Otto kocht Neckermann auf kleiner Flamme

Otto kocht Neckermann auf kleiner Flamme

Die Otto Group hat offenbar aus der Pleite mit Quelle.de gelernt. Wie Vorstandschef Hans-Otto Schrader mitteilte, verfolgt der Handelskonzern mit der 2012 gekauften Domain Neckermann.de deutlich bescheidenere Ziele als mit der Marke Quelle. Diese war 2011 als Online-Marktplatz neu gestartet und sollte E-Commerce-Größen wie Amazon Konkurrenz machen. Dazu wurde Ex-Skype-Deutschland-Chef Tim von Törne als CEO verpflichtet, der ein 50-köpfiges Team aufbaute und mehrere Millionen Euro in eine eige...

2 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Nach einem Jahr umfasste das Angebot rund 1 Million Artikel von über 500 Händlern. Zu wenig für die Otto Group-Spitze, die den Marktplatz Ende 2012 einstellte und Quelle nun mit neuem Konzept aufstellt.

Neckermann.de, Anfang des Jahres reaktiviert, wird dagegen von Beginn an auf kleiner Flamme gekocht: „Wir haben die Marke nur erworben, um Finanzinvestoren zuvorzukommen, die den Namen nutzen wollten, um uns Konkurrenz zu machen“, sagt Schrader. In diesem Sinne gebe es auf der Plattform auch nur Artikel von Otto.de. Eine Spezialisierung sei nicht geplant.

Vorrangiges Ziel sei es, ehemalige Neckermann-Kunden für sich zu gewinnen, was alles andere als Chefsache sei. „Ich habe das überhaupt nicht auf dem Radarschirm. Das wird auf Abteilungsleiterebene entschieden.“ Diese ist immerhin mit den Ergebnissen der ersten vier Monate zufrieden. „Die Umsatzzahlen entwickeln sich durchaus positiv“, sagt eine Sprecherin.

Teilen
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.