Zur Rose, Koro, Tidely, Geo-Blocking, Pharmacierge, Amazon, Arvato Systems, Snapchat, Omni-Channel, GfK, Second-Hand

Zur Rose, Koro, Tidely, Geo-Blocking, Pharmacierge, Amazon, Arvato Systems, Snapchat, Omni-Channel, GfK, Second-Hand

Tschüss zur DVD. Netflix ist in den USA mit dem Verleih von DVDs groß geworden, nun verabschiedet sich das Unternehmen von den silbernen Scheiben und lockt und hält die Kunden nur noch durch Streaming. Das Ende des DVD-Verleihs wurde schon oft prognostiziert, aber die Branche hat die vergangenen rund 15 Jahre, in denen mehr Streaming-Dienste an den Start gingen, überstanden, wenn auch mit geringerer Nachfrage. Dabei haben die Verleiher eine Chance, denn sehr viele der Filmklassiker sind auf d...

WMWolfram MarxRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Zur Rose mit schwachem Quartal in Deutschland
Die Online-Apotheke Zur Rose vermeldet für das erste Quartal in Deutschland schlechte Zahlen, kündigt aber gleichzeitig an, hierzulande nun in die Offensive zu gehen. Von Januar bis März gab es ein Umsatzminus von 14 Prozent auf 424 Millionen Schweizer Franken. In Deutschland sank der Umsatz um 26 Prozent, schreibt die Handelszeitung. Der Optimismus für Deutschland basiere auf dem E-Rezept, dazu gehörten auch Fortschritte bei der Logistik und eine effizientere Produktion.

Koro sammelt 20 Millionen Euro ein
Der Online-Shop für haltbare Lebensmittel wie Trockenfrüchte, Superfood oder Snacks, Koro, hat sich eine neue Finanzspritze in Höhe von 20 Millionen Euro gesichert. Zu den Investoren für das Start-up gehört auch Seven Ventures, die Investment-Firma der Prosiebensat.1-Gruppe. Der hohe einstellige Millionenbetrag für den Online-Shop wird auch in Form von Werbeplätzen in den Fernsehstationen ausgezahlt. Koro will sich dadurch auch bei der breiten Masse einen Namen machen, erklärt laut Gründerszene der COO Florian Schwenkert. Bislang war Koro besonders in den sozialen Medien präsent.

Start-ups: Tidely hilft Händlern, die Liquidität im Blick zu behalten
Warenbestände, die sich stündlich ändern, regelmäßig neue Produkteinführungen und ein Geschäft, das sich auf verschiedene Marktplätze und den eigenen Webshop verteilt – da können Online-Händler schnell den Überblick über die eigene Finanzlage verlieren. Das Münchener Start-up Tidely setzt hier an - mit einer Softwarelösung, die Händlern helfen soll, alle Parameter ihrer Finanzen automatisiert zu überwachen und zu steuern. Etailment stellt Tidely im Kurzinterview vor.


HANDEL INTERNATIONAL

Schweizer Händler halten sich mehrheitlich an Geo-Blocking
In diesem Frühjahr lag die Zahl der Schweizer Online-Shops, die die Vorgaben des Geo-Blockings nicht oder nur ungenügend umsetzten, bei einem Dutzend. Bei den Vergehen handelte es sich in den meisten Fällen um eine automatische Weiterleitung von ausländischen Online-Shops zu Schweizer Plattformen. Gegen die Verstöße ging der Verbraucherschutz vor. Um zum erwünschten Shop zu kommen, musste bei fünf Anbietern das Länderkürzel geändert werden, für die weiteren sieben Shops war die Nutzung eines VPN-Anschlusses erforderlich, berichtet die Handelszeitung. Die Unternehmen hätten die geforderten Änderungen bereits vorgenommen oder sie angekündigt.

Britische Klinikärzte investieren in Pharmacierge
Der britische Medikamenten-Lieferdienst Pharmacierge erhält einen Kapitalzufluss von 2,4 Millionen Britischen Pfund von britischen Klinikärzten und Nutzern der App. Die neue Investition will das Unternehmen unter anderem für die Ausstattung der Lieferroboter mit Künstlicher Intelligenz einsetzen, berichtet Tech.eu.

Amazon will den Verkauf von Büroausstattung ausbauen
Amazon will in Europa und anderen internationalen Märkten wieder den Handel mit Büromöbel- und ausstattung forcieren. Dabei will der Konzern von dem Schub aus der Coronazeit profitieren. Zwischen 2020 und 2022 hatte das Wachstum bei rund 25 Prozent pro Jahr gelegen. Amazon will den Unternehmen die Möglichkeit von Großaufträgen bieten und sie dadurch als längerfristige Vertragskunden gewinnen, erklärt Vice President Alexandre Gagnon gegenüber Reuters. Durch die großen Bestellungen würde die Logistik für Amazon günstiger und sie könnten den Kunden wiederum Preisnachlässe anbieten.


