
Otto kauft Quelle-Adressen
Otto hat auch die Kundenadressen von Quelle gekauft. Anschreiben wollen die Hamburger die rund acht Millionen Personen aber nur einmal.
Die Verbraucherzentrale Bundesverband hatte den Insolvenzverwalter zuvor aufgefordert, die "wertvollen und zum Teil sensiblen" Kundendaten nicht wie die anderen Waren zu verkaufen.
Adressierte Werbesendungen unterliegen kaum Beschränkungen
Der Versand von adressierten Werbesendungen unterliegt in Deutschland den geringsten rechtlichen Beschränkungen, da er unter die im Grundgesetz verankerte Freiheit der Meinungsäußerung fällt, heißt es beim Deutschen Dialogmarketing Verband: "Daher ist er in der Regel uneingeschränkt möglich." Jedoch müsse ein Werbebrief spätestens nach dem Öffnen als solcher zu erkennen sein.
Gehandelt werden unter seriösen Adressenhändlern im Übrigen nur Postadressen. Daten wie etwa Telefon- oder Bankkontonummern und E-Mail-Adressen sind vom Gesetzgeber geschützt.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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