Vom verunglückten Superkleber zum beliebten Büroartikel: Die Haftnotizen "Post-it" werden dieser Tage 35 Jahre alt.Viele Erfindungen beruhen eigentlich ...
Zweite Chance dank Chorsänger
So geriet die Erfindung von Spencer Silver in Vergessenheit. Bis sie Silvers Kollegen Art Fry 1974 auf eine Idee brachte: Als Sänger im Kirchenchor ärgerte er sich darüber, dass seine Merkzettel immer wieder aus dem Gesangbuch herausfielen. Im Labor besorgte sich Fry daher Proben des schwach klebenden Klebstoffs, schnitt kleine Zettel zurecht und trug ein wenig der Masse auf. Die neuen Gedankenstützen hafteten zuverlässig im Gesangbuch und ließen sich dennoch leicht ablösen, ohne die Notenblätter zu beschädigen.
Auf dieser Grundlage begann die Erfolgsgeschichte der Post-it Haftnotizen, die im April 1975 auf den Markt kamen. Inzwischen sind sie zu unentbehrlichen Helfern in vielen Einsatzbereichen geworden und zählen sogar zu der Gruppe der fünf erfolgreichsten Büromaterialien.
Allein in Deutschland werden pro Jahr rund 4,5 Millionen Post-it Blöcke verkauft. Waren die Haftnotizen früher kanariengelb und hatten grundsätzlich das Format 76 x 76 Millimeter, gibt es inzwischen ein buntes Sortiment von mehr als 400 Produktvarianten.
