
Rechnungskauf dominiert im Distanzhandel
Katalog- und Onlinebesteller begleichen ihre Einkäufe am häufigsten mit traditionellen Bezahlmethoden. Rechnungskauf und Lastschrift dominieren, doch andere Zahlarten holen auf.
"Es hat sich wieder einmal bestätigt, dass der Rechnungskauf ein essentieller Bezahlweg für unsere Branche ist. Kundenfreundlichkeit und Sicherheit sind die wesentlichen Eigenschaften, die diesen Bezahlweg so beliebt machen", kommentierte bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.
Gleichwohl steigt die Nutzerzahl digitaler Bezahlwege, die sich insbesondere im E-Commerce-Geschäft wachsender Popularität erfreuen. "Für Händler und Kunden ist diese zukunftsweisende Form eine schnelle und sichere Form der Bezahlung", so der bvh-Chef.
Internetbezahlverfahren holen deutlich auf
Internetbezahlsysteme wie PayPal, Sofortüberweisung.de oder giropay konnten in 2012 zweistellig zulegen (plus 35 Prozent) und bestätigten damit den Trend aus den Vorjahren. Mittlerweile erfolgen 17 Prozent aller Bezahlungen - mit einem Wert von 7,2 Milliarden Euro - über diese onlinegestützten Verfahren.
Die Kreditkarte rangiert mit 5,4 Milliarden Euro auf Platz Vier der beliebtesten Zahlmethoden und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr um 29 Porzent ähnlich deutlich zulegen wie die digitalen Bezahlwege.
"Fast alle Bezahlverfahren sind stabil oder wachsen proportional zum Umsatz. Dennoch ist eine Umverteilung hin zu den digitalen Bezahlverfahren zu erwarten. Diese werden Lastschrift und Rechnungskauf bis zu einem gewissen Grad ersetzen", urteilte bvh-Präsident und Globetrotter-Geschäftsführer Thomas Lipke auf der Pressekonferenz am heutigen Dienstag in Hamburg.
Dass es einen Zusammenhang zwischen den jeweiligen Zahlverfahren und dem Retourenaufkommen und -aufwand gibt, anaylsierte jüngst das Regensburgerforschungsinstitut ibi research.