
Schlecker-Frauen gehen auf die Straße
Verdi will die geplanten Filialschließungen bei Schlecker genau prüfen. Während die politischen Bemühungen um die insolvente Drogeriekette weiterlaufen, wollen Mitarbeiterinnen bundesweit demonstrieren.
Björn BöerChefredakteurTransfergesellschaft zum Greifen nah
Es sei nun klar, dass auch Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz einer Transfergesellschaft für die 11.750 Beschäftigten, die gehen sollen, einen hohen Stellenwert einräume.
Nun müsse die Politik dafür sorgen, dass die Zeit bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens verlängert werde. Das wird spätestens Anfang April eröffnet. "Eine Verlängerung des Insolvenzgeldes ist dringend erforderlich", forderte Franke. "Die Rettung tausender Arbeitsplätze darf nicht am Faktor Zeit scheitern."
Schlecker-Betriebsrätinnen und Verdi demonstrieren
Am Weltfrauentag an diesem Donnerstag wollen die Schlecker-Betriebsrätinnen auf die Straße gehen, um gemeinsam mit Verdi um ihre Existenz zu kämpfen. Schlecker beschäftigt vor allem Frauen. In zahlreichen Städten wollen sie mit zahlreichen Aktionen die Politik um Unterstützung beim Kampf um ihre Arbeitsplätze auffordern.
Das baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsministerium will mit einer "Task Force Unternehmensbetreuung" helfen, teilte es in Stuttgart mit. Sie solle alle Aktivitäten des Landes im Fall Schlecker sowie die Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion der Arbeitsagentur koordinieren.
Auch das Staatsministerium, das Sozialministerium, das Ministerium für den ländlichen Raum sowie die landeseigene L-Bank seien an der Gruppe beteiligt.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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