
Quelle-Transfergesellschaft wird wahrscheinlich
Guter Willen, guter Weg und eine Einigung: Die Verhandlungspartner um eine Transfergesellschaft für Quelle demonstrieren Geschlossenheit. Fraglich ist nur, wie dieses Projekt finanziert werden soll.
Björn BöerChefredakteur"Locker 120 Millionen Euro im Monat"
Knackpunkt der Verhandlungen ist die Finanzierung der möglichen Transfergesellschaft, an der sich auch das Unternehmen beteiligen müsste. Allein für die rund 1.600 betroffenen Quelle-Mitarbeiter im Großraum Nürnberg "sind Sie locker bei 20 Millionen Euro im Monat", schilderte der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Rainer Bomba. "Wir sind uns zumindest heute darüber einig geworden, dass wir daran (an einer Transfergesellschaft) arbeiten."
Das Gespräch habe "auf allen Seiten mit gutem Willen" stattgefunden, sagte Seehofer. Weitere Details nannte er unter Verweis auf die laufenden Verhandlungen nicht. In der kommenden Woche soll es ein weiteres Treffen der beteiligten Parteien geben.
3.700 Jobs fallen weg
Mit dem Handels- und Touristikkonzern Arcandor hatte auch die Versandhandelssparte Primondo mit Quelle als Flaggschiff Insolvenz angemeldet Görg will, dass das Insolvenzverfahren für Arcandor am 1. September beginnt.
Der Insolvenzverwalter kündigte vor gut einer Woche einen drastischen Stellenabbau an: Bei Primondo sollen rund 3.700 der 10.500 Stellen gestrichen werden. Die bayerische Staatsregierung will den Versandhändler als Ganzes erhalten.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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