Neckermann.de auf gutem Weg

Neckermann.de auf gutem Weg

Die Strategie des Versandhändlers, sich auf das Onlinegeschäft zu konzentrieren, scheint erste Erfolge zu zeigen. Neckermann.de freut sich über zweistellige Umsatzzuwächse.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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"Die E-Commerce-Nachfrage konnte mit rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überdurchschnittlich gesteigert werden", so Henning Koopmann.
"Unsere aktuelle Geschäftsentwicklung belegt, dass wir mit der konsequenten Ausrichtung auf E-Commerce auf dem richtigen Weg sind." Der aktuelle Online-Anteil der Bestellungen betrage 66 Prozent.

80 Prozent der Neukunden online

"E-Commerce ist die treibende Kraft unseres Wachstums“, bestätigte Ulf Cronenberg, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. „Heute sind bereits 80 Prozent unserer Neukunden Onlinekunden. Außerdem haben wir mehr Kunden, und sie kaufen mehr und häufiger ein."

Mit einem Umsatzplus von 20 Prozent in den ersten drei Quartalen dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wachse Neckermann.de in Deutschland deutlich schneller als der Markt, so Koopmann. Denn der läge "nur" bei 12 Prozent.

Neckermann stellt wieder ein

Nach dem Stellenabbau in den vergangenen Jahren – 2008 beschäftigte die Gruppe in Europa rund 5.000 Menschen, derzeit sind es rund 4.000 – stellt Neckermann nun wieder Personal ein. 250 neue Arbeitsplätze sind in diesem Jahr hinzugekommen, ein drittel davon in Frankfurt. Für das deutsche Geschäft sollen 2011 weitere rund 100 neue Arbeitsplätze besetzt werden, 80 davon am Hauptsitz Frankfurt.

Der Onlinemarktplatz ist weiterhin auf der Suche nach Markenartiklern: Derzeit bieten 125 Vertriebspartner ihre Ware auf neckermann.de, bis zum Jahresende hoffen die Versandhändler auf 150 Partner.

Internationale Einheitlichkeit

Das Unternehmen ist in Europa in insgesamt 10 Ländern aktiv. Neben Deutschland sind dies Belgien, Niederlande, Schweiz, Österreich, Kroatien, Tschechien, Slowakei, Slowenien und die Ukraine. Von 2011 an soll das internationale Geschäft im Hinblick auf Synergien weiterentwickelt werden.

Im kommenden Jahr würden deshalb zum Beispiel die E-Commerce-Aktivitäten wie auch die Software einheitlicher gestaltet. Zudem soll es künftig mehr Kataloge auf internationaler Basis sowie eine zunehmend vereinheitlichte Print-Produktion geben.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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