Neckermann drohen Dauerstreiks

Neckermann drohen Dauerstreiks

1 Min.Aktualisiert am
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Beim angeschlagenen Versandhändler Neckermann.de könnte der Arbeitskampf eskalieren. Ein Kompromiss mit Eigentümer Sun Capital ist weiterhin nicht in Sicht.

Am Dienstag bemühten sich beide Seiten weiterhin, per Einigungsstelle einen Kompromiss für die von Entlassung bedrohten Mitarbeiter zu finden. Nun soll eine Versammlung der Gewerkschaftsmitglieder bei Neckermann tagen, mit einem Ergebnis ist laut Schiederig an diesem Mittwoch zu rechnen.

Weg frei für unbefristete Streiks

Knackpunkt ist nach Verdi-Angaben neben dem Thema Abfindung die Frage, wie sozialverträglich der Stellenabbau zu schaffen ist.

Das vom US-Finanzinvestor Sun Capital beherrschte Unternehmen will nach Plänen des Managements den Eigenhandel mit Textilien sowie das Frankfurter Zentrallager aufgeben und zum Jahresende 1.380 von 2.500 Stellen in Frankfurt streichen. Der Neckermann-Betriebsrat hofft auf weniger Entlassungen.

Die Verdi-Mitglieder hatten bereits im Juni in einer Urabstimmung mit breiter Zustimmung den Weg für unbefristete Streiks frei gemacht. Anfang Juli hatte ein zweitägiger Streik das Zentrallager des Versandhändlers lahmgelegt. Knapp jeder zweite Mitarbeiter in dem Unternehmen ist nach Verdi-Angaben Mitglied der Gewerkschaft.

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