Otto trennt sich von Zara

Otto trennt sich von Zara

Die Partnerschaft währte zehn Jahre lang - nun soll Schluss sein. Nach einem Medienbericht ist die Otto Group bei der Textilkette Zara ausgestiegen. Alles planmäßig, hieß es von der Zara-Mutter.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Alles nach Plan - sagt Inditex

Die Otto Group hatte offenbar Sorge, wegen der Beteiligung einen Imageschaden zu erleiden. Die deutsche Tochter der spanischen Textilkette soll von einer GmbH zu einer B.V. & Co. KG nach niederländischem Recht umgewandelt werden. Das hätte zur Folge, dass die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats starke Einschränkungen erfahren.  Ein Sprecher von Zara wies diesen Zusammenhang als "weit hergeholt" zurück. Vergleichbare Unternehmensrechtsformen haben auch die Modeketten H&M und Esprit.

In einer Stellungnahme bemüht sich der Inditex-Konzern nun um Klarheit. Der Kauf der deutschen Otto-Anteile an Zara sei planmäßig gewesen mit dem Ziel, 100 Prozent an allen deutschen Tochtergesellschaften des Konzerns zu besitzen. "Damit vollzieht Inditex den bereits 2009 im Joint-Venture-Vertrag mit der Otto Group vereinbarten Schritt der Minderheitsbeteiligung", heißt es in einer Meldung von Inditex. Bereits 2006 habe das Unternehmen die bis dahin bestehende Beteiligung von Otto an der Textilkette Massimo Dutti übernommen.

Zara und Massimo Dutti sind in Deutschland mit insgesamt 72 Geschäften in 40 Städten vertreten.

Gewinn und Umsatz steigen

Für die Inditex-Gruppe war 2009 ein gutes Jahr: Das spanische Unternehmen konnte den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 7 Prozent auf gut elf Milliarden Euro steigern. Auch beim Gewinn legte Inditex zu: Von 1,253 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2008 auf 1,314 Milliarden Euro - ein Plus von 5 Prozent.

Im Textilhandel steht Kik seit einigen Wochen stark in der Kritik. Bei dem Discounter wurden Mitarbeiter gezielt ausspioniert und entlassen, sollten deren finanzielle Lagen schwierig gewesen sein. Zudem wurde bekannt, unter welch miserablen Arbeits-Bedingungen Kik Textilien in Bangladesch herstellen lässt.

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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