Nordeuropäer sind skeptische Onlinekunden

Nordeuropäer sind skeptische Onlinekunden

Die Konsumenten in Nordeuropa kaufen gerne online ein. Allerdings sind sie mit Bestellungen bei ausländischen Internethändlern eher vorsichtig, zeigt eine Studie.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Demnach befürchtet jeder vierte nordeuropäische Onlineshopper, dass die im Ausland bestellte Ware nicht ankommt – für fast genauso viele ist die Auslandsbestellung zu kompliziert. Knapp jeder fünfte Däne, Schwede, Norweger und Finne kauft nicht außerhalb der Europäischen Union (EU), da er Zollkosten fürchtet. In Norwegen, das nicht der EU angehört, als Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum jedoch einem EU-Mitglied fast gleichgestellt ist, fürchtet dies sogar jeder dritte Befragte.

Nordische Staaten bleiben unter sich

Somit beschränke sich der grenzüberschreitende Distanzhandel bislang weitgehend auf nordische Staaten untereinander. Der Studie zufolge kaufen derzeit erst 38 Prozent der Nordeuropäer per Internet in den übrigen EU-Ländern ein, und zwar vor allem Elektronikartikel und Computer sowie Bekleidung, CDs, DVDs, Bücher, Kosmetik, Schuhe und Sportartikel.

Vier von zehn Verbrauchern würden allerdings auch öfter außerhalb der Heimat im Internet einkaufen, wenn sie dann einen Preisvorteil erzielen. Gut jeder dritte erwägt dies, wenn die Ware im eigenen Land nicht erhältlich ist. 27 Prozent würden im Ausland bestellen, wenn die Transportkosten geringer wären.

Finnen mögen Kataloge, Dänen nicht

Acht von zehn Onlineshoppern in Nordeuropa informieren sich vor dem Kauf im Internet auf den Seiten der Anbieter. Erst an zweiter Stelle folgen mit 42 Prozent Preisvergleichsportale. Jeder fünfte Konsument nutzt einen Katalog, um sich zu informieren. In Finnland ist es sogar jeder dritte – während der Katalog in Dänemark mit 9 Prozent kaum eine Rolle spielt.

18 Prozent der nordeuropäischen Konsumenten bestellen der Studie zufolge mehrmals im Monat im Internet, 22 Prozent mindestens einmal im Monat. Gut jeder dritte Däne, Schwede, Norweger und Finne nutzt Homeshopping mehrmals im Jahr.

Während vor allem Familien mit kleinen Kindern den Kauf im Internet und per Katalog schätzen, bevorzugen Senioren in Nordeuropa die Beratung im Geschäft. Doch jeder zweite Senior ließe sich der Studie zufolge bei einer kostenlosen Lieferung durchaus vom Onlineshopping überzeugen.

Sybille Wilhelm

Dieser Artikel ist in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Online Handel erschienen. Ein kostenfreies Ansichtsexemplar erhalten Sie hier

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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