3D-Illustration zu Marktplätzen, Social Commerce, digitalen Kundenzwillingen und Loyalty im E-Commerce
© Black Forest Labs / Flux

Payback Fashionwelt, beste Online-Portale, Top-US-Marktplätze, Tiktok Shop, Amazon, Rednote, digitale Kundenzwillinge, Rufus, KI-CEO

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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diskutieren führende Köpfe aus Retail und Travel – darunter Christian Gründig (TUI Cruises), Maik Giannoccaro (SiNN) und Gwendolin Tiltmann (valantic), wie Interaktion und Gamification Kundenbindungsprogramme wirklich relevanter machen. Praxisnah, mit echten Einblicken und konkreten Impulsen für moderne Loyalty. Donnerstag, 16.04.2026 | 10:00–11:30 Uhr | digital & kostenlos. Jetzt anmelden.

HANDEL NATIONAL

Paybacks Fashionwelt: Bonusprogramm setzt auf Online-Mode
Payback, bislang eher am stationären Point of Sale verankert, eröffnet mit der „Fashionwelt“ und rund 200 Modepartnern, darunter Amazon, Ebay, H&M und Otto, einen eigenen Online-Shop, meldet das Unternehmen. Die über 35 Mio. Kundinnen und Kunden könnten dort Mode, Schuhe und Accessoires kaufen und dabei Punkte sammeln. Eine begleitende „Fashion Week“ vom 13. bis 19. April biete erhöhte Punkteausschüttungen. Vor dem Kauf lohne sich das Aktivieren von Coupons zur Punktevervielfachung in der App.

Digitales Branchenbuch ist Deutschlands bestes Online-Portal
Das Branchenverzeichnis Dasoertliche.de und Mietwagen.Check24.de sind die bestbewerteten Online-Portale Deutschlands, so die aktuelle Studie „Beste Online-Portale 2026“ von Servicevalue.de. Beide Sieger erreichten einen Mittelwert von 2,20 auf einer fünfstufigen Zufriedenheitsskala. Dicht dahinter folgten unter anderem Kleinanzeigen.de, Mobile.de und Jameda.de – insgesamt vergab die Erhebung Auszeichnungen an Kategorie-Sieger aus 61 Branchen.


HANDEL INTERNATIONAL


Top-US-Marktplätze: Amazon und dann lange nichts
Amazon erwirtschaftet mit 300 Mrd. Dollar Drittanbieter-Umsatz siebenmal mehr als Ebay auf Platz zwei, zitiert Haendlerbund.de eine Analyse von Marketplacepulse. Selbst das Billigangebot Amazon Haul alleine generiere mit zwei Mrd. Dollar genug Umsatz für einen Platz unter den Top Ten. Im Mittelfeld lieferten sich Temu (22 Mrd.), Tiktok Shop und Walmart (je 15 Mrd.) ein Rennen mit grundverschiedenen Strategien: Billigpreise gegen Social Commerce gegen stationäre Infrastruktur. Darauf folgten Wayfair (10 Mrd. Dollar), Shein (6 Mrd. Dollar), Etsy (6 Mrd. Dollar), Whatnot (6 Mrd. Dollar) und Target Plus mit einer Mrd. Dollar.

Tiktok Shop auf dem Weg nach Polen, Belgien und den Niederlanden
Tiktok Shop bereitet den Start in Polen, den Niederlanden und Belgien vor, wie Ecommercenews.eu aus aktuellen Stellenausschreibungen schließt. Bytedance suche Mitarbeiter für ein „Strategic Readiness Team“ sowie „Customer Solutions Manager“ mit fließenden Polnisch- oder Niederländischkenntnissen. Seller-Accounts für alle drei Märkte seien bereits angelegt, aber noch nicht freigeschaltet. Seit dem Start in Deutschland, Frankreich und Italien im Frühjahr 2025 sei Tiktok Shop in den fünf größten europäischen E-Commerce-Märkten und Irland aktiv.

Streichpreise auf Amazon: Neue Regeln ab nächster Woche
Amazon verschärft in zwei Stufen die Regeln für Referenzpreise, um Scheinangebote zu reduzieren, berichtet Channelx.world. Ab dem 23. April müsse jede angezeigte UVP durch reale Verkäufe auf Amazon oder nachweisbare Angebote bei anderen Händlern belegt sein. Ab dem 18. Mai ändere sich zusätzlich die Berechnung des „War-Preises“: Liege der tatsächliche Preis an mehr als der Hälfte der Tage eines 90-Tage-Zeitraums unter dem Median, fließen künftig auch Aktionsverkäufe in die Berechnung ein. Streichpreise, die den neuen Kriterien nicht standhalten, verschwänden schlicht von der Produktseite.

