
Amazon Basics - die höchste Form der Anerkennung?
Der Taschenhersteller Peak Design wirft Amazon Design-Klau vor. In einem Satire-Video auf YouTube und in einem LinkedIn-Post macht er seinem Ärger Luft. Etailment-Experte Markus Caspari beleuchtet den bemerkenswerten Vorgang und sagt, was er für die Strategien von FBA-Aufkäufern bedeutet.
Markus CaspariHead of Performance Marketing bei Dentsu/iProspectAuf ungewöhnliche Weise verarbeiten die Köpfe hinter Peak Design jetzt ihren offensichtlichen Frust. Neben dem Video auf Youtube haben die Macher auch einen Post bei LinkedIn veröffentlicht.
Das Video hatte bereits bis zum Sonntagabend über 3 Millionen Aufrufe, sehr ungewöhnlich für eine Meldung, die es normalerweise nicht über die Fachwelt hinausschafft.
Produkttitel inzwischen geändert
Nach der Veröffentlichung des Videos hat Amazon den Produkttitel bei Amazon Basics geändert, die URL mit "AmazonBasics-Everyday-Sling" funktioniert jedoch weiterhin.
Bemerkenswert ist der Film deswegen, weil Amazon nach Angaben von Peak Design einer der größten Partner sei und man bereits seit Jahren mit Amazon zusammenarbeite. #BN++53942# In der Vergangenheit sah sich Amazon bereits anderen Vorwürfen ausgesetzt: Verkaufsdaten von Marktpartnern würden systematisch ausgewertet, um erfolgreiche Produkte zu identifizieren.
Ähnliche Meldungen wie nun über Peak Design gab es bereits in der Vergangenheit. So berichteten beispielsweise The Verge und andere Medien im September 2019 über den Allbirds-Case.
Amazon Basics werden für den Onlineriesen immer wichtiger. Innerhalb von nur zwei Jahren (April 2018 bis April 2020) haben sich die Bestseller laut Marketplace Pulse mehr als verdoppelt.Solche Meldungen zeigen auch einen potenziellen Schwachpunkt der Strategien der zahlreichen Amazon-FBA-Aufkäufer, die vom Direct-To-Consumer-Wachstum profitieren möchten.
Ein erfolgreiches Produkt mit hohen Margen, das skaliert und wächst, kann unter Umständen die größte Form der Anerkennung erfahren - die der Nachahmung.
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Head of Performance Marketing bei Dentsu/iProspect
Markus Caspari ist Head of Performance Marketing bei Dentsu/iProspect, wo er seit über zehn Jahren Kunden bei Social Media, Search, Programmatic Display & Video sowie E-Commerce berät. Caspari arbeitete auf Agenturseite bereits für Marken und Unternehmen wie Milka, Oreo, Pirelli, Granini, Stada, Microsoft, Shiseido und Mattel. Er hat Marketing-Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen, z.B. der Hochschule Darmstadt, der IHK Darmstadt und der DHBW Stuttgart.
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