onlinehändler gestartete Fitnessmode-Anbieter Gymshark hat im Londoner Westfield Stratford Center auf einer Fläche von 651 Quadratmetern sein zweites Geschäft eröffnet. Gymshark plant laut Textilwirtschaft.de weitere internationale Standorte, wobei New York als nächstes mögliches Ziel im Visier ist. Im Geschäftsjahr 2022/23 erzielte die Marke einen Umsatz von 556 Mio. Pfund, davon mehr als 90 Prozent im E-Commerce.

Reshop startet mit Alo Yoga und Steve Madden
Reshop startet seine Plattform für Rückerstattungen mit namhaften Partnern wie Alo Yoga und Steve Madden, berichtet Fashionunited.com. Reshop bietet Kunden der Partner-Onlineshops sofortige Rückerstattungen, entweder auf eine virtuelle Visa-Debitkarte oder per Banküberweisung innerhalb eines Werktages. Die Plattform integriert sich in bestehende E-Commerce-Systeme und nutzt intensive Datenanalysen zur Betrugsprävention.


Arbeitsagentur unterstützt BundID
Die Bundesagentur für Arbeit ermöglicht ab sofort den Zugang zu ihren digitalen Dienstleistungen über die BundID, berichtet Heise.de. Die staatliche Zugangskennung soll Anträge schneller und unkomplizierter machen, etwa indem persönliche Daten automatisch in Online-Formulare eingetragen werden. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind bereits mehr als 1.200 Onlinedienste an das System angeschlossen. Mit Inkrafttreten des „Onlinezugangsgesetzes 2.0“ wird die BundID zu einem einheitlichen digitalen Bürgerkonto ausgebaut und in „DeutschlandID“ umbenannt werden.

Google-Tool Altitude zur Bekämpfung von extremistischen Inhalten
Die Google-Tochter Jigsaw hat ein Open-Source-Tool namens „Altitude“ zur Bekämpfung extremistischer Inhalte im Internet veröffentlicht, berichtet Techcrunch.com. Das Tool soll auch kleineren Online-Unternehmen helfen, problematische Inhalte zu moderieren. Altitude nutzt Datenbanken vertrauenswürdiger Quellen, um potenziell extremistische Inhalte zu markieren, wobei die endgültige Entscheidung über deren Entfernung bei menschlichen Moderatoren liegt. Altitude steht auf Github unter der Apache 2.0-Lizenz zur Verfügung.

Meta im Visier der EU-Verbraucherschützer
Meta steht wegen seines neuen Bezahlmodells für Facebook und Instagram in der Kritik der EU-Verbraucherschutzbehörden, berichtet Spiegel.de. Geprüft wird, ob Meta die Nutzer in irreführender oder aggressiver Weise dazu gedrängt hat, zwischen Bezahlung und Datenfreigabe für personalisierte Werbung zu wählen. Mögliche Irreführungen seien die Bezeichnung „kostenlos“, unklare Informationen zur Datennutzung und unberechtigter Zeitdruck bei der Entscheidung. Meta hat bis zum 1. September Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren.

Mumsnet verklagt OpenAI
Das Londoner Elternforum Mumsnet hat OpenAI wegen unerlaubter Datennutzung verklagt, berichtet Techradar. Nachdem Verhandlungen über eine Lizenzierung der mehr als sechs Mrd. Wörter in den Threads des Forums gescheitert waren, soll OpenAI die urheberrechtlich geschützten Inhalte dennoch für Trainingszwecke verwendet haben. Es handelt sich um das erste Verfahren dieser Art in Großbritannien.

Microsoft entgeht Klage von OVH Cloud
Microsoft entgeht einer Wettbewerbsklage des französischen Cloud-Anbieters OVH Cloud. Die Klage, die sich speziell gegen die aggressiven Lizenzierungspraktiken von Microsoft richtete, wird fallen gelassen, berichtet Itmagazine.ch. Dies folgt auf eine Einigung zwischen Microsoft und europäischen Cloud-Anbietern, in deren Rahmen Microsoft 20 Mio. Euro an den Verband CISPE (Cloud Infrastructure Services Providers in Europe) zahlt.

Infrastrukturbranchen gezielt Opfer von Ransomware
Die Kosten für die Wiederherstellung nach Ransomware-Angriffen sind in kritischen Infrastrukturbranchen laut dem Ransomware-Report 2024 von Sophos auf 3 Mio. Dollar gestiegen, was dem Vierfachen des globalen Durchschnitts entspricht. Etwa die Hälfte dieser Angriffe nutzte weiterhin bekannte Sicherheitslücken aus, was auf mangelnde Software-Aktualisierungen hinweist.


NACHHALTIGKEIT

Diskeptos Marktplatz für kürzere Lieferwege
Diskepto sucht Händler für seinen neuen Marktplatz, der gezielt Unternehmen mit Kunden vor Ort verbinden soll. Durch die Förderung kurzer Lieferwege will Diskepto zum Klimaschutz beitragen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft stärken. Auch auf den Datenschutz wird großen Wert gelegt, auf externe Cookies wird laut Pressemitteilung verzichtet.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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