Österreichs Paketabgabe trifft eigene Händler statt Temu
Der Österreichische Handelsverband lehnt laut Medienmitteilung die vom Finanzministerium diskutierte Paketabgabe im Versandhandel entschieden ab. Die ursprünglich gegen Drittstaatspakete gerichtete Steuer träfe den gesamten heimischen Online-Handel, der 13,1 Mrd. Euro Wertschöpfung und 250.000 Arbeitsplätze sichere. Plattformen wie Temu und Shein würden die Abgabe vermutlich umgehen, während österreichische Händler nach drei Jahren mit Rekordinsolvenzen den nächsten Bürokratie-Hinkelstein schultern müssten. Verbandschef Rainer Will fordere stattdessen, die geplante EU-Plattformhaftung vorzuziehen.

Rednote startet Redshop für Kunsthandwerk aus China
Die chinesische Social-Commerce-App „Xiaohongshu“, im Westen als „Rednote“ bekannt, startet im Juni ihre Cross-Border-Plattform „Redshop“, berichtet Pandaily.com. Zunächst lade das Unternehmen ausgewählte Händler ein, die sich auf Kunsthandwerk und Nischenprodukte spezialisieren. Der Schritt füge sich in eine breitere Offensive: Bereits 2023 habe die Plattform E-Commerce und Livestreaming in eine eigene Vorstandsabteilung zusammengelegt, im vergangenen Jahr einen Marktplatz-Tab und eine Schnellverkaufsfunktion eingeführt.

Luftkissen im Paket? Ab 2030 zählt das als Leerraum
Ab 2030 dürfen E-Commerce-Pakete in der EU maximal 50 Prozent Leerraum enthalten, berichtet Packaging-Gateway.com unter Berufung auf die neue Verpackungsverordnung PPWR. Füllmaterialien wie Luftkissen oder Schaumstoff zählten künftig als Leerraum, nicht als Schutz. Auch Doppelwände und falsche Böden seien verboten. Bis Februar 2028 wolle die EU-Kommission einheitliche Berechnungsmethoden vorlegen. Online-Händler und Logistiker müssten auf maßgeschneiderte Verpackungen umstellen, was durch geringeres Dimensionsgewicht aber auch die Versandkosten senken könnte.


Digitale Kundenzwillinge ersetzen Bauchgefühl im Marketing
Digitale Kundenzwillinge – datenbasierte Simulationen realer Zielgruppen – liefern dem Online-Handel messbar bessere Kampagnenergebnisse, berichtet T3N.de. Laut einer noch unveröffentlichten PwC-Studie unter deutschen Großunternehmen setzten bereits 28,2 Prozent der Befragten die Technologie ein. Ein Küchenwarenhersteller habe damit seinen durchschnittlichen Warenkorbwert um 27 Prozent gesteigert: Die Analyse ergab, dass Standardrabatte online nicht verfingen, da die Kundschaft Inspiration statt Preisnachlässe suchen würde. Andere Anwender verzeichneten laut Anbieterangaben 73 Prozent mehr Interaktionen und bis zu 40 Prozent weniger verschwendete Werbeausgaben.

Google Suche wird zur KI-Agentur
Google rollt weltweit agentische Suchfunktionen aus, die Restaurantbuchungen per KI-Agent erledigen, berichtet Searchenginejournal.com. Der Wandel vom Informationsabruf zur Aufgabenerledigung sei bereits Realität. CEO Sundar Pichai beschreibe die künftige Suchmaschine als „Agent Manager“, der parallel mehrere Aufträge abarbeite. Dieser Umbruch entspreche dem Wechsel vom Restaurant zum persönlichen Koch: Statt einer Speisekarte für alle erhalte jeder Nutzer sein Lieblingsgericht. Für die SEO werde sich die zentrale Frage stellen: Welchen Quellen vertrauen diese Agenten?

Amazons KI-Assistent Rufus generiert zwölf Mrd. Euro Zusatzumsatz
Amazons KI-Assistent Rufus erwirtschaftet zehn bis zwölf Mrd. Euro Zusatzumsatz pro Jahr, berichtet Boerse-Express.com. Der Einkaufshelfer bearbeite inzwischen über 13 Prozent aller Suchanfragen und steigere die Kaufwahrscheinlichkeit um 60 Prozent. Sein neuer Algorithmus setze statt auf Keywords auf semantische Absichtserkennung. Händler müssten ihre Produkte also über aussagekräftige Beschreibungen sichtbar machen. Gleichzeitig monetarisiere Amazon die KI-Gespräche: Klicks auf Produkte, die Rufus im Chat empfehle, würden wie bezahlte Anzeigen abgerechnet.

Zweiter KI-Laden pleite: 100.000 Dollar Budget, null Plan
Der KI-Agent Luna, basierend auf Anthropics Claude Sonnet 4.6, sollte mit 100.000 Dollar Budget einen Laden in San Francisco profitabel führen, berichtet Golem.de. Luna habe über ein Dropdown-Menü versehentlich Handwerker in Afghanistan gesucht, im Interview mit NBC News halluziniert, dass der Laden Tee verkaufe, und am Eröffnungswochenende den Dienstplan vergessen. Bereits der Vorgänger – ein KI-Snackautomat namens Claudius – sei pleite gegangen. Forscher der Carnegie Mellon University bestätigten: Agenten scheiterten oft an simplen Interface-Aufgaben.
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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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