
Zalando und Amazon sollen Karstadt-Kaufhof retten, Nike App macht Schuh-Retouren platt, P7S1, Alibaba, VW, Uber
Liebe Leserin, lieber Leser, derzeit kann man viel über den heutigen Börsengang von Uber lesen. Überbewertet? Hoffnung? Zukunft? Da werden auch Vergleiche mit Amazon bemüht. Hier ist unserer: In seinem schlimmsten Jahr hat Amazon im Operating Cash Flow rund 5 Cent auf jeden Dollar draufgezahlt. Uber verbrennt gegenwärtig in etwa die dreifache Summe.
Erweitert wird auch die seit 2017 bestehende Kooperation mit Amazon. Gab es bislang nur Amazon-Paketstationen in Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof, können Kunden die Pakete nun in den Service-Centern der Filialen abholen. Beide Versuche starten ab Juni, meldet dpa. In den USA macht sich die Handelskette Kohl`s die Hilfe für Amazon bei der Retourenannahme ja gerade zu nationalen Aufgabe. Und drückt übrigens Kunden dann auch einen Rabattcoupon in die Hand, der nur an diesem Tag gilt. Clever.
ProSiebenSat.1 wächst mit Online-Plattformen Neben Auftragsproduktionen treiben beim Medienkonzern ProSiebenSat.1 auch die Online-Geschäfte das Wachstum an. Im ersten Quartal ging es insgesamt um vier Prozent auf 913 Millionen Euro nach oben. Online-Plattformen wie die Partnervermittlung Parship und das Vergleichsportal Verivox, unter dem Dach der NuCom Group steuerten ein Umsatzplus von 25 Prozent bei, meldet Internet World.
Elektro-VW im Netz bestellbar
Die E-Auto-Hoffnung von Volkswagen, den „ID.3”, kann man nun im Web vorbestellen. Wie sich Autohersteller im digitalen Vertrieb aufstellen, hat etailment soeben hier beleuchtet.
INTERNATIONAL
Nike-App scannt den Fuß
Läutet Nike das Ende der Schuh-Retouren ein? Die App Nike Fit soll Kunden in den USA ab Sommer ermöglichen, ihre Füße per App mit Hilfe von Augmented Reality zu scannen, um ihre passende Schuhgröße für unterschiedliche Arten von Turnschuhen zu ermitteln. Natürlich nur für die von Nike, das sich damit als Tech-Company definiert, meint Techcrunch.
750 Millionden Dollar für Gesichtserkennungs-Start-up
Megvii, das von Alibaba finanzierte Tech-Unternehmen hinter der Gesichtserkennungssoftware Face++, erhält 750 Mio Dollar Risikokapital. Damit kommt es nun auf eine Bewertung von 4 Mrd Dollar und steht vor einem möglichen Börsengang.
Betrugsopfer Amazon
Amazon meldet in Großbritannien, dass es von einem umfangreichen Betrug betroffen war, der Zahlungen und Kredite für etwa 100 Marktplatz-Verkäufer auf andere Bankkonten umleitete. Der Hack soll zwischen Mai und Oktober 2018 stattgefunden haben.
TRENDS & FAKTEN
Uber verleiht Drahtsesel
Der Fahrdienstvermittler Uber stellt 1.000 Elektrofahrräder in Berlin auf die Straße. Die Drahtesel des Tochterunternehmens Jump können über die bestehende Uber-App gebucht werden. Weitere Städte sollen folgen. Die Kosten: Einmalig 1 Euro sowie 10 Cent pro Minute. Plus: Uber weiß, wo sie unterwegs sind. Das kann nochmal nützlich werden auf dem Weg vom Taxi-Schreck zum Tech-Riesen.
Uber vor Mega-Börsengang
Nochmal Uber, aber diesmal geht es um mehr Geld. Am Freitag geht an der Wall Street der Mobilitätsdienstleister an die Börse. Der Ausgabepreis der Aktie - derzeit zwischen 44 und 50 Dollar taxiert, wurde zuletzt immer weiter runtergesetzt. Hohe Verluste. Schlechte Presse. Trübe Wirtschaftsaussichten. Trotzdem bleibt es einer größten Tech-Börsengänge der vergangenen Jahre. Wert von Uber heute abend vermutlich: 80 bis 90 Milliarden Dollar.
Zahl des Tages
Vielleicht nur ein bisschen spekulativer als Uber: Die Kryptowährung Bitcoin. Sie stieg am Donnerstag erstmals seit einem halben Jahr über die Marke von 6.000 US-Dollar. Da hofft manch einer schon wieder auf neue Allzeit-Hochs. Das lag mal bei 20.000 Dollar.
Favorit der Leser am Vortag
Die Marktmacht von Amazon ist nicht groß, sie ist gigantisch. Und Amazon baut sie weiter aus. Die Strategie des Erfolgs? – Lesen Sie hier.
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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