Retouren: Vorher wissen, was später zurück kommt

Retouren: Vorher wissen, was später zurück kommt

Toll. E-Commerce boomt. Weniger toll: Mehr Absatz bringt mehr Aufwand beim Retourenmanagement und mehr Aufwand beim Bestandsmanagement. Gerade für Händler, die hier noch auf Eigenleistung setzen, lohnt der Blick auf ein besseres Daten-Management, das Bauchgefühl und Glaskugel ersetzt.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung BearingPoint unter 30 führenden deutschen Onlinehändlern zeigt, dass 62 Prozent der Befragten erheblichen Bedarf in der Reduzierung ihrer Lagerbestände sehen, 42 Prozent der Studienteilnehmer halten die Reduzierung der Retourenquote für eines der wichtigsten Unternehmensziele.

Die Studie macht allerdings auch deutlich, dass viele Händler die logistischen Kernleistungen wie Wareneingang inklusive Qualitätsprüfung, Lagerhaltung, Kommissionierung sowie Versandvorbereitung und Retourenbearbeitung als ihre Kernkompetenz sehen und daher in Eigenregie durchführen, statt diesin die Hände eines externen Dienstleisters zu geben.

Warum? Onlinehändler glauben, dass sie so eine bessere Kontrolle über reibungslose Abläufe und sensible Kunden- und Produktdaten haben sowie geringere Kosten. Das bedeutet aber, dass sie ihr Bestands- und Retourenmanagement selbst in den Griff bekommen müssen.

Bestandsmanagement und Retourenabwicklung bieten Optimierungspotential

Gerade mit Blick auf das Bestandsmanagement wächst dabei das Interesse an Predictive Analytics-Lösungen zur besseren Steuerung der Lagerbestände. "Sie schaffen die Möglichkeiten, auf Basis aktueller und historischer Daten sehr genaue Bedarfsprognosen zu erstellen, aus denen dann entsprechende Bestandsstrategien abgeleitet werden können – von der Mengenbevorratung bis hin zu Minimalbeständen“, erklärt Karsten Fellbaum, Manager bei BearingPoint und Autor der Studie.

Auch im Retourenmanagement gibt es mittlerweile neben virtuellen Anproben, einem "mehr" an Informationen zum Produkt sowie prozessualen und abrechnungsspezifischen Ansätzen vielverspechende technische Möglichkeiten.

Eine davon kommt - sonst würde man so eine Studie auch kaum machen - von BearingPoint. Sie nennt sich HyperCube. Die Datenanalyse-Software sammelt sämtliche internen und externen Faktoren, die zu einer Retoure führen können, analysiert sie auf Basis eines mathematischen Algorithmus, setzt Variablen miteinander in Ursache-Wirkungs-Beziehungen und soll dann Empfehlungen und „erklärende“ Beschreibungen "ausspucken".

Bearing Point - Hypercube from Thomas T² Touron on Vimeo.

Für die Studie wurden 30 führende deutsche Multichannel-Händler sowie reine Online-Händler aus den Branchen Bekleidung und Schuhe, Soft- und Hardware, Elektronik und Haushaltsartikel, Möbel und Accessoires, Bücher und Zeitschriften, Lebensmittel mit einem jährlichen Umsatzvolumen zwischen 10 und 500 Millionen Euro befragt. Die Studie ist als Download erhältlich.

photo credit: Cea. via photopin cc
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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