
"Bei Digitalisierung geht es nicht um Investition"
Kiosk-Filialen, Presse- und Tabakfachverkaufsstellen, Convenience-Stores, Bahnhofsbuchhandlungen: Der Schweizer Handels- und Foodkonzern Valora wird digital. Das Mitglied der Konzernleitung Thomas Eisele erläutert, wie Valora den Ansprüchen moderner Kunden gerecht werden will.
Wie setzen Sie Ihr Wissen denn gewinnbringend ein?
Wir können dem Zigaretten-Kunden zum Beispiel noch an der Kasse einen Zusatzartikel offerieren. Oder je nach Standort unserer Filiale etwa im Einkaufszentrum oder der Innenstadt sowie Wochentagen Kundengruppen identifizieren, nach denen wir unsere Sortimente entsprechend ausrichten. In fünf Brezelkönig-Filialen haben wir beispielsweise Sensoren, an denen wir die Schlangenbildung messen. Wie lange die Kunden anstehen und wie lange es dauert, bis sie bedient werden.So wissen wir ganz genau, wie schnell eine Transaktion ist. So prüfen wir regelmäßig, ob sich die Bedienzeit verlangsamt hat und wenn ja, warum: Gab es Wechsel im Personal oder wurde die Theke so umgestaltet, dass ein bestimmter Handgriff jetzt länger dauert. Ob die Bedienzeit für einen Hotdog 40 oder 31 Sekunden beträgt, macht zur Hochfrequenzzeit einiges aus.Wie sieht die Valora-Strategie rund um das Thema Digitalisierung aus?
Uns geht es im Konzern und den einzelnen Linien dabei nicht um die Investition, sondern um den Inhalt. Bei der Digitalisierung kann man nicht rechnen, dass irgendetwas auf 3 Jahre so und so viel kostet. Wenn wir nicht dranbleiben, sind wir in drei Jahren nicht drei Jahre zurück, sondern im Vergleich zu denen, die drangeblieben sind, macht das 10 Jahre aus.
Das Interview mit Thomas Eisele zur Strategie von Valora und ein Porträt über den Schweizer Handels- und Foodkonzern lesen Sie in der April-Ausgabe von Der Handel. Ein Probeexemplar können Sie hier anfordern.
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Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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