Quelle bangt um Kreditlinien

Quelle bangt um Kreditlinien

Das insolvente Versandunternehmen Quelle bangt um die Fortführung seiner Kreditlinien über rund 300 Millionen Euro. Die Frist für die Verlängerung läuft Mittwoch um 24 Uhr aus.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Valovis Bank als Hausbank von Quelle hatte dem Versandunternehmen nach der Insolvenzanmeldung den Geldhahn zugedreht und Quelle damit in existenzielle Not gebracht. Erst nach Zusage eines staatlichen Massekredits wurde die Finanzierung wieder aufgenommen. Allerdings seien die Konditionen überhöht, hatte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg Mitte August in Nürnberg beklagt
und deutlich gemacht, dass die Banken ihre Forderungen reduzieren
müssten.

Görg will bei Quelle rund 3700 der 10 500 Stellen streichen.
Allein bis Ende September werden nach Angaben der Gewerkschaft Verdi
bundesweit 3200 Beschäftigte ihre Kündigung erhalten. Die Gewerkschaft fordert gemeinsam mit den Betriebsräten die Einrichtung einer Transfergesellschaft. Da die Eigenmittel des Insolvenzverwalters nicht ausreichten, bräuchten die Beschäftigten Unterstützung durch Fördermittel aus den verschiedenen Bundesländern, erklärte Verdi am Mittwoch.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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