
Preisnachlässe locken kaum noch Autokäufer
Klassische Instrumente der Verkaufsförderung wie Werbung und Rabatte kommen bei Autokäufern inzwischen nicht mehr an. Sie verpuffen vor allem in der jüngeren Zielgruppe, zeigt eine Studie.
Björn BöerChefredakteurJüngere Autokäufer erreichen wird schwieriger
Dies gilt insbesondere für jüngere Autokäufer und -käuferinnen. So ging der Anteil aller Befragten, die 2015 eine klassische Werbemaßnahme für Automobile wahrgenommen haben, um 2 Prozent zurück, der für verkaufsfördernde Maßnahmen sogar um 8 Prozent. In der jüngeren Zielgruppe (bis 30 Jahre) reduzierte er sich sogar um 4 beziehungsweise 11 Prozent. "Da die Branche gerade diese Käufer, denen nachlassendes Interesse am Auto nachgesagt wird, begeistern muss, ist das besonders gravierend", kommentiert Konrad Weßner, Geschäftsführer von Puls.
Mit Smart, BMW und Opel gibt es aber auch Benchmarks, die ihre Interessenten sehr wohl mit Werbung und Verkaufsförderung erreichen - und zwar mit dem richtigen Mix aus beidem. "Offensichtlich verfolgen gerade diese drei Marken im Unterschied zu den anderen eine Mehrwert- beziehungsweise Markenkommunikation jenseits reiner Preisnachlässe", sagt Weßner.
Zur Studie
Für die Studie hat Puls zehn Jahre lang monatlich 1.000 Personen online befragt, die vorhaben, ein Auto zu kaufen oder gerade eines erworben haben. Für den Zeitraum ergibt sich somit eine totale Fallzahl von 120.000 Personen. Die Dauer der Interviews erstreckte sich über zehn Minuten.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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