Online informieren, stationär kaufen

Online informieren, stationär kaufen

Erst mal unverbindlich online stöbern: Wer Kleidung oder Schuhe kaufen will, informiert sich immer öfter im Internet - und kauft dann stationär.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Jeder zweite Modeinteressierte, der einen Internetanschluss hat, kauft demnach dann die gewünschten Produkte im stationären Einzelhandel. Rund 18 Prozent erwerben ihre Kleidung auch im Netz. Nur rund ein Drittel der Konsumenten (36 Prozent) nutzen das Internet während des Kaufprozesses überhaupt nicht.

Internet-Information gängiges Muster

"Diese so genannten ROPO-Käufe (Research Online – Purchase Offline) sind inzwischen ein gängiges Konsummuster bei den Verbrauchern", heißt es in einer GfK-Pressemitteilung. "Das zeigt, wie wichtig es für Markenhersteller und Händler geworden ist, im Internet präsent zu sein. Ein guter Internetauftritt stärkt nicht nur das Online-Geschäft, sondern vor allem auch den stationären Umsatz."

Jeder interessierte Verbraucher surfe vor einem Kauf im Schnitt durch drei bis vier Websites von Modeanbietern. Außerdem verwendet er der Studie zufolge Suchmaschinen, wobei er jedoch weniger produkt- oder markenspezifisch vorgehe: Insgesamt 40 Prozent der Suchanfragen bestehen aus generischen Begriffen wie beispielsweise "Hosen" oder "Sportbekleidung".

Erst mal allgemein, dann spezieller

"Die Konsumenten möchten sich offensichtlich erst einmal allgemein über das vorhandene Angebot und die Trends informieren", lautet die Schlussfolgerung der Meinungsforscher. "Erst im weiteren Such- und Auswahlprozess erfolgt dann eine Selektion nach den genauen Produkten, Marken, Größen und Farben."

Je nach Angebot und Bedarfssituation entscheiden die Verbraucher der Umfrage zufolge während dieses Informationsprozesses, ob sie ihren Wunschartikel im Internet oder im stationären Handel kaufen. 15 Prozent der Deutschen sind demnach bereits so genannte Multichannel-Käufer: Sie erwerben Textilartikel sowohl online als auch in stationären Geschäften.

Diese Multichannel-Käufer sind im Übrigen statistisch gesehen vorwiegend weiblich und zwischen 18 und 29 Jahren. Sie nutzen Mode-Webseiten am häufigsten und stellen im Vergleich zu anderen Käufertypen die meisten Mode-Suchanfragen.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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