Mit Paragon in die Zukunft: Der Weltbild-Konzern hat einen neuen Geldgeber. Der möchte das insolvente Unternehmen retten. Wie genau, erfahren die Mitarbeiter an diesem Montag.
Filialschließungen und Schutzschirmverfahren
Paragon Partners GmbH ist eine private Investmentgesellschaft, die sich bei etablierten mittelständischen Unternehmen im deutschsprachigen Raum engagiert. Unter anderem ist das 2004 gegründete Unternehmen mit Sitz in München beim Motorrad-Ausrüster Polo eingestiegen.
Die bislang der katholischen Kirche gehörende Verlagsgruppe Weltbild hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Ende April war bekanntgeworden, dass das Unternehmen nun fast jede vierte seiner bislang 220 Filialen schließen wird. Insgesamt 293 der rund 1.300 Mitarbeiter in den Buchhandlungen sollen dabei ihre Jobs verlieren. Die Filialen hatte der Konzern früher zusammen mit der Buchhandelskette Hugendubel in einer Holding betrieben.
Im Februar war diese Kooperation beendet worden. Die Filialgesellschaft wurde wieder direkt dem Weltbild-Konzern in Augsburg angegliedert und unter ein Schutzschirmverfahren gestellt. Dies ermöglicht die Sanierung eines Unternehmens mit den aus dem Insolvenzrecht bekannten Methoden, ohne direkt einen Insolvenzantrag zu stellen. Ende April war das Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung vom Amtsgericht offiziell eröffnet worden.
