Otto Group will digitale Kundengeneration begeistern

Otto Group will digitale Kundengeneration begeistern

Das Geheimnis um das Projekt Collins ist gelüftet: Drei neue Modemarktplätze aus dem Hause Otto mit der Jugend als Zielgruppe. Auf der offenen IT-Plattform sollen sich externe Ideengeber verwirklichen.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Collins "präsentiert das erste offene Geschäftsmodell am deutschen E-Commerce-Markt" warb Benjamin Otto, Gründer und Geschäftsführer von Collins und Enkel des Otto Group-Gründers Werner Otto, bei der Vorstellung in Hamburg. Das bedeutet, dass Collins in Kooperation mit Kreativen, Entwicklern, Markenanbietern und Händlern  auf Basis einer neuen Infrastruktur Shops mit integrierten Fashion-Applikationen für die digitale Generation schaffen will. Zudem können Kunden ähnlich wie in sozialen Netzwerken eigene Profile anlegen und anhand ihres Kaufverhaltens beraten werden.

"E-Commerce steht erst am Anfang einer neuen digitalen Epoche", erläuterte Otto. "Unser Ziel ist es, Shopping für die junge Generation so individuell und inspirierend zu gestalten, wie es ihre digitale Welt längst ist." Mit diesem Anspruch sei das im Juni 2013 unter der Leitung von Benjamin Otto und Tarek Müller gegründete Start-up somit das erste Open-Commerce-Geschäftsmodell am deutschen Markt. Die Otto Group investiert einen dreistelligen Millionenbetrag.

Externe basteln Apps

Auf Basis einer neu entwickelten Technologie- und Business-Plattform entwickeln Dritte neue Zugänge zu Mode in Form von Content-, Social Media- und Mobile-Applikationen. "Die besten Ideen entstehen auf Dauer nicht in einem Unternehmen allein, sondern oft durch einzelne kreative Köpfe, mit denen wir eine neue Dimension für den Onlinehandel erschließen können", argumentierte Mitgründer Müller.

Entlang dieses Grundgedankens entstand die Shopping-Marke Aboutyou, die junge Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren ansprechen soll und neben einem rund 50.000 Artikel umfassenden Sortiment durch ein "App-Portfolio mit Ideen von externen Partnern erweitert" wird. Bereits zum Start des Shops hätten Kreative, Entwickler und Händler rund 30 Apps beigesteuert, etwa Promi-Outfits zum Nachstylen, die Club-Dresscodes in deutschen Großstädten oder einen Blick in die Kleiderschränke von Stylisten.

Edited.de und sistersuprise.de

Mit Edited.de will Collins eine stark mode-affine, noch jüngere Zielgruppe erreichen. Derzeit werden dort rund 100 Marken, teilweise exklusive Newcomer-Labels, mit Magazin- und Social Media-Inhalten. Zudem geht der Wäsche- und Bademodenspezialist sistersurprise.de an den Start.

"Mit Collins haben wir ein Öko-System geschaffen, das jungen Zielgruppen neue Zugänge zum Onlineshopping bietet - und dabei die Stärken eines Start-ups mit der Power der Otto Group verbindet", ist Benjamin Otto überzeugt.

Über Collins

Die Collins GmbH & Co. KG ist ein E-Commerce-Start-up der Hamburger Otto Group. Das Gründungs- und Management-Team umfasst neben Otto (38) und Müller (25) auch Sebastian Betz (23) sowie den ehemaligen Roland Berger-Strategen Hannes Wiese (32). Gestartet im Juni 2013, zählt Collins heute rund 140 Mitarbeiter aus 13 Ländern.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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