Knapp eine Woche nach dem Datendiebstahl bei Rewe geht das Unternehmen auf die betroffenen Kunden zu. Während das eigene Netzwerk noch untersucht wird, fordern Datenschützer mehr Aufklärung.
"Wir bedauern es sehr, dass es den Hackern möglich war, aufgrund eines Softwarefehlers an die Daten zu gelangen. Die Tatsache, dass diese Dateien, die keine Daten über Bankverbindungen oder Kreditkartennummern enthalten, nun auf Hacker-Seiten als Download angeboten werden, ist bedauerlich", betont Frank Wiemer, IT- und Logistik-Vorstand der Rewe Gruppe.
Laut Wiemer untersucht das Unternehmen derzeit das Netzwerk sowie die Server jedes Dienstleisters, um so schnell wie technisch möglich jede Datei mit Kundenbezug zu verschlüsseln.
Datenschützer wollen noch mehr wissen
Unterdessen fordert der Datenschutzbeauftragte in Nordrhein-Westfalen weitere Aufklärung von Rewe. "Meine Mitarbeiter haben einen Kontrollbesuch gemacht. Dabei ist eine ganze Reihe von Fragen noch nicht zu meiner Zufriedenheit geklärt worden", sagte der NRW-Landesbeauftragte Ulrich Lepper der "Bild"-Zeitung.
Seine Sprecherin erläuterte, es sei zum Beispiel nicht ersichtlich, warum jemand, der an der Sammelbörse teilnimmt, seine Postadresse angeben solle. Auch die vertraglichen Regelungen zwischen Rewe und dem Dienstleister, der die Datenbank erstellt hat, seien der Datenschutzbehörde noch unklar.
"Wir werden die Antworten auf unsere Fragen jetzt schriftlich anfordern", sagte die Sprecherin in Düsseldorf.
