
Praktiker zieht in der Türkei den Stecker
Die angeschlagene Baumarktkette Praktiker hat einen Insolvenzantrag für die türkische Landesgesellschaft gestellt. Neun Märkte sind betroffen. Die Türkei sei aber ein Sonderfall, betont der Vorstand.
Thomas RehmRedakteur"Wir wollen unser Geschäft im In- und Ausland zu alter Ertragsstärke zurückführen. Einen dauerhaften Verlustbringer wie die Türkei können wir uns in diesem Prozess nicht leisten", so der ehemalige Aldi-Manager.
Buntes Auslandsportfolio ohne klare Linie
Praktiker betreibt ein buntes Auslandsportfolio mit Niederlassungen in Bulgarien, Griechenland, Luxemburg, Polen, Rumänien, Ukranie und Ungarn, das Branchenbeobachtern stets als Beleg für die jahrelange Mißwirtschaft in dem Baumarktkonzern diente und nun insgesamt auf dem Prüfstand steht.
Die türkische Landesgesellschaft mit ihren neun Märkten soll im Rahmen des Insolvenzaufschubverfahrens gemäß eines bei Gericht hinterlegten Restrukturierungsplans ganz oder teilweise an Dritte abgegeben und der Warenbestand vermarktet werden.
"Sofern das Gericht diesem Antrag folgt, wird der Plan vom Management der türkischen Praktiker-Gesellschaft unter staatlicher Aufsicht umgesetzt", heißt es von der Praktiker AG.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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