Arvato Systems kooperiert mit Mail Alliance
Arvato Systems und Mail Alliance haben sich zum gemeinsamen Aufbau eines End-to-End-Zustellservice entschieden. Damit wollen sich die beiden Partner besonders an digitale Händler wenden und ihnen die flächendeckende Auslieferung der Bestellungen aus den Filialen (Ship-from-Store) ermöglichen. Die kürzeren und schnelleren Lieferzeiten könnten zu niedrigeren Kosten und nachhaltigeren Prozessen führen, so die beiden Unternehmen.

Snapchat startet Chatbot für alle Nutzer
Snapchat kommt mit zwei technischen Neuerungen auf den Markt. Die Foto-App hat den kostenlosen Chatbot-Service "My AI" für alle Nutzer geöffnet. Bislang hatten die Abonnenten des Premium Services von Snapchat Zugriff auf den mit Künstlicher Intelligenz arbeitenden Chatbot. Grundlage ist die Technologie des Start-ups Open AI. Dabei können sich die Nutzer mit dem My AI wie mit natürlichen Personen unterhalten, meldet Gründerszene. Neben My AI hat Snapchat eine neue Funktion auf den Markt gebracht, die mit Augmented Reality arbeitet. Neben Online-Shops, für die die virtuelle Anprobe bereits verfügbar ist, können Kunden nun auch in Ladengeschäften die Kleidung mit Hilfe von digitalen Spiegeln anprobieren, heißt es bei Internet World. So könnten sich die Kunden eine Liste der gewünschten Produkte erstellen, bevor sie in die Umkleidekabine gehen.

Innovationen erforderlich für den Omni-Channel
Verbraucher sind nicht auf einen Handelsweg fixiert, sie wechseln bei ihren Einkäufen immer öfter zwischen Online-Shops und Ladengeschäften. Dabei gibt es aber Unterschiede zwischen ihren Erwartungen und dem, was sie beim Shoppen als Gegenleistung erhalten. Nach den Ergebnissen der neuen Studie "Google Omnichannel Future Study" von IFH Köln, Google und HDE müssen sich die Händler mit Innovationen beschäftigen, dabei sollen sie auch Künstliche Intelligenz und Machine Learning nutzen. Die Erwartungshaltung der Verbraucher nehme zu, die Händler dürften den Trend nicht verpassen, um die Konsumenten der Zukunft nicht zu verlieren. Die Kunden entschieden situativ und individuell über die Nutzung der Kanäle. Zu den wesentlichen Elementen gehöre die autonome Kundenerfahrung, ein offener Ansatz für Innovationen und eine kanalübergreifende Erfolgsmessung.

GfK und Minderest bieten Daten für die Preisfindung im Online-Handel
GfK und der Experte für Preisgestaltung Minderest wollen dem Handel im Rahmen einer Kooperation eine Übersicht über die aktuelle Preisentwicklung im E-Commerce bieten. Als Basis dienen die GfK-Daten zu bezahlten Preisen und die Online-Regalpreisinformationen von Minderest. Zu den Angaben gehören ein branchenübergreifender Überblick über die Preisaktualisierungen, die Zahl der Aktualisierungen ist abhängig von den Preisänderungen pro Produktkategorie.


NACHHALTIGKEIT

Trend zu Second-Hand wächst
Der Trend zum Kauf von gebrauchter Ware nimmt immer stärker zu. Nach den neuesten Zahlen von Dynata kaufen mehr als ein Viertel der Deutschen gerne Second-Hand, 75 Prozent ziehen hochwertige gebrauchte Ware neuen Produkten mit geringerer Qualität vor. Eine besonders hohe Quote mit 43 Prozent zeige sich bei der Gen Z. Für 27 Prozent spielten die günstigeren Preise die wichtigste Rolle. Weltweit entschieden sich 69 Prozent der Verbraucher für gebrauchte Ware, 31 Prozent kauften neue Produkte.
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WM
Geschrieben vonWolfram Marx

Redakteur

Wolfram Marx ist Journalist und schreibt für etailment unter anderem das Morning Briefing mit den täglichen Nachrichten aus Handel und E-Commerce. Seine Beiträge erschienen zudem in weiteren Fachtiteln der dfv Mediengruppe wie TextilWirtschaft, ahgz und Food Service sowie in der Rheinischen Post und im Reisefachmedium Travel ONE.

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