SAP übernimmt die Mehrheit des Prognose-Softwareherstellers SAF. Die Walldorfer wollen damit ihr Angebot für den Groß- und Einzelhandel ausbauen.
Kartellamt gibt Mehrheit frei
Nach der Freigabe des Übernahmevorhabens durch die zuständigen Kartellbehörden am 4. August 2009 sind mit dem Überschreiten der Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent zuzüglich einer Aktie sämtliche Bedingungen des Angebots eingetreten, so dass die weitere Abwicklung des Angebots planmäßig erfolgen kann.
Mit der Übernahme der SAF will SAP das eigene Lösungsportfolio für die Branchen Groß- und Einzelhandel stärken. Komponenten der SAF-Software werden von SAP bereits seit 2002 in die Softwarelösung SAP for Retail integriert, heißt es in der Pressemitteilung des Softwarehauses aus Walldorf.
Die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der SAF solle die gemeinsame Innovationskraft beider Gesellschaften stärken und es ermöglichen, die SAF-Technologie weiteren SAP-Kunden zur Verfügung stellen.
Prognosesoftware
SAF ist auf die Entwicklung von Bestell- und Prognosesoftware für Handel, Logistik und Industrie spezialisiert. Die Software automatisiert den Warennachschub auf Basis der Vorhersagen der künftigen Nachfrage. Der Händler profitiere von geringeren Beständen, verbesserter Produktverfügbarkeit und einer höheren Kundenzufriedenheit, versprechen die Softwarehersteller.
SAF wurde 1996 mit Sitz in Tägerwilen, Schweiz, gegründet und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Das Unternehmen erzielte für das Geschäftsjahr 2008 Umsatzerlöse in Höhe von rund 13,4 Millionen Euro und ein Konzernergebnis in Höhe von 2,1 Millionen Euro.
